Drogen-Lieferdienst für Touristen: Dealer verhaftet

🚨 Drogen-Lieferdienst für Touristen aufgeflogen: Ein Brasilianer soll auf Koh Phangan Kokain, Ecstasy und Ketamin per WhatsApp-Menü verkauft haben. Ein Undercover-Kauf brachte die Polizei auf seine Spur – Bargeld und Drogen wurden sichergestellt. Wie groß ist das Netzwerk hinter dem Dealer?

Drogen-Lieferdienst für Touristen: Dealer verhaftet
Khaosod
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KOH PHANGAN, THAILAND – Immigration Police hat einen Brasilianer festgenommen, der auf der Insel laut Ermittlern ein Drogen-Liefersystem für Touristen betrieben haben soll.

Festnahme nach Hinweis auf mutmaßlichen Touristendealer

Die Ermittler in Surat Thani wurden nach eigenen Angaben durch Informationen aus dem Umfeld der Insel auf einen Ausländer aufmerksam, der als größerer Verkäufer unter Reisenden gegolten haben soll.

Der Verdächtige wurde als Pedro identifiziert, ein brasilianischer Staatsbürger, der laut Polizei besonders im Touristenmilieu aktiv gewesen sein soll.

Drogenmenü und Treffpunkte per WhatsApp

Nach Darstellung der Beamten nutzte Pedro WhatsApp, um Kunden ein „Drogenmenü“ zu schicken und gleichzeitig konkrete Übergabeorte zu nennen.

Das System diente demnach dazu, den direkten Handel zu verschleiern und Kontrollen zu umgehen, indem die Übergabe kurzfristig und an wechselnden Punkten organisiert wurde.

Kontrollkauf vor einem Convenience-Store

Die Polizei arrangierte einen kontrollierten Kauf und legte als Übergabepunkt einen belebten Bereich vor einem Convenience-Store fest.

Zum vereinbarten Zeitpunkt sei Pedro auf einem Motorrad erschienen und in dem Moment festgenommen worden, als er die Lieferung übergeben wollte.

Was die Beamten in der Umhängetasche fanden

In einer schwarzen Crossbody-Tasche stellten die Beamten laut Bericht sechs Tütchen Kokain, eine orange Ecstasy-Tablette und sechs Tütchen Ketamin sicher.

Zusätzlich meldete die Polizei drei Stücke „Jelly Ketamine“, in Folie verpackt, eine veränderte Darreichungsform, die nach Einschätzung der Ermittler das Rauschmittel tarnen und für Jugendliche attraktiver machen sollte.

Bargeld und Cannabis-Konzentrat aus dem Kühlschrank

Bei der Festnahme wurden außerdem 106.200 Baht beschlagnahmt, die laut Polizei als mutmaßliche Einnahmen aus jüngsten Verkäufen gelten.

In Pedros Zimmer fanden Beamte später Cannabis-Konzentrat (Rosin), das im Kühlschrank gelagert war, was aus Sicht der Ermittler eher auf Vorrat für den Verkauf als auf Eigenkonsum hindeutete.

Visum bis 2026 – aber Verdacht auf illegale Arbeit

Eine Datenbankabfrage ergab nach Angaben der Immigration Police, dass Pedro mit einem Touristenvisum eingereist war, das bis 2026 verlängert worden sei.

Seinen Aufenthalt habe er jedoch genutzt, um illegal zu arbeiten, so der Vorwurf, der in Thailand bei ausländischen Verdächtigen regelmäßig auch aufenthaltsrechtliche Folgen nach sich zieht.

Welche Anklagen jetzt im Raum stehen

Die Ermittler werfen Pedro vor, Drogen ohne Erlaubnis zum Verkauf besessen und verkauft zu haben, darunter Ecstasy als Narkotikum der Kategorie 1, sowie Kokain als Kategorie 2 und Ketamin als psychotrope Substanz der Kategorie 2.

Zusätzlich stehen Vorwürfe wegen illegalen Besitzes von Cannabis-Harz als Kategorie-5-Narkotikum sowie wegen illegalen Konsums von Kokain im Raum.

Ermittlungen gegen mögliche Mittäter und „Lebenslang“-Blacklist

Pedro wurde an die Ermittler der Koh Pha Ngan Police Station übergeben, die nun Geldflüsse nachverfolgen und Handydaten auswerten wollen, um Verbindungen zu weiteren Ausländern zu prüfen.

Pol Lt Gen Phanumas Boonyalak, Chef des Immigration Bureau, erklärte, der Verdächtige werde in Thailand strafrechtlich verfolgt und nach einer möglichen Haftstrafe abgeschoben und für eine erneute Einreise lebenslang gesperrt.

Breite Razzien gegen ausländische Dealer auf der Insel

Parallel meldeten Beamte eine größere Operation gegen ausländische Drogendealer auf Koh Phangan, bei der auch Verdächtige aus Italien, Frankreich und Russland festgenommen worden sein sollen.

Dabei seien nach Behördenangaben Einnahmen aus Drogengeschäften in Höhe von über 71 Millionen Baht aufgedeckt worden, ein Hinweis darauf, wie lukrativ der Markt in Hotspots mit Party- und Urlaubspublikum ist.

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Quelle: thethaiger.com

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