CHACHOENGSAO, THAILAND – Behörden haben auf einem sechs Rai großen Grundstück im Bezirk Bang Khla vier Bestattungen entdeckt. Das Gelände steht im Verdacht, als jüdischer Friedhof für Ausländer genutzt zu werden. Anwohner befürchten Auswirkungen auf die Gemeinde, eine Schule, ein Kinderzentrum und eine öffentliche Wasserquelle.
Vier Gräber auf dem abgeschirmten Gelände
Am 4. September 2026 kontrollierten Verwaltungsbeamte, zuständige Stellen sowie Tambon- und Dorfvorsteher das Grundstück in Moo 2 im Unterbezirk Samet Tai. Die private Eigentümerfirma ließ nur Behördenvertreter auf das Gelände. Anwohner und Medien durften die Kontrolle nicht beobachten.
Nach rund 20 Minuten teilten die Beamten mit, dass dort tatsächlich vier Leichen bestattet worden seien. Eine Grabstelle lag an der hinteren Umzäunung und war mit einem Schild markiert. Drei weitere Gräber befanden sich innerhalb eines Zeltes.
Gemeindevorsteher vermutet drei weitere Bestattungen
Namphueng Kham Sa-aat, die Tambon-Vorsteherin von Samet Tai, geht davon aus, dass zusätzlich drei Leichen heimlich bestattet wurden. Eine davon könnte erst vor kurzer Zeit dort beigesetzt worden sein.
Nach ihrer Beobachtung fehlte bei diesen Grabstellen noch eine Zementabdeckung. Im Gegensatz zu den anderen Gräbern seien dort Steine aufgeschichtet und vorläufige Namensschilder aufgestellt worden. Außerdem waren Zelte aufgestellt worden, um die Gräber zu verbergen.
Genehmigung für einen Teil der Bestattungen unklar
Kittiphong Sileuang, Vorsitzender der Tambon-Verwaltungsorganisation Samet Tai, erklärte, eine der vier Leichen könnte noch während der Gültigkeit einer Genehmigung für die Einrichtung eines Friedhofs und Krematoriums bestattet worden sein. Bei den drei anderen Bestattungen müsse geprüft werden, ob sie nach Ablauf der Genehmigung erfolgten.
Für das Grundstück sei die Genehmigung bisher nicht verlängert worden. Die Gemeinde bereite deshalb eine Anzeige und weitere rechtliche Schritte vor.

Streit um das Grundstück reicht bis 2021 zurück
Nach Angaben des Leiters der Tambon-Verwaltungsorganisation beantragte ein Privatunternehmen bereits 2021 die Genehmigung für einen Friedhof für Ausländer. Er habe damals nicht zugestimmt, weil seine Amtszeit kurz vor dem Ende gestanden habe. Nach seiner Rückkehr ins Amt im Jahr 2022 sei das Grundstück bereits von einer Mauer umgeben gewesen.
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Das Unternehmen habe damals gültige Genehmigungsunterlagen der Provinz vorgelegt. In den Jahren 2023 und 2024 wurde die Umzäunung errichtet. Nachdem Leichen auf das Gelände gebracht worden waren, protestierten Anwohner und forderten deren Verlegung. Danach blieb der Fall zunächst ruhig, bis erneut Berichte über weitere Bestattungen aufkamen.
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