KANCHANABURI, THAILAND – Ein gemeinsames Einsatzteam hat in der Provinz Kanchanaburi einen verdächtigen Pickup mit Behördenemblem gestoppt, der einen chinesischen Staatsbürger ohne Papiere in Richtung Grenzgebiet transportierte. Der Fahrer behauptet, er habe auf Anweisung eines Vorgesetzten gehandelt; nun laufen Ermittlungen wegen Beihilfe zur illegalen Einreise und möglichem Missbrauch staatlicher Kennzeichen.
Kontrollen gegen grenzüberschreitende Kriminalität
Am 7. April 2569 (buddhistischer Kalender) meldeten die Behörden in Kanchanaburi einen Fahndungserfolg im Rahmen verschärfter Maßnahmen gegen transnationale Kriminalität und Callcenter-Banden („China-Grau“).
Im Fokus steht dabei das Grenzgebiet, das laut Behördenangaben als Transitroute genutzt wird, um über natürliche Übergänge in Richtung Myanmar zu entkommen, insbesondere im Bereich des Grenzpostens Phra Chedi Sam Ong.
Gemeinsamer Einsatz auf der Straße 323
Bereits am 6. April gegen 15.00 Uhr richteten Verwaltungsbeamte, Polizei, Immigration, Grenzpolizei und Militär einen Sicherheits-Checkpoint auf der Straße 323 ein.
Auslöser war ein Hinweis eines Informanten, wonach über diese Route chinesische Personen illegal transportiert werden sollten.
Verdächtiger Pickup mit Behördenemblem
Am Kontrollpunkt fiel ein schwarzer Toyota Vigo Pickup auf, der der Beschreibung aus dem Hinweis entsprach.
Als auffällig bewerteten die Beamten zudem, dass an beiden Türen ein Emblem einer staatlichen Behörde angebracht war, woraufhin das Fahrzeug zur Kontrolle angehalten wurde.
Chinese ohne Ausweisdokumente im Fahrzeug
Im Wagen saß als Fahrer ein 30-jähriger Mann aus dem Distrikt Thong Pha Phum; als Beifahrer wurde ein 27-jähriger Chinese namens MR. LONG TAO festgestellt.
Bei der Überprüfung konnte der Chinese keine Identitätsdokumente vorlegen und sprach nach Angaben der Beamten kein Thai, weshalb beide zur weiteren Befragung mitgenommen wurden.
Aussage des Fahrers: „Anweisung vom Vorgesetzten“
Der Fahrer gab in der ersten Vernehmung an, er habe von einem Vorgesetzten seiner Dienststelle den Auftrag erhalten, eine Gruppe chinesischer Personen an einer Tankstelle im Distriktzentrum abzuholen.
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Er habe sie zu einem Zielort bringen sollen, sei jedoch vor Erreichen des Ziels festgenommen worden.
Anklagen und weitere Ermittlungen zum Behördenkennzeichen
Gegen den Fahrer wurde Anklage erhoben, weil er einem Ausländer, der illegal eingereist sein soll, geholfen bzw. ihn verborgen und so der Festnahme entzogen haben soll; gegen den chinesischen Verdächtigen wegen unerlaubter Einreise.
Zusätzlich prüfen die Behörden die Herkunft und Rechtmäßigkeit des am Fahrzeug angebrachten Behördenemblems: Sollte ein staatliches Fahrzeug missbraucht oder ein Emblem gefälscht worden sein, kündigten die Ermittler konsequente Strafverfolgung gegen alle Beteiligten an.



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