Thaksin wehrt sich gegen Fußfessel nach Haftentlassung

Der Ex-Premier pocht auf seine Freiheit ohne Überwachung! Trotz vorzeitiger Entlassung am 11. Mai tobt ein Streit um die elektronische Fessel. Beugt sich die Justiz dem kranken 70-Jährigen?

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The Nation

BANGKOK, THAILAND – Der ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra kommt vorzeitig auf freien Fuß und darf das Gefängnis verlassen. Ein Unterausschuss des Justizministeriums bewilligte die Bewährung für den über 70-jährigen Politiker. Die Entscheidung sorgt für Erleichterung bei seiner Familie, wirft aber auch neue Fragen zu den Haftbedingungen auf.

Freilassung für Mai geplant

Thaksin Shinawatra soll am 11. Mai das Klong Prem Zentralgefängnis verlassen. Sein Name steht auf einer Liste von 859 Häftlingen, die für eine Bewährung ausgewählt wurden. Dies teilte sein Anwalt Winyat Chatmontree am 30. April der Presse mit. Nach der Entlassung werden weitere Bewährungsverfahren folgen.

Ursprünglich war der Termin für seine Entlassung erst auf den 9. September festgesetzt worden. Thaksin wurde Ende letzten Jahres inhaftiert. Zuvor entschied der Oberste Gerichtshof, dass ein sechsmonatiger Krankenhausaufenthalt nicht auf seine Strafe angerechnet wird. Nun erfolgt der Schritt in die Freiheit deutlich früher als erwartet.

Streit um elektronische Fußfessel

Trotz der Freude über die Freilassung gibt es Unstimmigkeiten wegen einer technischen Auflage. Thaksin soll nach seiner Entlassung eine elektronische Überwachungsfessel tragen. Sein Anwalt erklärte, dass der Politiker diese Bedingung aufgrund seines Alters und Gesundheitszustands hinterfragt. Thaksin leidet laut Angaben seines Rechtsbeistands unter chronischen Problemen.

Der ehemalige Regierungschef betonte, dass er keine Fluchtpläne hege. Er stellte klar: „Wenn ich fliehen wollte, hätte ich mich nicht gestellt, um die Strafe zu verbüßen.“ Er sieht die Überwachung per Armband daher als unnötig an. Dennoch scheint die Behörde vorerst an der Maßnahme festzuhalten.

Familie besucht Thaksin im Gefängnis

Seine Tochter Paetongtarn Shinawatra besuchte ihren Vater am 30. April im Klong Prem Gefängnis. Sie berichtete der Bangkok Post, dass die Familie sehr glücklich über die anstehende Bewährung sei. Gleichzeitig teile sie jedoch die Bedenken ihres Vaters bezüglich der elektronischen Fessel. Sie hofft auf eine Ausnahme für den Senior.

Paetongtarn erklärte dazu: „Normalerweise benötigen ältere Häftlinge keine EM-Fußfesseln, aber da der Ausschuss entschieden hat, werden wir dem Prozess folgen.“ Für die Zeit nach der Entlassung gibt es bereits klare Pläne. Die oberste Priorität für Thaksin sei eine umfassende medizinische Untersuchung in einer Klinik.

Rückkehr in ein neues Leben

Die Freilassung markiert einen Wendepunkt für den einflussreichen Politiker und seine Angehörigen. Nach den Jahren im Ausland und der Zeit in Haft steht nun die Gesundheit im Fokus. Die politische Dimension seiner Rückkehr in die Freiheit bleibt ein zentrales Thema in der thailändischen Gesellschaft.

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Quelle: Thaiger

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