Thailand hat die Spielregeln geändert. Wieder. Und wieder trifft es die, die am wenigsten dafür können – die Deutschen, Österreicher und Schweizer, die seit Jahrzehnten ihr Geld, ihre Renten und ihre Wintermonate in dieses Land tragen. Ab dem 15. September 2026 gilt: 30 Tage visumfrei. Wer länger bleibt, braucht Papiere. Und wer Papiere braucht, braucht Internet. Wer kein Internet beherrscht, bleibt zu Hause.
Jahrzehnte lang war das Willkommen echt
Es gab eine Zeit, da reiste man nach Thailand mit einem Koffer und einem Reisepass. Kein Formular, kein QR-Code, kein Onlineportal. Der Beamte am Schalter stempelte, schaute kurz hoch, winkte durch. Thailand wollte Gäste. Westdeutsche, Österreicher, Schweizer – sie kamen ab den späten 1970er und frühen 1980er Jahren in wachsender Zahl, angezogen von Phuket, Chiang Mai, dem billigen Leben, der Wärme. Der Staat empfing sie, weil er ein Interesse daran hatte. Keine Ideologie. Schlicht Vernunft.
Die visumfreie Einreise war nie ein Geschenk. Sie war ein Versprechen: Wir vertrauen euch. Kommt, gebt Geld aus, genießt das Land, reist wieder ab. Dieses Versprechen hat jahrzehntelang funktioniert. Es hat einen Tourismus aufgebaut, der heute rund zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes trägt.
Dreißig Tage. Genug für einen Urlaub. Nicht genug für ein Leben
Dreißig Tage waren lange der Standard. Für die Mehrheit aus Deutschland, Österreich und der Schweiz reichte das: zwei Wochen Strand, eine Woche Norden, Abflug. Kein Problem. Aber für die Rentner, die Überwinternden, die Paare mit Thai-Partnerinnen war dieser Stempel immer zu knapp. Man verlängerte vor Ort für 1.900 Baht um weitere 30 Tage. Oder man fuhr kurz nach Malaysia und kam mit frischem Stempel zurück. Der Staat tolerierte das. Nicht aus Großzügigkeit, sondern weil er es nicht anders wollte.
Dreißig Tage bedeuteten: Du bist Gast, kein Bewohner. Du darfst schauen, aber nicht bleiben. Das ist eine Botschaft. Nicht ausgesprochen, aber eindeutig. Wer sie ignorierte, riskierte den abweisenden Blick des Beamten, den fehlenden Stempel, die Frage nach dem Rückflugticket. Thailand hat schon immer entschieden, wer wie lange erwünscht ist. Die letzten Jahrzehnte waren nur vergleichsweise gnädig.
2024: Sechzig Tage – ein seltener Moment staatlicher Vernunft
Am 15. Juli 2024 passierte etwas Ungewöhnliches: Ein Staat handelte klug. Thailand weitete die visumfreie Einreise auf 60 Tage aus – für Reisende aus 93 Ländern, darunter alle DACH-Staaten. Doppelt so lang wie zuvor, fast ohne Aufhebens. Die Begründung war nüchtern: die Wirtschaft nach der Pandemie ankurbeln, den Tourismus beleben, Kaufkraft ins Land holen. Kein Ideologieprojekt. Pragmatismus. Wer zwei Monate in Thailand verbringt, gibt mehr aus als wer zwei Wochen bleibt. Diese Rechnung ist simpel. Sie stimmte.
Für die Überwinternden war es eine kleine Befreiung. 60 Tage plus einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage: plötzlich waren 90 Tage am Stück möglich, ohne Visum, ohne Botschaft, ohne Antrag. Man kam, man stempelte, man lebte. So hatten es viele jahrzehntelang erhofft. Und für genau 26 Monate war es Realität. Dann kam das Kabinett.
Dann kam das Kabinett
Am 19. Mai 2026 beschloss Bangkoks Kabinett in einer ersten Sitzung die Abschaffung der 60-Tage-Regelung. Grundsatzbeschluss. Am 14. Juli 2026 folgte die Konkretisierung: 59 Länder, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, erhalten künftig wieder nur 30 Tage. Am 31. August 2026 veröffentlichte die Royal Gazette vier Innenministeriums-Verordnungen. Seitdem ist es Gesetz. Ab dem 15. September 2026 gilt es an jedem Einreisepunkt des Landes. Zwei Kabinettssitzungen. Vier Verordnungen. Sechsundzwanzig Monate Vernunft beendet.
Gleichzeitig wurde die Landgrenzregel verschärft: Wer ohne Visum über einen Landübergang einreist, darf das künftig nur noch zweimal pro Kalenderjahr. Der klassische Visa-Run nach Malaysia – seit Jahrzehnten geduldete Praxis, inoffiziell akzeptiertes System – ist für Westeuropäer damit formal erledigt. Für Einreisen per Flugzeug gilt diese Beschränkung nicht. Aber wer bisher vier Mal im Jahr aus Pattaya nach Sadao und zurück gefahren ist, hat jetzt ein Problem.
Die offizielle Begründung – und was sie wirklich bedeutet
Die Regierung hat erklärt, warum sie die 60-Tage-Regel kippen musste. Missbrauch. Ausländer, die illegal arbeiten. Ausländer, die Eigentumswohnungen illegal an Touristen untervermieten. Ausländer, die dauerhaft im Land leben, ohne den dafür vorgesehenen Visumstatus zu haben. Das ist nicht erfunden. Es gibt diese Fälle. Der Verband der Thai-Reiseveranstalter hat sie dokumentiert, der Thai Hotels Association hat sie beklagt. Wer das wegdiskutiert, lügt.
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Aber hier liegt der Denkfehler des Staates, der immer derselbe ist: Man trifft eine Masse, um eine Minderheit zu treffen. Die illegalen Airbnb-Betreiber kommen nicht aus Remscheid oder Graz. Die Schattenwirtschaft in Bangkok wird nicht von deutschen Rentnern organisiert. Der 68-jährige Schwabe, der jeden November nach Hua Hin fliegt, seine Rente ausgibt, im Markt einkauft und im Februar wieder abreist – er wird jetzt mit demselben Stempel abgespeist wie der, der das System tatsächlich missbraucht hat. Kollektivstrafe. Bewährt. Beliebt. Falsch.
Wer getroffen wird, zahlt nicht die Zeche
Bloomberg-Analysten haben es beziffert: Der Rückschritt von 60 auf 30 Tage wird einen einstelligen negativen Effekt auf die Gesamtnachfrage haben. Klingt klein. Ist es nicht. Thailand hat 2019 fast 40 Millionen Touristen empfangen, einen Rekord. Diese Zahl ist das Ziel. Wer jetzt eine Politik macht, die Langzeiturlauber – also genau jene Gruppe, die am meisten ausgibt – systematisch abschreckt oder in Bürokratie treibt, verfehlt sein eigenes Ziel. Das ist keine Meinung. Das ist Arithmetik.
Die Treffer gehen nach DACH. Der deutsche Rentner, der österreichische Pensionist, der Schweizer, der drei Monate in Chiang Mai lebt – sie sind nicht das Problem. Sie sind die Lösung. Ihr Geld fließt in Märkte, Restaurants, Vermieter, Ärzte, Massagestudios. Kein Großkonzern, keine Hotelkette vermittelt Kaufkraft so direkt in die lokale Wirtschaft wie der Langzeittourist, der selbst kocht, selbst einkauft, selbst lebt. Diesen Menschen zieht Thailand jetzt die 60-Tage-Matte unter den Füßen weg. Und ruft es Ordnungspolitik.
Und dann noch das digitale Einreiseformular
Thailand hat seit dem 1. Mai 2025 die papierene Einreisekarte TM6 abgeschafft. Wer einreist, muss die Thailand Digital Arrival Card ausfüllen. Online. Frühestens 72 Stunden vor Ankunft. Auf Englisch. Kostenlos, aber nur auf tdac.immigration.go.th. Wer woanders landet und zahlt, ist auf eine Betrugsseite hereingefallen. Schätzungsweise jeder zehnte Einreisende tut genau das.
Wer länger als 30 Tage bleiben will, braucht ein Touristenvisum – beantragt über das Thai-E-Visa-Portal. Kein Schalter mehr, kein Konsulat. Formular, Passfoto hochladen. Wer 72 ist, nie online ausgefüllt hat und dessen Kinder weit weg wohnen, hat ein sehr reales Problem. Wer Unterstützung braucht, findet sie bei einem Beratungsbüro vor Ort. Das DTV für längere Aufenthalte ist noch komplexer: 500.000 Baht Finanznachweis, polizeiliches Führungszeugnis, 10.000 Baht Gebühr, alles digital. Der Thai Staat nennt das Modernisierung. Es ist Selektion.
Ein Staat, der seine Gäste erzieht
Thailand hat in wenigen Monaten seine Einreisepolitik grundlegend verschoben. 30 Tage statt 60. Landgrenze auf zweimal pro Jahr begrenzt. Digitales Einreiseformular Pflicht. Touristenvisum nur noch online. Jede dieser Maßnahmen ist für sich erklärbar. Zusammen sagen sie: Wer nicht jung, digital und flexibel ist, wird es schwerer haben. Wer das System nicht beherrscht, zahlt drauf oder bleibt zu Hause. Das nennt sich keine Diskriminierung. Es nennt sich Verwaltungsvereinfachung.
Ein Land, das seinen wertvollsten Gästen erklärt, wie sie sich zu verhalten haben, sollte nicht überrascht sein, wenn diese Gäste irgendwann andere Länder finden, die weniger erklärungsbedürftig sind. Portugal wartet. Malaysia wartet. Vietnam wartet. Alle mit offenen Grenzen, freundlichen Beamten und ohne digitalen Hindernisparcours für Menschen, die ihr Geld gerne mitbringen würden. Thailand hat sich entschieden. Die Frage ist, ob seine Gäste das auch tun.
Redaktionelle Hinweise
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⚠️ Die visumrechtlichen Angaben in diesem Artikel basieren auf dem Stand der Royal Gazette vom 31. August 2026. Einreiseregeln können sich kurzfristig ändern. Die genauen Fristen, Gebühren und Anforderungen für das Touristenvisum und das TDAC sollten vor jeder Reise auf den offiziellen Seiten des thailändischen Einwanderungsbüros (immigration.go.th) und des Thai-E-Visa-Portals (thaievisa.go.th) geprüft werden. Hinweis: Dieser Artikel enthält Links zu unseren Werbepartnern.
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Endlich in Rente. Endlich hat man die Zeit, die man als Berufstätiger nicht hatte. Endlich hätte man seinen Traum von einer längeren Überwinterung in Thailand erfüllen können. Das Geld ist da. Und jetzt? Man wird wegen den bürokratisch Hürden einfach nur noch abgeschreckt. Man fühlt sich in Thailand nicht mehr willkommen. Es bleibt einem nur eine Möglichkeit übrig. Man macht eine Abstimmung mit den Füßen. Andere Länder freuen sich auch über mein Geld. So einfach ist das!
Reisende soll man nicht aufhalten…
Warum bist nicht schon vor 20 Jahren in Rente gegangen,dann brauchst jetzt ned jammern!?
@ Markus. Merkwürdiger Kommentar von Ihnen. Wieso geht man nicht 20 Jahre früher in Rente? Vielleicht weil man nicht im Lotto gewonnen hat? Oder vielleicht weil es die gesetzlichen Bestimmungen nicht zugelassen haben? Vielleicht ist auch die vermögende Erbtante nicht vorher gestorben? Fragen über Fragen!
Ich denke, das wird sich kontraproduktiv auf den Tourismus auswirken.
Was hat Thailand entschieden? Thailand entscheidet nicht, Thailand reagiert. Sobald die Touristenzahlen unter 30 Millionen sinken werden oder/und die angestrebten Milliarden nicht rein kommen, wird die Taktik wider ändern. Das war schon immer so, das ewige Säbel rasseln zw. den Nationalisten und den Wirtschaftsinteressenten, zw. den Zurückgebliebenen und den Aufgeschlossenen. Was mit Mr. Anutin kommen wird war absehbar, was darauf folgen wird genauso.
Man sollte nie in die Hand beißen, die einen füttert!
Wen fütterst Du? Oder profitierst Du einfach von den tiefen Lebenshaltungskosten in Thailand?
Von meinen Ausgaben leben viele Thailänder. Egal ob in Hotels, Restaurants, Taxibranche und Bars und Besuch von Kulturstätten. Davon leben teilweise ganze Familien. Bricht das durch rückgängigen Tourismus ein, werden aber viele Augen ganz groß und viele Bäuche nicht mehr voll! Das ist leider so!
Herr Matze, Sie haben recht. Die Thais profitieren sehr von den Expats. Insgesamt ca. 144 Mrd THB fließen so Jahr für Jahr nach Thailand. Plus Einmalanschaffungen für Immobilien und Fahrzeuge. Und zwar nicht in THB, sondern in harten Währungen wie USD und Euro, die Thailand dringend für Energieeinkäufe u.a. braucht. Alle Thais profitieren davon, nicht nur das Restaurant und und und, sondern auch alle, die in der 2. Runde dann Geld von den Erstempfängern bekommen. Aber Roman hat auch recht. Sie profitieren auch von den geringen Lebenshaltungskosten. Es ist immer eine Win-Win-Situation. Voraussetzung: Auf beiden Seiten kann zu 100% frei entschieden werden. Kein Zwang. Insofern ist Romans Betrachtung zu einseitig.
dem touri juckt das doch garnicht-der bleibt sowieso nicht 60 tage
In den Hotels füttern Sie vor allem ausländische Konzerne und Arbeitsmigranten aus den Nachbarländern, weil die Hotels sich Thais nicht leisten wollen. Die Arbeitsmigranten arbeiten teilweise zu Löhnen die Löhne die fpür thailändische Arbeitnehmer gelten um 50%. Versuchen Sie sich mal mit diesen Angestellten in Thai zu unterhalten, die meisten verstehen nur Grundbegriffe.
tiefe Lebenshaltungskosten wo sollen die denn sein?
Zügeln sie wieder nach DACH, dann wissen sie was sie hier haben.
ich wohne da und kann bei den besuchen gut vergleichen. das beste seismometer ist da meine frau, die hier wie da die einkäufe erledigt.
zügeln- das deutet auf die schweiz hin- da mag das wohl eher stimmen. wenn man erlebt wie schweizer den lidel kurz nach der grenze in deutschland stürmen, um dann mit ihren kassenbons sich die umsatzsteuer wieder zu holen.( ich denke nicht das beim schweizer zoll da eben so lange schlangen stehen) kann man das schon glauben.
Ich bin nicht so gut was Computereingaben, Online Gedöns etc. betrifft
Deshalb habe ich Angst meinen Non O Antrag Online auszufüllen. Fängt schon mit dem Passbild per Handy an und dann dieses ins passende Format oder Größe umzuwandeln, so dass es im Online Antrag akzeptiert wird. Das gleiche mit allen anderen Papieren, Reisepass scannen etc.
Falls ich zweimal erfolglos die Prozedur durchlaufen sollte mit Absage und zweimal 70 €uro in den Sand gesetzt haben sollte, werde ich keinen dritten Versuch unternehmen.
Dann werde ich Vietnam als Ziel wählen mit Abstecher nach Laos und evtl. einen Flug weiter auf die Philippinen bis die Wintermonaten vorbei sind.
Ich muss nicht um alles in der Welt nach Thailand. Wenn der, der behauptet das Ausländer sich nicht waschen und duschen mir nur noch Steine in den Weg legt und ich deshalb nicht einreisen kann, dann gehe ich woanders hin.
Habe das erste Mal einen Non O Antrag bei der Botschaft in Berlin gestellt.
Wichtig die persönlichen Daten korrekt , wie im Pass eingeben. Dreimal hinschauen. Sonst Geld weg!!!! Datenseite vom Pass als PDF Datei einstellen.
Passbild am besten beim Fotografen machen lassen und als PDF Datei einstellen.
Alle anderen geforderten Dokumente als JGP Dateien einstellen. Die kann man auch mehrseitig Einscannen.
Das Visaantrag ist immer besser und verständlichlicher geworden.
Ich habe es auf Anhieb hinbekommen.
Viel Spaß 😉
Wer zum Überwintern kommt, lebt in der Regel aus dem Koffer. Eine Rundreise Thailand, Kambodscha, Vietnam bietet sich an. Es muss nicht Thailand am Stueck sein. Jeder kann aber auch ein passendes Langzeit Visum bekommen, wo ist das Problem.
Wie richtig gefragt „wo ist das Problem“! Ein guter Freund war die letzten beiden Winter jeweils 60+30 Tage Verlängerung in Thailand. Nun macht er es wieder wie früher eben auch. Ist nur noch 30 Tage hier und dann noch in Malaysia und neu kommt diesen Winter noch Vietnam dazu. Ergo keine Problem. Lässt er seine Kohle eben woanders wenn sie ihn hier nicht mehr so lange wollen.
60 + 30Tage ist doch immer noch möglich, wo ist denn das Problem? Ist es wirklich zuviel verlangt, wie vor 2024 ein Visum zu beantragen? Ich würde mal alle Kerzen auf der Torte anzuzünden, nicht nur welche, die für die lebenserhaltenden Vorgänge nötig sind.
Dieser immer wiederholende Schwachsinn ist wirklich kaum noch zu toppen. Sorry, einfach mal jetzt geradeheraus meine Meinung. Natürlich wäre dieses und jenes und dazu noch was weiß ich alles möglich. Die Frage ist, ob man das will. Und das entscheidet kein Herr Anutin oder sonst jemand, sondern der Typ der gerne wieder gekommen wäre, das aber nun wieder größtenteils lässt. Genauso wie er es vor 2024 nicht wollte und nicht machte. Das mag einem in einem Dorf im Isan schwer fallen zu kapieren. Das sehe ich ein. Wenn einer meint, diesen virtuellen Papierkrieg nicht führen zu wollen und ihm der Aufwand nicht wert ist, dann ist es eben so. Das verdient Respekt. Und keine brunzblöde Sprüche zu Kerzen auf der Torte. So viel Resthirn wird doch hoffentlich noch in diesem teilmöblierten Oberstübchen vorhanden sein. Siehst Du, derart dumm daher reden kann ich auch!
Wo das Problem liegt, lieber Roman.
Das Problem für Thailand ist, das Vietnam mächtig aufgeholt hat in den letzten Jahren, und TH eher stagniert.
Die anderen Länder SO Asien kann ich nicht beurteilen, weil ich sie nur von Kurztrips kenne
Man beschwert sich über die Wiedereinführung der bis ’24 geltenden Visaregeln, so weit so gut. Dass man aber mit kleinem Aufwand in Thailand ein 60 + 30 Tage Visum beantragen kann, wird ausgeblendet. Ebenso sieht man nicht das man in Vietnam nach 45 visumfreien Tagen wieder ausreisen muss, auch dort muss man für einen verlängerten Aufenthalt von 90 Tagen ein E- Visum beantragen. Es gibt in Vietnam kein Pendant zu NonO/A, LTR und wie alle weiteren Visa Arten die in TH zur Verfügung stehen.
Das diese Jahr die Zahl der Urlauber zurückgegangen ist, kann man auch dem unsinnigen Krieg um die Strasse von Hormus anlasten, der den Flugverkehr praktisch lahmgelegt hat.
Ich gönne es einem jeden der seine Ferien in Vietnam macht, ich mag einfach die ewig gleiche Meckerei nicht.
Das ist aber das Problem von Thailand.
Wir damit umgegangen wir, wird man sehen.
Es sind weiterhin, alle Aufenthaltslängen möglich. Die Zeiten sind so. Die einen gehen und können damit mehr oder weniger gut umgehen.
Deswegen braucht man niemanden angehen.
Also, seid lieb zueinander.
Thailand bestraft niemanden. Es ist einfach wieder so wie es bis 2024 war. Thailand hat einen Versuch gestartet – welcher in die Hose ging. Daran sind ganz sicher nicht die Langzeiturlauber aus DACH schuld. Wer länger bleiben will, kann seinen Aufenthalt verlängern. Ganz einfach!
Was ging in die Hose? Gar nichts nämlich! Wurde ohne jeden Nachweis einfach mal so behauptet und irgendwann glaubt das fast jeder. Wenn ich wetten würde, dann würde ich darauf setzen, dass sich die so oft unbelegt behauptete Ausländerkriminalität nicht einen Jota nach unten bewegt. Voraussichtlich ganz im Gegenteilt, weil man jetzt eben schon 30 Tage früher zum Overstayer werden kann.
Und es ist ja nicht nur diese Einzelmaßnahme isoliert zu sehen. Es ist ja eine ganzer Packen an Ausländer- und/oder Touristen unfreundlichen Beschlüssen der Anutin Regierung. Davor die Augen zu verschließen nutzt ja nichts. Denn solange die regieren wird das auch noch so weitergehen. Wir sind ja noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.
Ja das digitale macht mir auch zu schaffen, ab Okt. soll ja das Thim-App in deutsch kommen und ob es dann problemlos läuft ist noch eine ganz andere Frage wie die 90 Tage Meldung auch !
Außerdem fühle ich mich die letzten Jahre wie in einem Gefängnis mit Freigang mit Fußfässeln, Thailand ist zum Überwachungsstaat mutiert, dazu die Abzocke in fast jedem Lebensbereich und die Willkür auf den Ämtern – da kommst du dir nur noch als Bittsteller vor ! Außerdem wird es immer gefährlicher ob Straße oder Bar Viertel, Schlägereinen gehören zum täglichen Bild. Ich sehe es genauso wie ein Vorredner, ich muss nicht betteln um in Thailand zu leben, andere asiatische Länder haben auch schöne Töchter und sind noch preiswert ohne diesen bürokratischen Aufwand !
Hallo, sehr, sehr guter Kommentar. Das mit der Willkür auf den Ämtern trifft es besonders wirklich absolut genau. Der BITTSTELLER !! Als Rentner der hier wohnt ( hier in Korat ) manchmal nicht zu glauben. Meine Thaiehefrau die immer dabei ist kann es wirklich auch nicht glauben wie hier mit den Expats umgegangen wird. Egal welche Nationalität. Korat ist schon sehr groß und es leben hier viele Ausländer aber Anutin zieht die Zügel einfach an. Sie war mit mit mir vorher 21 Jahre in Deutschland und hat sowas auf den Ämtern dort nie erlebt. Sie sagt selber was ist mit meinem Land los.
Die Immigration hier ist in Ordnung und es geht sehr schnell und freundlich. Das Führerscheinamt ist noch besser , die machen das im Schnelltempo mit der neuen Karte. Und in Englisch kein Problem. Aber von den anderen Ämtern möchte ich lieber nichts sagen, besonders wenn viele Thais dort schon warten und etwas klären möchten , sieht man den Leuten hinter den Schaltern die Lust schon an.
Richtig, die Frage ist was werden die Gäste tun? Ein drastischer Rückgang würde eine Reaktion der Regierung bringen, allerdings denke ich dass kein starker Rückgang der Gesamtsituation stattfinden wird, da es letztendlich um Devisen geht und nicht um Personen.
Ein sehr guter neutraler Artikel. Ich werde mich dem anpassen und vermehrt die Nachbarländer besuchen. Singapur, Malaysia und letztes Jahr Vietnam war sehr gut. Wenn man mich nicht länger will, dann halt anders.
Ich habe keine Lust auf Bürokratie und schon gar nicht beim Überwintern und deshalb passe ich mich dem einfach an, was Thailand will. Ich bin schon gespannt wann das Gejammere wegen weniger Touristen und vor allem dem Geld daraus beginnt. In einem Jahr sind wir schlauer, ob das auch für Hr. Anutin gilt ist die Frage.
Was hat sich denn großartig geändert?
Abgesehen von den jetzt wieder „nur“ 30 Tagen, ist es wie vordem auch: jetzt nur mit dem Unterschied, dass die Visa-Anträge online gestellt werden müssen.
Und wer da nicht durchblickt, nun, da wird sich doch vielleicht jemand finden, der bei der Antragstellung behilflich ist.
Und was andere Staaten anbelangt: ich hatte schon vor 20 Jahren zumindest meine Anträge/Anmeldung für Visum on Arrival für Vietnam online stellen müssen.
Ich werde einen Teufel tun und etwa hier schreiben was ich denke….nur soviel: es ist Zeit , Plan B zu aktivieren. Und zwar dort, wo ich als Expat geschätzt und mein Geld sinnvoll eingesetzt werden kann.
Ok, dann mach das.
Ich denke Thailand kann den Verlust verkraften und vermissen wird dich hier auch niemand.
… aber sein Kapital, das er in Währungen wie USD oder Euro bringt, das wird schmerzlich vermisst. Er ist ja nicht alleine, der so denkt. Auch ich hasse Bürokratie wie die Pest. Stiehlt nur das Wertvollste was man im Leben hat: die Lebenszeit.
Welche Bürokratie stielt Dir Lebenszeit? 5 Minuten für einen Visa Antrag? 1. x im Jahr zur Immi? alle 3 Monate die 90 Tagemeldung? Wenn ich zur Botschaft nach Bangkok fahre, stehe ich in BKK länger im Stau, bis ich bei der Botschaft bin, als die ganzen bürokratischen Aufgaben, die ich innerhalb eines Jahres erfüllen muss.
Tja ThaiTom, in aller Regel lasse ich dem Roman eigentlich seine Meinung stehen. Nur dass er jedem immer wieder erzählen will, dass sie alle bescheuert wären die diesen Bürokratismus nicht mitmachen wollen hatte eben meine entsprechenden Antworten. Und Du hast ja recht, demnächst bin auch ich wieder auf einer EoS. Nur wenn das ein Ausschlussgrund wäre sich nicht dazu zu äußern, dann frage ich mich was nun wiederum Dich zu diesem Geschreibsel veranlasst haben könnte? Geht Dich, was mich und Roman in diesem Fall betrifft nämlich noch sehr viel weniger an!
Guten Morgen, liebe Sorgen, hallo Oskar! Na ja, wer täglich so fleißig jammert, hat scheinbar einfach mehr vom Leben! Ist ja auch ein ausgefülltes Nachmittagshobby, sich stundenlang das Hirn über Touristenvisa zu zermürben, die einen mit dem eigenen EoS-Visum nicht mal im Ansatz betreffen. Mach dir erst mal ein kühles Feierabendbier auf – Thailand steht auch morgen noch.
Da muss man den Roman schon verstehen. Für den reicht sein Horizont über sein Isan Dorf JWD, in welchem er als einziger Ausländer lebt halt nicht hinaus. Für den ist es mit seinen begrenzen finanziellen Mitteln vermutlich eine angenehme Abwechslung für den Bürokratieaufwand da mal rauszukommen.
Sag mal, Oskar: Abgesehen von deiner steilen These über den Wohnort und den Verstand – warum regst du dich eigentlich pausenlos über die Kürzung des Touristenvisums auf 30 Tage auf?
Du sitzt doch selbst auf einer Jahresverlängerung (EOS) und bist davon nicht mal im Ansatz betroffen! Hauptsache, künstlich über Probleme anderer aufregen, die einen gar nichts angehen – aber anderen erklären wollen, wie weit der Horizont reicht. Genau mein Humor.
Es darf schon auf das Gejammer gewartet werden, es ist ja allgemein bekannt, dass der PM Ausländer nicht besonders mag. Der Rückgang der Touristen ist nicht nur der Regierung geschuldet. Die Flugpreise sind auch astronomisch gestiegen. Wem haben wir das zu verdanken, dem Orange Mann ( nicht die hellste Kerze auf der Torte)der ist ja total unterbelichtet, sowie die Wähler von diesem Land.
Zum ThaiTom: Das ist so nicht korrekt, wenn Sie den Hr. Kusch kritisieren, er würde sich um Probleme anderer Leute kümmern. Natürlich kann und darf er seine Meinung dazu haben. Und ein Visa ist nicht so einfach mal in ein paar Minuten erledigt. Jedenfalls nach meiner Erfahrung vor 7 bis 8 Jahren.
Wer fernab von einer deutschen Botschaft wohnt, z.B. in Kassel, der muß nach Frankfurt oder Hamburg oder Berlin reisen. Ein ganzer Tag weg. Plus Reisekosten. Dazu Paßfotos machen – soweit ich mich richtig erinnere – was auch noch Zeit und Geld kostet. Wer einfach nur unbeschwert Auslandsurlaub machen will, nachdem er jahrzehntelang gearbeitet hat und nun seinen Ruhestand genießen will, dem raubt man auf solche Weise 2 Tage. Für mich ist das Bürokratie und die ist in den allermeisten Fällen schlicht und einfach überflüssig. Laut Thomas Hobbes: Der große Leviathan.
Bei Roman vermute ich mal, daß er ehemaliger Staatsangestellter ist und dementsprechend entsprechend eingestellt und unkritisch solchen Dingen gegenüber.
@Rouri11 Welches Jahr haben wir? Niemand reist mehr für ein Visum nach Frankfurt oder Berlin. Das wird alles bequem online erledigt. Wer sich dafür zwei Tage frei nehmen muss, hat das Internet verpasst.
Genau so und nicht anders, wenn jeder so handelt dann ist für Thailand Schicht im Schacht. Auch Anutin wird sich bald dort Platzieren wie seine Vorgänger🤣.
Der Glaube, als einzelner Expat oder Mini-Gruppe eine Volkswirtschaft zu tragen, ist reine Selbstüberschätzung. Jedes Land nimmt Devisen gerne mit, lässt sich aber von Gästen nicht die eigenen Regeln diktieren.
Herr Brünu, ja, ein einzelner Expat bewirkt nichts. Aber die Gesamtheit der Expats schon. Die westlichen Expats bringen pro Jahr und Jahr für Jahr ca. 144 Mrd THB nach Thailand, in Devisen. Und dazu kommen die asiatischen Expats, die ebenso ca. 100 Mrd THB nach Thailand bringen. Dazu kommen dann noch grob 30 Mio Touristen (wohl 2026 weniger) die im Schnitt wohl 30.000 bis 35.000 THB ausgeben (Westler mehr, Asia-Leute weniger) und so auf ca. 1.100 Mrd THB hier lassen.
Diese Leute sind alle Gast in Thailand. Es gilt eigentlich: Der Kunde ist König. Und im Hotel- und Gaststättengewerbe: Der Gast ist König. Klar, die Regierung sieht es nicht ganz so, aber die Tourismusbetriebe kennen die Regeln. Und üben Druck auf die Regierung aus.
Alles richtig, aber als zahlender Gast, lasse ich mir auch nicht diktieren, wo und wie ich mein Geld ausgebe. Und ich bin nicht der einzige der so denkt. Was mir die letzten Jahre aufgefallen ist, der Dachler Anteil schrumpft Jahr für Jahr.
Wie auch immer, ich werde einfach seltener kommen. Nämlich dann, wenn ich auch genug Zeit habe, um ein Non-O ansatzweise auszureizen. Für den nächsten Besuch sind THB 380000 eingeplant und bereit gestellt, welche komplett in der lokalen Wirtschaft landen werden – Click 160 ABS, Elektrik Modernisierung, PV Anlage. Nein, das Geld ist nicht weg, es wird nur ein Jahr später ausgegeben. Daran wird Thailand nicht sterben. Ich aber auch nicht. Trotzdem glaube ich nicht, das ich zu der Gruppe zähle, auf die gezielt wurde. Doch es ist mir einfach zu viel Arbeit, ein Visum für einen Kurzbesuch zu beantragen. Die Verlängerungsoption ist zwar ganz nett, aber eben auch nicht mehr – Eine Option für den Notfall. Ich sehe bei der Nutzung zu viele Probleme.
Immer wieder lese ich die hohen Flugpreise, da muss ich doch schmunzeln. Vor 50 Jahren waren die Flugpreise mindestens dreimal so hoch, im Verhältnis zum Einkommen.
Zu ThaiTom: Ok, wenn das so ist, daß alles nun online erledigt werden kann, dann ist das ein Fortschritt. Wie bekommt man den Stempel in den Paß. Ich habe jetzt schon jahrelang kein Visum mehr beantragt, daher kenne ich die Änderungen nicht und habe auf 7 bis 8 Jahre verwiesen. Aber funktioniert das Online einwandfrei? Immer? Ich könnte mir vorstellen, daß das den einen oder anderen in den Wahnsinn treibt.
Viel Rauch um Nichts😆
So isser,der DACHler,aus einer Mücke einen Elefanten kreieren!!
Geht mal in Deutschland auf das Amt…..da habt Ihr Grund zu meckern.Da ist Thailand die reinste Erholung.Für Führerschein erneuern hab ich keine 10 Minuten gebraucht und für das Auto ummelden auf den Namen meiner Frau inclusive Kennzeichen ebenfalls 10 Minuten.In Deutschland konnte ich froh sein nach 3 Monaten online einen Termin zu bekommen um meinen Personalausweis zu erneuern.Ich könnte hier noch mehr Beispiele bringen das würde den Rahmen sprengen.Nichts ist schlimmer als deutsche Bürokratie.
Thailand spricht 2025 / 26 von 30 Millionen Touristen. Zirka 100 bis 150’000 Expats und Überwinterer leben in Thailand. Das sind ungefähr 0.3 – 0.5% der Touristen. Diese Gruppe wird in Thailand kaum wahr genommen, weder von der Regierung noch von den normalen Bürgern und schon gar nicht vom Tourismus-Umsatz. Ob jetzt nun da ein paar weniger kommen…. naja, das bewegt ein ganz kleine Welt.