BANGKOK, THAILAND – Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) zieht beim Umbau der Ampeln aufs Tempo: Statt starrer Schaltpläne sollen adaptive Verkehrssignale die Staus an den großen Kreuzungen spürbar reduzieren.
Warum Bangkok jetzt schneller umbaut
Die BMA kündigte an, die stadtweite Einführung adaptiver Ampeln zu beschleunigen, um die chronisch dichte Verkehrslage zu entschärfen.
Hintergrund ist, dass ein Großteil der Hauptknotenpunkte weiterhin nach einem System arbeitet, das den Verkehr nicht „sieht“, sondern nur Zeiten abspult.
746 große Kreuzungen, aber die meisten schalten noch starr
Von 746 wichtigen Kreuzungen in Bangkok laufen laut BMA-Vizegouverneur Wisanu Subsompon noch mehr als 80% mit einem Fixed-Time-System.
Dabei sind Grün- und Rotphasen vorab festgelegt und bleiben gleich – unabhängig davon, ob eine Richtung gerade überlastet ist oder kaum Autos kommen.
So funktioniert das adaptive System mit Kameras und Algorithmen
Das neue System nutzt CCTV-Kameras und Bildverarbeitung, um das Verkehrsaufkommen in Echtzeit zu erkennen.
Diese Daten werden an Steuerkästen übertragen, in denen neu entwickelte Algorithmen automatisch Signalzeiten berechnen und die Ampelphasen laufend anpassen.
Was an festen Schaltzeiten im Alltag scheitert
Das alte Verfahren reagiert nicht auf Stoßzeiten, Zwischenfälle oder plötzliche Schwankungen, was in Bangkok besonders bei schnellen Lastwechseln zwischen Neben- und Hauptstraßen zum Problem wird.
Die adaptive Variante analysiert dafür unter anderem Verkehrsdichte und Rückstaulänge bis zu 150 Metern vor der Kreuzung, um die Freigabezeiten je Richtung optimal zu verteilen.
Weniger „grüne Leere“ und Schutz vor Blockaden
Ein Kernproblem starrer Ampeln ist laut BMA die verlorene Grünzeit, wenn Fahrzeuge fehlen, obwohl die Ampel auf Grün steht, während sich anderswo Schlangen aufbauen.
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Zusätzlich droht Stillstand, wenn Fahrzeuge Kreuzungen zustellen, weshalb das adaptive System eine Funktion namens Gridlock Protection nutzt und Grün sofort kappt, sobald der Abfluss hinter der Kreuzung nicht mehr funktioniert.
Ausbauplan für dieses Haushaltsjahr
Für das laufende Haushaltsjahr plant die BMA, an zusätzlichen 50 Kreuzungen adaptive Steuerungen zu installieren.
Damit soll die Umrüstung der wichtigsten Knotenpunkte beschleunigt werden, während das Gros der großen Kreuzungen bisher noch im alten Modus arbeitet.



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