UBON RATCHATHANI, THAILAND – In der Provinz Ubon Ratchathani sind zwei Kleinkinder bei einem Badeunfall in einem Dorfteich ums Leben gekommen. Ein dritter Spielgefährte blieb unversehrt und alarmierten Helfer. Die Behörden schließen ein Fremdverschulden aus.
Unfall an Dorfteich in Tan Sum
Der Unfall ereignete sich an einem Rückhaltebecken in der Nähe des Dorfes Ban Hai Jong im Bezirk Tan Sum. Die Kinder waren offenbar ohne Begleitung Erwachsener dorthin gelangt. Das Becken ist an der Unglücksstelle mehr als drei Meter tief.
Ein dritter Junge, der den Unfall beobachtete, lief in die Nachbarschaft und bat um Hilfe. Dorfbewohner eilten zum Teich, konnten jedoch keine Wiederbelebung mehr einleiten.
Rettungskräfte trafen zu spät ein
Die herbeigerufenen Einsatzkräfte konnten trotz sofortigen Handelns keine Hilfe mehr leisten. Die Polizei traf nach Angaben von Zeugen erst am späten Vormittag am Unglücksort ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten Angehörige die Kinder bereits geborgen.
Beamte untersuchten den Fundort auf Hinweise für ein mögliches Einwirken Dritter. Die Untersuchung ergab keine Anzeichen für ein Fremdverschulden; es handelt sich nach aktuellem Ermittlungsstand um einen Unfall.
Kinder suchten Kühlung bei Sommerhitze
Laut Angaben von Beamten und Angehörigen suchten die Kinder bei den anhaltend hohen Temperaturen nach Abkühlung. Der Weg zwischen ihrem Zuhause und dem Becken beträgt etwa 500 Meter. Ein Verwandter erklärte, die Kinder seien zuvor schon einmal an diesem Ort gewesen.
Während der Ferienzeit und bei extremer Hitze steigt das Risiko solcher Unfälle landesweit. Behörden und Hilfsorganisationen weisen regelmäßig auf ungesicherte Wasserflächen als Gefahrenquelle hin.
Behördliche Appelle zur Kinderaufsicht
Die Ermittler mahnen alle Familien, Kleinkinder während der Ferienzeit nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Ungesicherte Gewässer in ländlichen Gebieten stellen besonders für Kinder ohne Schwimmkenntnisse eine ernsthafte Gefahr dar.
Das thailändische Ertrinken-Präventionsprogramm verzeichnet jährlich mehrere Hundert Tote durch Badeunfälle, davon ein erheblicher Teil Kinder unter zehn Jahren. Aufklärungskampagnen erreichen ländliche Gebiete nach wie vor unzureichend.
Trauer in den betroffenen Familien
Die betroffenen Familien stehen unter Schock. Die Behörden unterstützen die Angehörigen bei den Formalitäten nach dem Tod der Kinder. Beide Familien sind aus demselben Dorf.
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Der Vorfall führt in der Region zu erneuten Forderungen nach besserer Sicherung offener Wasserstellen in der Nähe von Siedlungen. Ob konkrete Maßnahmen folgen, ist noch nicht entschieden.



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