BANGKOK, THAILAND – Ein 23-jähriger Fahrer einer Fahrdienst-App hat am 28. Mai in Asok laut Polizei einen 52-jährigen japanischen Touristen aus dem Wagen geworfen und tätlich angegriffen; der Fahrer gestand, das Unternehmen zahlte 35.000 Baht Entschädigung, und Behörden leiten jetzt umfassende Kontrollen der App-Anbieter ein.
Angriff in Asok
Nach Angaben der Polizei warf der 23-jährige Fahrer den 52-jährigen japanischen Gast während einer Fahrt in Asok aus dem Fahrzeug und griff ihn an. Die Ermittler erheben drei Anklagepunkte: Körperverletzung, Nutzung eines nicht als öffentliches Verkehrsmittel registrierten Fahrzeugs und Fahren ohne Lizenz für öffentliche Verkehrsmittel.
Die Überstellung des Beschuldigten an das Südbangkok-Bezirksgericht (ศาลแขวงพระนครใต้) ist für den 4. Juni 2026 um 09.00 Uhr geplant. Der Fahrer stellte sich den Behörden und räumte die Tat ein.
Geständnis und Aussagen
Der Beschuldigte erschien auf der Polizeistation Thong Lo gemeinsam mit dem Fahrzeughalter, seinem Vater, und gab an, aus Jähzorn gehandelt zu haben. Der Geschädigte lehnte eine außergerichtliche Einigung ab und reichte Strafanzeige ein, berichten die Ermittler.
Polizeichef Pol. Col. Ratthanon Ekthitikulphat ist an dem Fall beteiligt und leitete die Aufnahme der Anzeige und die Einordnung der Vorwürfe. Die Behörden dokumentierten die Beweislage, unter anderem Aufnahmen, die medienwirksam gezeigt wurden.
35.000 Baht Entschädigung
Der betroffene App-Anbieter erschien auf der Polizeistation, entschuldigte sich beim Opfer und zahlte 5.000 Baht für Behandlungskosten sowie 30.000 Baht als Entschädigung — zusammen 35.000 Baht. Das Unternehmen erklärte damit seine Verantwortung gegenüber dem Geschädigten.
Das Opfer nutzte den Fahrdienst laut Bericht weiterhin, was nach Einschätzung der Beteiligten zeigt, dass die Übernahme der Verantwortung einen Teil des verlorenen Vertrauens zurückgebracht hat.
Ministerin beauftragt Nachverfolgung
Am 3. Juni 2026 um 17.00 Uhr beauftragte Supamas Issaraphakdee, Ministerin im Büro des Premierministers und Aufsichtsratsvorsitzende des Büros des Verbraucherschutzausschusses (OCPB/สคบ.), den Berater Pradermchai Boonchuay damit, den Fall vollständig zu verfolgen und abzuschließen. Die Aktion steht im Einklang mit der Politik von Premierminister Anutin Charnvirakul, die Sicherheit und das Vertrauen von Touristen zu priorisieren.
Supamas betonte die Verantwortung der Plattformen über ein bloßes Sperren von Fahrern hinaus und sagte: „คดีนี้ผู้ต้องหายอมรับผิด บริษัทเข้ามาเยียวยาแล้ว แต่ดิฉันจะไม่หยุดแค่รายนี้ เป้าหมายคือทำให้ระบบเรียกรถผ่านแอปปลอดภัยกับทุกคน ไม่ว่าคนไทยหรือนักท่องเที่ยว“ („Der Beschuldigte hat die Schuld eingestanden und das Unternehmen hat Entschädigung geleistet, aber ich werde nicht bei diesem einen Fall stehen bleiben. Das Ziel ist es, das app-basierte Fahrdienstsystem für alle sicher zu machen, egal ob Thailänder oder Touristen.“)
Vorladungen und Branchen-Treffen
Das Büro des Verbraucherschutzausschusses (OCPB) wird den betroffenen Anbieter am 5. Juni 2026 vorladen, um das System zur Fahrerauswahl, die Sanktionen und Maßnahmen gegen Wiederholungen zu erklären. Am 12. Juni 2026 sind alle 13 App-Anbieter zu einer Sitzung mit dem Ministerium für Landverkehr (กรมการขนส่งทางบก) und weiteren Behörden eingeladen.
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Bei Abstimmung mit dem Ministerium für Landverkehr zeigte sich, dass nur drei der 13 Anbieter korrekt als öffentliche Verkehrsmittel registriert sind, zehn Anbieter noch nicht registriert sind. Das Ministerium kündigte an, im Rahmen seiner Befugnisse zu handeln.
Behörden kooperieren – Beschwerden möglich
Das OCPB, das Ministerium für Landverkehr, die Königliche Thailändische Polizei und die Agentur für die Entwicklung elektronischer Transaktionen (ETDA/สพธอ.) werden integrierte Maßnahmen ergreifen und innerhalb von 30 Tagen Bericht erstatten. Verbraucher sollen bei Problemen Fahrer- und Fahrzeugdaten sowie Buchungsnachweise sichern und sich an die OCPB-Hotline 1166, die App OCPB Connect, die Website ocpb.go.th oder die landesweiten Damrongtham-Zentren wenden; ausländische Touristen können die Touristenpolizei unter 1155 rund um die Uhr kontaktieren.
Die Behörden betonen, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen die Überwachung der Branche verbessern und die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen soll. Beschwerden werden ernst genommen und sollen zügig bearbeitet werden, um das Vertrauen in die Fahrdienst-Apps zu stärken.



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