PATTAYA, THAILAND – In einem Hotel in der Soi Buakhao hat die Polizei einen 59-jährigen Australier daran gehindert, vom Balkon im dritten Stock zu springen. Die Behörden prüfen nun eine Rückführung, damit der Mann in seinem Heimatland psychologische Hilfe erhalten kann.
Alarm am Vormittag in der Soi Buakhao
Gegen 10:30 Uhr am Freitag (4. April) rückten Beamte der Pattaya City Police Station nach einem Notruf zu einem Hotel in der Soi Buakhao aus. Gemeldet worden war ein Ausländer, der versuchte, von einem Gebäude zu springen.
Polizeileutnant Oberst Wuttikorn Plodprong, stellvertretender Superintendent, koordinierte den Einsatz gemeinsam mit Streifenbeamten und der Pattaya Tourist Police. Weitere zuständige Stellen wurden zur Unterstützung an den Ort des Geschehens hinzugezogen.
Situation am Hotel: Mann außen am Balkon
Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um ein vierstöckiges Hotel handelt. Der Mann, ein 59-jähriger australischer Staatsbürger, befand sich außen am Balkon eines Zimmers im dritten Stock.
Eine Mitarbeiterin des Hotels und Polizisten versuchten, ihn zum Zurückklettern ins Zimmer zu bewegen. Nach Angaben der Einsatzkräfte wirkte er zunächst einsichtig.
Polizei verhindert Sprung in letzter Sekunde
Als der Australier jedoch die Beamten bemerkte, soll er erneut angesetzt haben, vom Balkon zu springen. In diesem Moment griffen die Polizisten ein und zogen ihn zurück in Sicherheit.
Die Rettung löste bei Anwohnern und Touristen in der Umgebung sichtliche Erleichterung aus. Verletzt wurde nach den vorliegenden Informationen niemand.
Vorgeschichte seit 8 Uhr: Wiederholtes Klettern
Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Mann seit etwa 8 Uhr morgens immer wieder außen am Balkon geklettert sein. Dabei sei er mehrfach hin- und hergeklettert, bevor es zur Alarmierung der Polizei kam.
Als mutmaßlicher Auslöser wird genannt, dass er sich über seine Partnerin, eine Transfrau, geärgert habe, die am Morgen das Zimmer verlassen habe. Er habe durch sein Verhalten Aufmerksamkeit erzwingen wollen.
Behörden planen Rückführung und Hilfe im Heimatland
Die Beamten der Pattaya City Police Station koordinierten nach dem Vorfall mit der Einwanderungsbehörde in Chonburi beziehungsweise zuständigen Stellen weitere Schritte. Ziel sei es, den Mann in sein Heimatland zurückzuführen, damit er dort angemessene Unterstützung im Bereich psychischer Gesundheit erhalten kann.
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Die Polizei erklärte, der Mann habe ein solches Verhalten bereits mehrfach gezeigt. Sein Name wurde in dem Zusammenhang nicht veröffentlicht.
Aktueller Stand: Mann in Gewahrsam
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung befand sich der Australier weiterhin in Gewahrsam. Er wartet demnach auf die Organisation der Rückreise in sein Heimatland.
Weitere Details zu möglichen rechtlichen Schritten oder einem konkreten Zeitplan für die Rückführung wurden nicht genannt. Die Ermittlungen und Abstimmungen mit den zuständigen Behörden laufen.
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