Feuer-Tragödie in Bangkok: 37 Tote nach Kabel-Pfusch

Die Polizei beschuldigt den Besitzer nach dem Brand mit 37 Toten der Fahrlässigkeit. Ursache war manipulierte Elektrik, die Staatsanwaltschaft prüft die Akte.

Feuer-Tragödie in Bangkok: 37 Tote nach Kabel-Pfusch
ThaiEnquirer

BANGKOK, THAILAND – Die Polizei hat die Ermittlungsakten zum Brand im Brauhaus „Rong Beer“ in Lat Phrao an die Staatsanwaltschaft übergeben. Bei dem Feuer in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 2026 starben 37 Menschen, 77 weitere erlitten Verbrennungen. Nach den Ermittlungen führten manipulierte Elektroleitungen und blockierte Fluchtwege zur Katastrophe.

Kurzschluss setzte schallabsorbierendes Material in Brand

Die Ermittler führen das Feuer auf einen Kurzschluss in der veränderten Elektroinstallation zurück. Die Flammen griffen nach ihrer Darstellung auf schallabsorbierendes Material über.

Im Lokal waren Fluchtwege durch zahlreiche Tische versperrt. Türen, die als Notausgänge hätten dienen können, waren zugestellt, verschlossen oder entsprachen laut Polizei nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Polizei empfiehlt Anklage gegen den Inhaber

Die Polizei hat ein Verfahren gegen Suwicha Sailabat, den 45 Jahre alten Inhaber des Brauhauses, als Privatperson und gegen das Unternehmen eingeleitet. Sie stuft den Fall unter anderem als fahrlässige Brandstiftung, fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

Hinzu kommt der Vorwurf, dass die Unterhaltungseinrichtung ohne Genehmigung betrieben wurde. Die Polizei wirft dem Betreiber vor, nicht die nötige Sorgfalt für den Betrieb eines solchen Lokals eingehalten zu haben.

211 Personen wurden vernommen

Das Ermittlungsteam befragte insgesamt 211 Personen. Dazu gehörten Vertreter des Betreibers, Verletzte, Angehörige der Verstorbenen, Sachverständige sowie Mitarbeiter der forensischen Abteilung und weitere Behördenvertreter.

Zu Beginn hatten die Beamten von mehr als 150 Zeugen gesprochen. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf mögliche Verstöße gegen das Baugesetz und auf die Verantwortung des Betreibers.

Inhaber liegt auf der Intensivstation

Suwicha Sailabat konnte bislang nicht vernommen werden. Er wird weiterhin auf der Intensivstation des Paolo Kaset Krankenhauses behandelt.

Nach Angaben der Polizei gibt es vier bis fünf Geschäftspartner. Bei ihnen sei nach der Auswertung der Beweise keine Beteiligung an der Geschäftsführung festgestellt worden.

Sieben Aktenordner bei der Staatsanwaltschaft

Die Ermittlungsakten umfassen sieben Ordner. Die Polizei hält die Beweise für weitgehend vollständig und hat sie der Staatsanwaltschaft zur Prüfung und zur Entscheidung über eine Anklage übergeben.

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ZUM ANGEBOT

Die Staatsanwaltschaft muss nun die Unterlagen bewerten. Die Empfehlung der Polizei richtet sich gegen Suwicha Sailabat und das Brauhaus als juristische Person.

Bezirksamtsdirektor für Untersuchung versetzt

Prasat Phosrimat, Direktor des Bezirksamts Chatuchak, wurde in das Büro des Sekretärs der Bangkok Metropolitan Administration versetzt. Die Maßnahme soll eine transparente Untersuchung durch die Stadtverwaltung sichern.

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Die Ermittler der Polizeistation Phahon Yothin stellten ihre Ergebnisse bei einer Sitzung mit der Polizeidivision 2 und der Ermittlungsabteilung der Metropolitan Police vor. Mit der Übergabe der sieben Aktenordner liegt der nächste Schritt nun bei der Staatsanwaltschaft.

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Quelle: Matichon
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