CHIANG MAI, Thailand – Die Tourismuspolizei hat einen US-Amerikaner festgenommen, der ohne Lizenz eine Gruppe europäischer Reisender durch den Wat Chedi Luang führte. Der Mann erklärte den Tempel, bezahlte Eintrittsgebühren und buchte den Transport – und berief sich auf eine angebliche Freiwilligenarbeit für eine ausländische Stiftung.
25 Touristen durch Wat Chedi Luang geschleust
Am Abend des 20. Juli beobachteten Zivilfahnder den Amerikaner, wie er rund 25 Europäer durch die historische Anlage lotste. Laut Polizei erläuterte er die Geschichte des Tempels, verwaltete die gesamte Gruppe und bezahlte an der Kasse sämtliche Eintrittsgebühren.
Kurz darauf bestellte der Mann öffentliche Sammeltaxis, die die Touristen vor der Universität Chiang Mai abgeholt hatten und später wieder abholen sollten. Den Fahrpreis von 500 Baht für Hin- und Rückfahrt beglich er in bar, bestätigte der Fahrer später den Beamten.
Freiwilliger der Stiftung? – 3.995 US-Dollar pro Nase
Bei der Vernehmung gab der Beschuldigte an, für eine nicht genannte ausländische Stiftung tätig zu sein. Er erhalte elektronische Überweisungen aus dem Ausland, um die Projektkosten zu decken, und legte einen Reiseplan mit Freiwilligen- und Abenteueraktivitäten vor.
Tatsächlich warb die Organisation mit dem Paket „Thailand 2-Week“ – Kostenpunkt: 3.995 US-Dollar, umgerechnet etwa 130.000 Baht pro Person. Dafür gab es Flug, Unterkunft, Verpflegung und Touren. Auf der Website prangte der Hinweis: „Alle Plätze belegt“.
Polizei stellt klar: Freiwilligenstatus ist kein Freifahrtschein
Die Tourismuspolizei erklärte, eine Tätigkeit als Freiwilliger befreie nicht von thailändischen Gesetzen. Wer Touristen führt, Geschichte erklärt, die Reise verwaltet und Zahlungen abwickelt, übe ein genehmigungspflichtiges Geschäft aus – und brauche eine Arbeitserlaubnis.
Beamte hatten zuvor beobachtet, dass einige illegale Anbieter nach strengeren Kontrollen in die Abendstunden ausgewichen waren. Man werde die Überwachung an Hotspots fortsetzen, hieß es aus der Ermittlungseinheit von Polizeigeneralleutnant Saksira Phueakam.
Ermittlungen gegen Stiftung weiten sich aus
Die Polizei prüft nun die in Thailand ansässige Niederlassung der Stiftung. Dabei geht es um die tatsächliche Geschäftstätigkeit, die Einhaltung von Steuergesetzen und mögliche weitere Verstöße.
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Die Polizei führt Ermittlungen zur Ausweitung des Falls durch und überprüft die Stiftung hinsichtlich Geschäftstätigkeit, Steuerrecht und anderer relevanter Gesetze.
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