BANGKOK, THAILAND – Eine Mutter berichtet, dass eine Haushaltshilfe ihrem zweijährigen Kind heimlich eine Substanz in die Trinkflasche gemischt haben soll. Weil Unterlagen fehlten und die Frist zur Vorlage bei Gericht verstrich, kam die Beschuldigte nach Angaben der Familie wieder frei.
Der Vorwurf: Substanz in der Babyflasche
Auslöser ist der Fall einer Mutter („Khun Yok“), die Anzeige erstattete, nachdem sie entdeckt hatte, dass eine Haushaltshilfe heimlich etwas in die Trinkflasche ihres Babys gegeben haben soll.
Nach ihren Angaben existiert CCTV-Material, das den Vorfall vollständig aufgezeichnet haben soll; passiert sei dies am 26. Dezember 2025.
Polizeiliche Ermittlungen und frühere Auffälligkeiten
Die Mutter schreibt, bei einer Hintergrundprüfung sei herausgekommen, dass die Frau zuvor in Diebstahlsfällen in einem Krankenhaus sowie in einem Condo auffällig geworden sei.
Die Polizei habe daraufhin zwei Anklagepunkte aufgenommen und die Beschuldigte am 30. Dezember 2025 dem Gericht zur Entscheidung über eine Untersuchungshaft vorgeführt.
Update nach drei Monaten: Beschuldigte wieder auf freiem Fuß
Am 3. April 2026 veröffentlichte die Mutter auf Facebook ein Update und erklärte, die Beschuldigte sei nach drei Monaten wieder freigelassen worden.
Sie verweist dabei auch auf ihren Auftritt in der thailändischen Sendung „Hon Krasae“ und beschreibt, dass die Abläufe zunächst sehr schnell gewirkt hätten.
Warum es hakte: Fehlende Unterlagen und Fristen
Laut dem Bericht sammelte der zuständige Ermittler Beweise und leitete die Akte an die Staatsanwaltschaft weiter, die weitere Befragungen veranlasst habe.
Zusätzlich seien Unterlagen vom Ramathibodi Poison Center angefordert worden, um die Gefährlichkeit der in der Flasche nachgewiesenen Substanzen fachlich einzuordnen.
Freilassung wegen Zeitablauf: Maximal 48 Tage
Die Mutter berichtet, sie habe später erfahren, dass die Untersuchungshaft in diesem Stadium maximal 48 Tage dauern könne und die Beschuldigte freizulassen sei, wenn der Fall nicht rechtzeitig beim Gericht eingereicht werde.
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Auf Nachfrage habe die Staatsanwaltschaft erklärt, man warte noch auf Dokumente der Polizei, während die Polizei wiederum auf die Antwort des Poison Centers verwiesen habe.
Monatelanges Warten ohne Antwort
Nach Angaben der Mutter seien auch Wochen später die angeforderten Unterlagen nicht eingetroffen; die Polizei habe zweimal nachgehakt.
Sie schreibt, auch eigene Kontaktversuche per Telefon und über offizielle Line-Kanäle seien ohne Rückmeldung geblieben.
Sorge um die öffentliche Sicherheit: Wechselnde Jobs, kein fester Wohnsitz
Besonders belastend sei, dass die Beschuldigte bereits wieder als Haushaltshilfe arbeite und offenbar häufig die Stelle wechsle.
Die Mutter behauptet zudem, die Frau habe keine feste Meldeadresse, was Vorladungen erschweren könne und im Fall des Nichterscheinens weitere Schritte wie Haftbefehle verzögern könnte.
„Verzögerte Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit“
In ihrem Posting stellt die Mutter die Frage, ob angesichts der Schwere des Vorwurfs eine angemessene Strafe zu erwarten sei, und kritisiert die Verzögerungen im Verfahren.
Sie warnt, dass eine nicht zeitnahe Sanktionierung das Risiko erhöhen könne, dass sich ähnliches wiederholt, und beschreibt ihre Familie weiterhin als emotional stark belastet.
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Wie sollte das thailändische Justizsystem mit Fällen umgehen, in denen wichtige Gutachten oder Behördenunterlagen nicht rechtzeitig eintreffen und dadurch Fristen ablaufen?
Sollten Haushaltshilfen und Betreuungspersonen strenger überprüft werden, oder braucht es vor allem schnellere, verbindliche Abläufe zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Fachstellen? Diskutiere in den Kommentaren.



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