BANGKOK, THAILAND – Flugstreichungen und Kapazitätskürzungen bei thailändischen Airlines dürften die Auslandsreisen in der Nebensaison um 15 bis 20% drücken und im Gesamtjahr ein Minus von bis zu 10% verursachen. Höhere Treibstoffkosten und eine gedämpfte Nachfrage führen dazu, dass Airlines unrentable Strecken zusammenlegen oder aus dem Flugplan nehmen.
Weniger Flüge: Prognosen für Nebensaison und Gesamtjahr
Für die Sommerflugplan-Phase, die mit der Nebensaison zusammenfällt, wird ein Rückgang der Reisen um 15 bis 20% gegenüber dem Vorjahr erwartet. Auf das Gesamtjahr gerechnet könnte das Minus laut Bericht bei bis zu 10% liegen.
Als Haupttreiber gelten reduzierte Sitzplatzkapazitäten und gestrichene Verbindungen, die das Angebot für Reisende spürbar verknappen. Gleichzeitig steigen die Kosten, was sich in höheren Ticket- und Paketpreisen niederschlägt.
Welche Airlines kürzen welche Strecken?
Thai AirAsia X hat den Service auf der Strecke Bangkok–Sapporo zurückgefahren. Thai AirAsia reduzierte zudem Flüge nach China für den Rest des Sommerflugplans.
Auch Thai Airways strich im Mai mehrere Inlands- und Auslandsverbindungen. Insgesamt trimmen mehrere Carrier ihre Flugpläne auf ausgewählten Routen.
Warum wird gestrichen? Nachfrage und Treibstoffkosten
Chotechuang Soorangura, Vizepräsident der Thai Travel Agents Association, erklärte, Airlines würden unrentable und weniger nachgefragte Strecken kürzen oder zusammenlegen. Ziel sei es, das Angebot an die aktuelle Nachfrage anzupassen.
Als zusätzlicher Faktor werden steigende Treibstoffkosten genannt, die den Kostendruck erhöhen. Das wirkt sich sowohl auf die Flugplanung als auch auf die Preisgestaltung aus.
Auswirkungen auf Reisegruppen und Umbuchungen
Reisegruppen seien von den Störungen weitgehend abgeschirmt, da der Zeitraum außerhalb der Hauptreisezeit thailändischer Urlauber liege. Bei gestrichenen Flügen können Unternehmen weiterhin Erstattungen bei den Airlines geltend machen.
Alternativ lassen sich Kunden auf ausländische Fluggesellschaften umbuchen, die von großen Städten aus mit vergleichbaren Flugzeiten operieren. Damit bleiben viele Gruppenreisen trotz Kürzungen grundsätzlich durchführbar.
Auslandsreisen nur noch für bestimmte Segmente
Chotechuang zufolge konzentriert sich Auslandsreisen zunehmend auf bestimmte Zielgruppen. „Reisen ins Ausland sind jetzt auf bestimmte Gruppen begrenzt; nur einige Unternehmen und Premium-Freizeitsektoren können sich das noch leisten“, sagte er.
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Viele Thais würden ihre Ausgaben wegen Sorgen über die Lebenshaltungskosten zurückfahren. Zudem hätten staatliche Stellen und öffentliche Organisationen Auslandsreisen im Rahmen von Budget- und Energiesparvorgaben gestrichen.
Songkran: Zusatzzahlungen wegen höherer Flugpreise
Während Songkran baten einige Reisebüros Kunden um zusätzliche Zahlungen, um höhere Flugpreise durch Treibstoffzuschläge abzudecken. Dies betraf Fälle, in denen Tickets zwar reserviert, aber noch nicht vollständig bezahlt waren.
Die Entwicklung zeigt, wie stark Preisschwankungen kurzfristig auf bestehende Buchungen durchschlagen können. Für Reisende und Veranstalter steigt damit das Risiko, dass kalkulierte Paketpreise nachträglich angepasst werden müssen.
Tourpreise steigen, Anbieter schwenken auf Inlandstouren um
Steigende Flugpreise in den kommenden Monaten treiben laut Bericht die Preise für Pauschalreisen um rund 20% nach oben. Das verstärkt den erwarteten Rückgang der Auslandsreisen in der Nebensaison.
Chotechuang, zugleich Managing Director von NS Travel and Tours, sagte, sein Unternehmen verlagere den Fokus auf Inlandspakete. Damit sollen insbesondere Firmenkunden angesprochen werden, die von Auslandsreisen auf Ziele in Thailand umsteigen.
Blick nach vorn: Winter-Nachfrage und Top-Ziele
Unter thailändischen Touristen gebe es weiterhin aufgestaute Nachfrage für Reisen im kommenden Winter, besonders nach Europa und andere Langstreckenziele. Viele hätten ihre Pläne während der Songkran-Feiertage verschoben.
Reiseagenturen erwarten, dass diese Nachfrage freigesetzt wird, sobald sich die internationale Flugkapazität normalisiert und die Treibstoffpreise stabilisieren. Als wichtigste Ziele bleiben China und Japan genannt, berichtete die Bangkok Post.



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