BANGKOK, Thailand – Ein 38-jähriger Mann ist in Thailand wegen des Verdachts auf die Vermittlung minderjähriger Mädchen zur Prostitution festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei gestand er, in der Vergangenheit rund 50 Mädchen an Kunden vermittelt zu haben. Der Mann war bereits wegen der Einfuhr und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte verurteilt worden.
Polizei spricht von rund 50 vermittelten Mädchen
Die Beamten nahmen Saran, genannt „Yot“, am 5. September aufgrund eines Haftbefehls des Strafgerichts Phra Khanong fest. Ihm werden unter anderem Menschenhandel, die Vermittlung Minderjähriger zur Prostitution und die Unterstützung der Prostitution anderer Personen vorgeworfen.
Bei der Befragung räumte der 38-Jährige laut Polizei ein, etwa 50 Mädchen an Kunden vermittelt zu haben. Er habe nach eigenen Angaben gezielt junge Betroffene ausgewählt.
Kontakt über soziale Netzwerke und im Wohnviertel
Die Ermittler stießen bei der Suche nach einem Netzwerk, das unter 18-Jährige online zur Prostitution brachte, auf das Konto „Yot the Kids“. Der Betreiber warb dort mit einem Satz, in dem er erklärte, niemals aus dem Geschäft mit Prostitution zu verschwinden.
Nach den bisherigen Erkenntnissen nahm Saran über soziale Netzwerke Kontakt zu Mädchen auf. Er sprach auch Mädchen an, die in der Nähe seines Wohnorts im Bereich Soi Dan Samrong lebten, und stellte zunächst bezahlte Arbeit in Aussicht.
Profile enthielten Preise und genaue Angaben
Nach Angaben der Polizei veröffentlichte der Mann Fotos, Bewertungen und weitere Informationen in geschlossenen Gruppen. Die Mädchen mussten auf Fotos ein Schild mit der Aufschrift „Yot the Kids“ halten, das ihre Zugehörigkeit zu seinem Netzwerk zeigen sollte.
Die Beiträge enthielten Namen, Preise, Verbote und genaue Treffpunkte. Die Polizei stellte auch Hinweise sicher, wonach ausdrücklich auf ein Alter unter 18 Jahren hingewiesen wurde.
Vermittlungsgebühr zusätzlich zum Preis
Für die Vermittlung verlangte Saran laut Ermittlern eigene Gebühren. Für eine Person und eine Vermittlung sollten Kunden 500 Baht zahlen, für drei Personen 1.000 Baht.
Eine unbegrenzte Zahl von Personen und Vermittlungen kostete demnach 1.500 Baht. Die von den Mädchen verlangten Beträge lagen laut Polizei im Durchschnitt bei 3.000 bis 5.000 Baht pro Termin.
Beweise auf Konten und Mobiltelefonen
Die Ermittler sicherten Konten in sozialen Netzwerken, Fotos mit dem Erkennungszeichen, Nachrichten über die Vermittlung sowie Nachweise über Zahlungen und Bankverbindungen. Auch ein Mobiltelefon wurde beschlagnahmt.
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Unter den Betroffenen soll sich ein 17-jähriges Mädchen befunden haben, das der Beschuldigte nach Angaben der Polizei vermittelt und einem Kunden zugeführt hatte. Die gesammelten Beweise führten zum Antrag auf Erlass des Haftbefehls.
Vorstrafe wegen kinderpornografischer Inhalte
Im Januar 2022 war Saran bereits von der Polizei festgenommen worden. Damals fanden die Beamten bei einer Operation gegen ein Netzwerk zum Vertrieb kinderpornografischer Inhalte zahlreiche Dateien auf seinem Computer.
Er hatte damals eingeräumt, für die Weitergabe solcher Inhalte jeweils 500 Baht erhalten zu haben. Ein Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von zwölf Monaten, setzte deren Vollstreckung aber für zwei Jahre aus. Nun wurde der Mann an die Ermittler der zuständigen Polizeieinheit übergeben.
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Hoffentlich bekommt er lebenslänglich!