CHIANG RAI, Thailand – Die Polizei hat einen 59-jährigen Chinesen festgehalten, der nach ihren Angaben seit mehr als zehn Jahren Kleidung in Thailand verkauft haben soll, ohne eine Arbeitserlaubnis zu besitzen. Bei einer Kontrolle fanden Beamte in seinem Pick-up große Mengen Kleidung und prüfen nun zusätzlich, ob seine Reisen durch zahlreiche Provinzen mit möglicher Spionage in Verbindung stehen.
Chinese soll jahrelang ohne Arbeitserlaubnis verkauft haben
Wu Suhui wurde am 3. September 2026 an einem Kontrollpunkt der Polizeistation Mae Lao gestoppt. Nach Angaben der Polizei erklärte er, er verkaufe fertig produzierte Kleidung im Großhandel und auf Märkten in verschiedenen Teilen Thailands.
Die Beamten werfen ihm vor, dafür seit mehr als zehn Jahren keine Arbeitserlaubnis zu besitzen. Wu soll nach Polizeiangaben monatlich etwa 30.000 bis 90.000 Baht mit dem Verkauf verdient haben.

Kontrolle mit beladenem Pick-up
Die Polizei überprüfte Wu an einem Kontrollpunkt der Polizeistation Mae Lao. Sein abgedeckter Pick-up war nach Angaben der Beamten mit einer großen Menge Kleidung beladen.
Bei der Kontrolle seines Passes stellten die Beamten fest, dass Wu ein Ruhestandsvisum besitzt. Damit darf er sich bis zum 26. März 2027 in Thailand aufhalten, eine Arbeitserlaubnis hatte er nach Polizeiangaben jedoch nicht.
Ware aus Bangkok und Chiang Rai
Wu spricht laut Polizei fließend Thai. Er soll den Beamten erklärt haben, dass er seine Waren auf dem Bobae-Markt in Bangkok und auf dem Mae-Sai-Markt in Chiang Rai bezog.
Nach Darstellung der Polizei reiste er landesweit zu Märkten, um die Kleidung zu verkaufen. An den Angaben des Mannes zeigten sich die Behörden wegen seiner Reisen durch zahlreiche Landesteile nicht vollständig überzeugt.

Behörden prüfen möglichen Spionagebezug
Die Polizei erklärte, sie habe Bedenken, dass Wüs Verhalten mit ausländischer Spionage in Verbindung stehen könnte. Ein entsprechender Vorwurf oder eine Anklage wurde bislang jedoch nicht bekanntgegeben.
Die Ermittler kontaktierten Sicherheitsbehörden und Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde. Geprüft werden sollen unter anderem seine Unterkunft und der Zweck seines langfristigen Aufenthalts in Thailand.
Vorwurf nach Arbeitsrecht
Die Festnahme erfolgte durch die Polizei in Mae Lao gemeinsam mit Chinkorn Satitlerdpipat. Er ist ein leitender Arbeitswissenschaftler und leitet beim Arbeitsamt der Provinz Chiang Rai den Bereich für Arbeitskontrollen und den Schutz von Arbeitssuchenden.
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Wu wurde zunächst nach Paragraf 8 der Verordnung von 2017 zur Regelung der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer angeklagt, die 2018 geändert wurde. Der Vorwurf lautet, dass er ohne Arbeitserlaubnis gearbeitet oder Tätigkeiten ausgeübt habe, die von seiner Erlaubnis nicht abgedeckt waren. Die genannte Strafe liegt bei 5.000 bis 50.000 Baht.
Fall bei der Polizei in Mae Lao
Die Beamten übergaben Wu den Ermittlern der Polizeistation Mae Lao. Dort soll das weitere rechtliche Verfahren gegen ihn geführt werden.
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Parallel laufen die zusätzlichen Prüfungen durch Sicherheits- und Einwanderungsbehörden. Eine Anklage wegen Spionage wurde bisher nicht angekündigt.

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