Erdbeben in Chiang Rai – Beben bis Chiang Mai spürbar

Am frühen Morgen bebte die Erde im Norden: Ein flaches Beben bei Mae Suai ließ in mehreren Bezirken Häuser wackeln, teils sogar außerhalb der Provinz – und wirft Fragen zur aktiven Störungszone auf…

Erdbeben in Chiang Rai - Beben bis Chiang Mai spürbar
Chiang Mai News

CHIANG RAI, THAILAND – Ein Erdbeben der Stärke 3,0 hat am 19. März am frühen Morgen den Bezirk Mae Suai erschüttert und war in mehreren Teilen von Chiang Rai deutlich zu spüren. Schäden wurden zunächst nicht gemeldet, doch die Behörden beobachten die Lage wegen der geringen Herdtiefe von 2 Kilometern besonders aufmerksam.

Beben kurz nach Sonnenaufgang

Die Erdbebenüberwachung der Thailändischen Meteorologischen Behörde (TMD) registrierte das Ereignis um 05.31 Uhr mit Epizentrum in Tambon Mae Suai, Bezirk Mae Suai, Provinz Chiang Rai.

Nach Angaben der Behörde lag der Herd in nur 2 Kilometern Tiefe, weshalb die Erschütterung trotz der moderaten Magnitude in vielen Orten intensiver wahrgenommen wurde als bei tiefer liegenden Beben.

So stark wurde die Erschütterung in Mae Suai erlebt

Aus dem Gebiet nahe dem Epizentrum berichteten Anwohner in einstöckigen Häusern, sie hätten das Beben klar gespürt.

Rund um den Marktbereich Khlong Thom Mae Suai in der Nähe einer PT-Tankstelle beschrieben Bewohner eines zweistöckigen Hauses ein deutliches Schwanken, Geräusche und eine spürbare Vibration von etwa 5 bis 7 Sekunden.

Spürbar bis in die Stadt Chiang Rai

Auch im Stadtgebiet von Mueang Chiang Rai gab es mehrere Meldungen aus unterschiedlichen Stadtteilen über wahrnehmbare Erschütterungen.

In Rop Wiang wurde innerhalb eines Gebäudes der städtischen Feuerwehr ein kurzes Beben von etwa 1 Sekunde gemeldet, während aus Pa O Don Chai in einem zweistöckigen Haus die Wahrnehmung beschrieben wurde, das Bett habe „sehr stark“ gewackelt.

Meldungen aus dem Bezirk Phan

Obwohl Phan weiter vom Epizentrum entfernt liegt, gingen auch von dort Wahrnehmungsberichte ein, unter anderem aus Wohnhäusern und Unterkünften.

Im Gebiet Sai Khao meldeten Bewohner eines Wohnheims der Rajamangala University of Technology Lanna, Chiang Rai, dass Haus und Boden rund 3 Sekunden vibriert hätten, während aus San Klang der Eindruck geschildert wurde, es habe sich angefühlt wie ein harter Stoß – „als ob jemand aus einem Bett im zweiten Stock fällt“.

Erschütterung reichte bis nach Chiang Mai

Überraschend für manche Bewohner wurde das Beben sogar außerhalb von Chiang Rai noch wahrgenommen.

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Aus San Sai Noi in der Provinz Chiang Mai berichteten einzelne Menschen von leichtem Schwindel, was darauf hindeutet, dass die Wellen in Teilen der Region noch spürbar ankamen.

Geologen verweisen auf die aktive Mae-Suai-Störung

Geologisch liegt das Epizentrum nach den vorliegenden Angaben auf der Nebenstörung „Mae Suai“, die zum System der Mae-Lao–Mae-Suai-Störungszone gehört und in Nordost-Südwest-Richtung verläuft.

Diese Struktur wurde nach dem schweren Erdbeben der Stärke 6,3 in Phan im Jahr 2014 intensiver untersucht, wobei Feldstudien die aktive Störungszone in den Folgejahren klarer abgrenzten.

Warum auch kleine Beben ernst genommen werden

Geologen beschreiben die Mae-Suai-Nebenstörung als rund 30 Kilometer lang und als linksseitige Strike-Slip-Störung, die immer wieder kleinere bis mittlere Beben auslösen kann.

In derselben Gegend war am 5. August 2017 bereits ein Beben der Stärke 3,6 registriert worden, das ebenfalls der Bewegung dieser Nebenstörung zugeschrieben wurde.

Keine Schäden gemeldet – Behörden bleiben in Alarmbereitschaft

Bis zum Vormittag lagen nach Behördenangaben keine Berichte über Schäden an Gebäuden, Wohnhäusern oder kritischer Infrastruktur vor.

Die Überwachungsstellen kündigten an, die Situation weiter eng zu verfolgen und bei möglichen Nachbeben oder neuen Erkenntnissen die Bevölkerung umgehend zu informieren.

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Quelle: chiangmainews.co.th

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