Trump droht NATO-Austritt nach Iran-Krieg: „Nur Papiertiger“

Trump droht mit NATO-Austritt nach Iran-Krieg: Er nennt das Bündnis einen „Papiertiger“ – und teilt gegen Großbritannien aus. Steht die westliche Sicherheitsarchitektur vor dem Bruch?

Trump droht NATO-Austritt nach Iran-Krieg: „Nur Papiertiger“
ThaiRath

WASHINGTON, USA – US-Präsident Donald Trump deutet an, nach einem möglichen Ende des Kriegs mit dem Iran einen Austritt der USA aus der NATO zu prüfen, und bezeichnet das Bündnis als „Papiertiger“.

Interview mit britischer Zeitung sorgt für Aufsehen

Wie aus ausländischen Medienberichten vom 1. April 2026 hervorgeht, äußerte sich Donald Trump in einem Interview mit einer britischen Zeitung erneut kritisch zur NATO.

Er ließ dabei anklingen, die Mitgliedschaft der USA im Verteidigungsbündnis nach dem Ende des Kriegs mit dem Iran grundsätzlich zu überdenken.

„Mehr als nur eine Überprüfung“: Trumps NATO-Kritik

Auf die Frage der britischen Zeitung The Telegraph, ob er den NATO-Status der USA nach Kriegsende überprüfen werde, antwortete Trump sinngemäß, es gehe um „mehr als eine Überprüfung“.

Er sagte zudem, er sei „nie“ von der NATO beeindruckt gewesen, habe sie stets für einen „Papiertiger“ gehalten und behauptete, auch Russlands Präsident Wladimir Putin wisse das.

Streitpunkt Hormus: Zögerliche NATO-Partner

Als Hintergrund nennt der Bericht die Zurückhaltung von NATO-Mitgliedern, Truppen zu entsenden, um eine Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus zu öffnen.

Die Meerenge gilt als zentrale Öl-Transportroute und sei laut Bericht vom Iran als Reaktion auf Angriffe der USA und Israels geschlossen worden.

Trump fordert Verbündete zum Handeln auf

In einem weiteren Angriff auf Verbündete forderte Trump Länder, die wegen der Schließung der Straße von Hormus unter Treibstoffmangel bei Flugbenzin leiden, auf, dorthin zu gehen und die Meerenge „zu nehmen“.

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Partner müssten lernen, „selbst zu kämpfen“, und die USA würden nicht länger helfen, wenn die anderen nicht an der Seite der USA stünden.

Vorwürfe zur Bündnistreue und Afghanistan-Behauptungen

Trump stellte erneut grundsätzlich infrage, ob NATO-Partner den USA beistehen würden, wenn Washington sie brauche.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Dabei verwies der Bericht auch auf eine frühere, nicht belegte Behauptung Trumps aus dem Januar, NATO-Truppen hätten sich in Afghanistan „in die hinteren Reihen“ zurückgezogen.

Ukraine als „Test“ – aber keine neuen US-Hilfspakete

Im Interview sagte Trump, die USA würden anderen „automatisch“ helfen, und nannte dabei auch die Ukraine, die zwar „nicht unser Problem“ sei, aber ein „Test“.

Zugleich heißt es, die USA hätten zwar teils militärische Aufklärung geliefert und Europa erlaubt, US-Waffen im Namen der Ukraine zu kaufen, aber seit dem Ende der Amtszeit von Joe Biden kein neues Militär- oder Finanzhilfepaket mehr beschlossen.

Spitze gegen Großbritannien und Kritik an Energiepolitik

Trump griff im Gespräch mit The Telegraph besonders das Vereinigte Königreich an und spottete über die britische Marine, sie sei „zu alt“ und habe zudem einen nicht einsatzfähigen Flugzeugträger.

Außerdem sagte er, Premierminister Keir Starmer interessiere sich vor allem für teure Windkraftanlagen, die die Energiepreise in Großbritannien in die Höhe trieben.

Starmer kontert: NATO „effektivstes Militärbündnis“

Auf Trumps jüngste Aussagen angesprochen, bekräftigte Keir Starmer laut Bericht, die NATO sei weiterhin „das effektivste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat“.

Zudem stellte er klar, Großbritannien werde sich keinesfalls „in einen Krieg mit dem Iran hineinziehen lassen“.

Deine Meinung

Wie bewertest du Trumps erneute Drohung, die NATO-Mitgliedschaft der USA infrage zu stellen – ist das Druckmittel in Verhandlungen oder ein realer Kurswechsel?

Und wie sollten europäische Staaten reagieren, wenn Washington künftig weniger Unterstützung zusagt: mehr Eigenständigkeit, mehr Aufrüstung oder neue Sicherheitsstrukturen? Diskutiere in den Kommentaren.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thairath

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert