PHUKET, Thailand – Die thailändische Meeresbehörde hat vor Koh Racha Yai zwei Tauchboote und zwei Bootsführer festgenommen. Die Boote sollen in der Bucht Thue tagelang am selben Platz gelegen und ihre Heckleinen direkt an den Fundamenten einer Festmachboje befestigt haben. Das kann Korallen beschädigen und die Boje für andere Boote blockieren.
Zwei Boote und zwei Bootsführer festgenommen
Das Department für Meeres- und Küstenressourcen wurde von Anwohnern auf die Boote aufmerksam gemacht. Die Hinweisgeber wollten nicht namentlich genannt werden.
Am 4. September beauftragte Generaldirektor Dr. Pinsak Suraswadi die zuständige Einheit mit einer dringenden Kontrolle. Die Beamten nahmen zwei Boote und zwei Verdächtige fest, die als Bootsführer bezeichnet wurden.

Heckleine direkt an der Bojenbasis befestigt
Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die Boote ihre Heckleinen direkt an den Fundamenten der Festmachbojen befestigt hatten. Außerdem sollen sie mehrere Tage am selben Platz gelegen haben.
Durch den Zug der Boote sowie Wind und Wellen kann sich ein Bojenfundament bewegen. Es könnte dadurch an ein Korallenriff stoßen oder über den Korallen reiben.
Korallenriffe vor Koh Racha Yai geschützt
Nach Einschätzung der Behörde besteht dadurch die Gefahr, dass Korallen brechen und beschädigt werden. Die betroffene Zone vor Koh Racha Yai und Koh Racha Noi bei Rawai in Phuket steht unter besonderen Schutzmaßnahmen.
Diese Regeln gelten für Strände, Korallen, Fächerkorallen und andere Lebewesen in Korallenriffen. Die Grundlage bildet eine Bekanntmachung des Ministeriums für Naturressourcen und Umwelt.
Übergabe an die Polizei in Chalong
Die Behörde übergab die beiden Bootsführer an die Ermittler der Polizeiwache Chalong in Phuket. Die Beamten legten den Ermittlern außerdem die gemeldeten Tatsachen und Umstände vor.
In den Polizeiberichten sind zwei Strafsachen vom 4. September aufgeführt. Genannt werden die Vorgänge 969/2569 um 13.31 Uhr und 967/2569 um 13.25 Uhr.

Bis zu zwei Jahre Haft möglich
Die Behörde wertet das Vorgehen als Verstoß gegen Artikel 22 des Gesetzes zur Förderung der Verwaltung von Meeres- und Küstenressourcen. Bei einem Verstoß gegen die Schutzmaßnahmen drohen bis zu zwei Jahre Haft, eine Geldstrafe von bis zu 200.000 Baht oder beides.
Das Department will die geschützten Meeresgebiete weiter kontrollieren, überwachen und die Gesetze durchsetzen. die Bevölkerung, Touristen und Betreiber von Meeresausflügen sollen die Schutzregeln einhalten und mögliche Schäden an den Meeresressourcen den Behörden melden.
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