AMNAT CHAROEN, THAILAND – In der Provinz Amnat Charoen warteten Autofahrer und Dutzende Lkw-Fahrer in der Nacht zum 26. März auf Diesel – die Schlange vor einer Tankstelle zog sich laut Beobachtung über mehr als einen Kilometer.
Warteschlange bis in die Nacht
Gegen 22.00 Uhr am 25. März standen Fahrzeuge an der Ausfallstraße aus dem Stadtbezirk Mueang Amnat Charoen Richtung Yasothon Stoßstange an Stoßstange, um nach einer angekündigten Lieferung noch Treibstoff zu bekommen.
Einige Fahrer wussten nicht, wann sie an die Zapfsäule kommen würden, parkten aber trotzdem in der Reihe, weil vielerorts seit dem Mittag kein Diesel mehr verfügbar gewesen sei.
Strenge Limits für Laster und Kanister
Nach Angaben vor Ort durften Pkw ohne festes Limit tanken, während Lastwagen nur bis zu 3.000 Baht pro Fahrzeug bekamen.
Für das Befüllen von Tanks oder Behältern galt demnach eine Obergrenze von 1.000 Baht pro Tank und Tag, um die knappen Mengen auf möglichst viele Wartende zu verteilen.
Bauern kommen mit 30-Liter-Behältern
Auch Landwirte stellten sich an und brachten 30-Liter-Kanister auf Pick-ups mit, um Diesel für die Arbeit auf den Feldern zu sichern.
Der Engpass treffe in dieser Phase besonders die Landwirtschaft, weil Diesel für Traktoren, Pumpen und andere Maschinen benötigt werde und ohne Nachschub Arbeiten ausfielen.
8.000 Liter Quote – Verkauf rund um die Uhr
Mitarbeiter der Tankstelle erklärten, man habe für den Tag eine Diesel-Quote von insgesamt 8.000 Litern erhalten und verkaufe 24 Stunden, bis die Menge aufgebraucht sei.
Benzin könne weiterhin normal ohne Begrenzung abgegeben werden, die Engpässe beträfen ausdrücklich Diesel.
Lieferungen nur alle ein bis zwei Tage
Die Station rechne damit, dass neue Ware nur ungefähr jeden zweiten Tag oder alle zwei Tage eintreffe, weil die Anlieferung über lange Strecken aus dem Depot erfolge.
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Zudem sei die Quote reduziert worden, was die Situation zusätzlich verschärfe und die Warteschlangen immer wieder neu entstehen lasse.
Frust in mehreren Bezirken
Viele Betroffene sagten, sie seien in diesen Tagen massiv eingeschränkt und hätten eine solche Lage in der Region noch nie erlebt.
Der Mangel wirke sich demnach auf alle Bezirke aus, koste Zeit und Einkommen und zwinge manche, stundenlang – teils drei bis vier Stunden – zu warten, nur um weiter arbeiten zu können.
Deine Meinung
Wie sollten Behörden und Versorger bei Diesel-Knappheit priorisieren – zuerst Landwirtschaft, Logistik oder private Mobilität?
Welche Erfahrungen gibt es aktuell in anderen Provinzen mit Limits, Wartezeiten oder alternativen Versorgungswegen – bitte in die Kommentare schreiben.



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