MAE HONG SON, THAILAND – Ein Erdbeben der Stärke 4.7 hat in der Nacht auf heute Nordthailand erschüttert. Das Zentrum lag in Myanmar, doch das Beben war bis in die Provinzen Mae Hong Son und Chiang Mai deutlich zu spüren. Bürger berichten von vibrierenden Betten und schaukelnden Sofas – Schäden gab es nach ersten Erkenntnissen keine.
Epizentrum in Myanmar – Beben um 3 Uhr morgens
Nach Angaben der thailändischen Erdbebenüberwachungsabteilung ereignete sich das Beben am 15. Juni um 03:07 Uhr. Das Epizentrum lag in Myanmar, die Tiefe betrug nur fünf Kilometer.
Durch diese geringe Tiefe waren die Erdstöße besonders gut an der Oberfläche wahrnehmbar. In mehreren Landkreisen der thailändischen Grenzregion schreckten Menschen kurz aus dem Schlaf.
Erschütterungen in sechs Landkreisen gemeldet
Erste Meldungen über spürbare Vibrationen kamen aus Amphoe Pai, Amphoe Pang Mapha und Amphoe Mueang in der Provinz Mae Hong Son. Auch aus Amphoe Galyani Vadhana, Amphoe Mae Rim und Amphoe Mueang in der Provinz Chiang Mai trafen Bürgerberichte ein.
Die Wahrnehmungen reichten von deutlich spürbaren Stößen bis zu einem kaum wahrnehmbaren Schaukeln. Besonders Bewohner in oberen Stockwerken mehrstöckiger Gebäude spürten die Wellen.
Vibrierende Betten und klappernde Dächer
In Tambon Ban Chan (Galyani Vadhana) berichtete ein Anwohner aus dem zweiten Stock eines Apartmenthauses von einem fünf Sekunden lang vibrierenden Bett. In einem einstöckigen Einfamilienhaus im selben Gebiet erzitterte das ganze Gebäude.
In Tambon Chong Kham (Mae Hong Son) blieb das Bett ebenfalls nicht ruhig. Hier meldete ein Bürger zusätzlich Geräusche am Dach, während in einem Apartment im dritten Stock Tische und Regale für zwei bis drei Sekunden zitterten.
Ein unsicheres Gefühl: "War es überhaupt ein Beben?"
Nicht jeder war sich sofort sicher, was ihn da geweckt hatte. In einem Apartmenthaus im vierten Stock in Tambon Suthep (Mueang Chiang Mai) war die Erschütterung extrem kurz und mild.
„Es war sehr leicht, sehr kurz, 2-3 Sekunden, sodass man nicht wusste, ob es eines war. Dass es Schwindel war, ist eher unwahrscheinlich“, zitierte die Behörde einen Einwohner. Auch in Tambon Nong Pa Khrang in Chiang Mai spürte jemand im siebten Stock ein Schaukeln auf dem Sofa und vibrierende Fensterscheiben.
Keine Schäden nach dem nächtlichen Schreck
Trotz der teils deutlichen Berichte über ruckelnde Betten und schwankende Böden gibt es keinerlei Hinweise auf Gebäudeschäden. Auch Verletzte wurden bisher nirgendwo gemeldet. Die Erdbebenüberwachungsabteilung stufte die Erschütterungen als leicht ein und rechnete nicht mit Nachbeben. Für die Bewohner an der Grenze zu Myanmar blieb es nach den kurzen Sekunden in der Nacht wieder ruhig.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: