PHUKET, Thailand – Die Polizei hat einen kuwaitischen Touristen ausfindig gemacht, der in einer Apotheke in Patong eine unbekannte Substanz aus einer parfümähnlichen Flasche auf einen Apotheker gesprüht haben soll. Der Mann klagte kurz darauf über Herzrasen, Engegefühl in der Brust und Beinahe-Ohnmacht. Zwei Flaschen wurden sichergestellt und zur Untersuchung geschickt.
Apotheker nach dem Sprühstoß mit starken Beschwerden
Der Vorfall ereignete sich am 2. September gegen 0.22 Uhr in der Mukda Pharmacy an der Phra Baramee Road in Patong. Der Apotheker Pijet Intarakaset berichtete, der Mann habe vorgegeben, Medikamente kaufen zu wollen.
Rund 20 Sekunden nach dem Sprühen habe er Herzrasen, ein Engegefühl in der Brust, Gleichgewichtsstörungen, eine steife Zunge und Schwierigkeiten beim klaren Sprechen bekommen. Er habe sich gefühlt, als würde er gleich ohnmächtig werden.
Tourist kehrte mit Tasche zur Apotheke zurück
Nach Angaben des Apothekers hatte der Mann zuvor erklärt, er sei von einem Taxifahrer angegriffen worden, und nach dem Weg zur Polizeistation in Patong gefragt. Nach der Beratung kaufte er Medikamente für 510 Baht und blieb danach noch eine Zeit lang in der Apotheke, wo er arabische Lieder sang und sich mit dem Apotheker unterhielt.
Später holte der Mann eine Tasche unter dem Sitz seines Motorrads hervor und kehrte zurück. Der Apotheker bemerkte darin Marihuana. Anschließend soll der Tourist eine Flasche, die wie ein Parfümflakon aussah, herausgenommen und den Apotheker damit besprüht haben.
Behandlung im Krankenhaus, Flaschen im Labor
Der Apotheker forderte den Mann auf zu gehen, schloss die Apotheke ab und rief einen Rettungswagen. Im Patong Hospital wurde sein Blutdruck mit 160 zu 100 mmHg gemessen. Das medizinische Personal verabreichte ihm Flüssigkeit über eine Infusion.
Welche Substanz sich in den Flaschen befand, ist weiterhin unklar. Die Polizei stellte zwei Flaschen sicher und schickte sie zur forensischen Untersuchung, um ihren Inhalt bestimmen zu lassen.
Polizei prüft mögliche weitere Vorfälle
Die Ermittler teilten am 4. September mit, dass sie den kuwaitischen Mann identifiziert und ausfindig gemacht hätten. Nach Angaben des Kommandeurs der Provinzpolizei, Generalmajor Sinlert Sukhum, ergaben erste Ermittlungen, dass der Mann bereits mehrfach in ähnliche Vorfälle verwickelt gewesen sei.
Die Polizei überprüfte außerdem seine strafrechtliche Vorgeschichte. Zum Zeitpunkt der Meldung lagen dazu jedoch keine weiteren Informationen vor.
Apotheker verzichtet auf rechtliche Schritte
Für den Fall war ein Vermittlungsgespräch angesetzt worden. Der kuwaitische Mann erschien jedoch nicht und schickte stattdessen einen arabischen Freund als Vertreter. Dieser erklärte laut dem Apotheker, der Mann sei krank, habe psychische Probleme und bereite seine Rückkehr nach Kuwait vor.
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Der Apotheker entschied sich gegen rechtliche Schritte.Als Gründe nannte er unter anderem die geplante Ausreise und seinen Wunsch, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Er bat die Polizei jedoch, die kuwaitische Botschaft über den Vorfall und das Verhalten des Mannes zu informieren. Die Polizei sagte zu, sich mit der Botschaft abzustimmen und Informationen zu dem Fall weiterzugeben.
Warnung an Geschäfte in Touristengebieten
Der Apotheker rief Apotheken und andere Geschäfte mit spätem Betrieb zu Vorsicht im Umgang mit unbekannten Kunden auf. Das gelte besonders für Betriebe in Touristengebieten.
Die Untersuchung der sichergestellten Flaschen läuft weiter. Die Polizei hat bislang nicht bestätigt, ob und welche Substanz darin enthalten war.

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