BANGKOK, THAILAND – Die Thai Meteorological Department (TMD) warnt vor Sommerstürmen in Oberthailand mit Gewittern, Sturmböen, Hagel und lokal heftigem Regen. Warnstufe und Prognosen gelten laut TMD-Ankündigung Nr. 6 bis 6. März.
Warnung der Wetterbehörde gilt bis Freitag
Die TMD erklärte am 5. März um 11 Uhr, dass die aktuelle Unwetterlage in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen bis 6. März anhalten soll.
Im Fokus stehen Gewitterzellen, die neben Starkregen auch Blitze und vereinzelt Hagel bringen können, begleitet von kräftigen, böigen Winden.
Warum es gerade jetzt kracht – Luftmassen aus China
Auslöser ist ein Hochdruckgebiet beziehungsweise eine kühle Luftmasse aus China, die den Osten des Nordostens und das Südchinesische Meer überdeckt.
Gleichzeitig transportieren südliche bis südöstliche Winde feuchte Luft vom Golf von Thailand und dem Südchinesischen Meer nach Oberthailand, während die Hitze als Verstärker wirkt.
Zusätzlicher Faktor aus Myanmar – Wettertrog über dem Norden
Parallel zur feuchten Warmluft schiebt sich ein westlicher Windtrog aus Myanmar in Richtung oberer Norden, was die Gewitterneigung weiter erhöht.
Die Behörde betonte, dass die Kombination aus anhaltend heißem Wetter und dem heranziehenden Trog die Bildung kräftiger Sommergewitter begünstigt.
Gefahrenhinweise – offenes Gelände, Bäume, Werbetafeln meiden
Die TMD riet Bewohnern und Reisenden in betroffenen Gebieten, bei Gewittern offene Flächen zu meiden und nicht unter großen Bäumen Schutz zu suchen.
Ebenso solle man Abstand halten zu Gebäuden und insbesondere zu instabilen Werbetafeln, weil Sturmböen Trümmer und umstürzende Konstruktionen auslösen können.
Landwirtschaft unter Druck – Obstbäume und Vieh besonders gefährdet
Landwirte wurden aufgefordert, Obstbäume zu sichern und Maßnahmen zu treffen, um Schäden an Ernte und Nutztieren zu begrenzen.
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Die Behörde verwies außerdem auf gesundheitliche Belastungen durch den schnellen Wetterwechsel und empfahl, die offiziellen Updates eng zu verfolgen.
Regionen im Detail – von Chiang Mai bis Ubon Ratchathani
Für den Norden wurden Gewitter in rund 30 Prozent der Fläche erwartet, unter anderem in Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Lampang, Phayao, Phrae, Nan, Uttaradit, Phichit, Phitsanulok und Phetchabun.
Im Nordosten rechnete die TMD mit Gewittern in etwa 40 Prozent der Region, darunter Loei, Nong Khai, Udon Thani, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom, Kalasin, Mukdahan, Roi Et, Yasothon, Nakhon Ratchasima, Buri Ram, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani.
Bangkok und Zentralregion – Hitze, Dunst und lokale Gewitter
In der Zentralregion wurde tagsüber heißes, diesiges Wetter gemeldet, dazu Gewitter in etwa 30 Prozent der Fläche, unter anderem in Nakhon Sawan, Sing Buri, Ang Thong, Lopburi, Saraburi und Phra Nakhon Si Ayutthaya.
Für Bangkok und die Umgebung sah die Prognose Gewitter in etwa 20 Prozent der Metropolregion vor, lokal mit kräftigen Windböen bei Tageshöchstwerten von 35 bis 37 Grad.
Staub und Dunst – schlechte Durchlüftung in Nord und Zentrum
Zusätzlich zur Gewitterlage meldete die Behörde moderate bis relativ hohe Werte von Staub und Dunst im Norden, in der Zentralregion inklusive Bangkok sowie im Osten.
Als Ursache nannte die TMD eine nur schwache bis mäßige Ventilation, wodurch sich Partikel schlechter verteilen und die Sicht zeitweise diesig bleibt.
Süden und See – mehr als zwei Meter Welle im Gewitter
Im Süden wurden nur vereinzelt Gewitter erwartet, doch auf See kann es in Gewitterzonen rasch ungemütlich werden, weil die Wellen im Golf von Thailand und in der Andamanensee dann deutlich ansteigen.
Die Behörde bezifferte den Seegang außerhalb von Gewittern meist auf etwa 1 Meter, in Gewitterbereichen jedoch auf über 2 Meter, und riet Seeleuten, Gewitterzellen weiträumig zu umfahren.



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