CHACHOENGSAO, THAILAND – Ein gewaltiger Dammeinsturz am Bang Pakong Fluss hat am Sonntagnachmittag mehrere Gebäude in die Tiefe gerissen. Die Erdmassen verschlangen eine Motorradwerkstatt und ein Wohnhaus, während entsetzte Anwohner hilflos zusehen mussten.
Donnernder Lärm erschüttert das Ufer
Am 3. Mai gegen 15:10 Uhr hörten die Menschen im Dorf Nummer zwei ein Geräusch wie lauten Donner. Kurz darauf gab der Damm vor dem Tempel Wat Sai Chon Na Rangsi nach und rutschte in die Fluten.
Überwachungskameras hielten den dramatischen Moment fest, als die Erde nachgab. Das massive Bauwerk zog ein angrenzendes Wohnhaus und eine Werkstatt mit sich in den Fluss.
Existenz nach 20 Jahren vernichtet
Der 30-jährige Werkstattbesitzer Asawin stand vor den Trümmern seines Lebenswerkes. Er hatte über 20 Jahre lang gespart, um sich das Haus und den Betrieb mühsam aufzubauen.
Zum Zeitpunkt des Unglücks war er unterwegs, um Flussgarnelen auszuliefern. Als er die Nachricht von seiner Frau erhielt, eilte er sofort zurück, konnte den Anblick jedoch kaum ertragen.
Überleben im Zelt am Unfallort
Asawin schläft nun in einem Zelt in der Nähe der Einsturzstelle, um seine restlichen Habseligkeiten zu bewachen. Er gab an, in der Nacht kein Auge zuzubekommen, da er ständig das Knacken des Zements höre.
Seine wertvollsten Gegenstände hat er vorerst bei Verwandten untergebracht. Der junge Mann weiß derzeit nicht, wie er nach diesem totalen Verlust jemals wieder von vorne anfangen soll.
Behörden warnen vor weiteren Einstürzen
Bezirksleiter Praratwee Wijob und Präsident der Ban Mai Subdistrict Administrative Organization, Mr. Suthep Sathit, inspizierten die Unglücksstelle und ordneten eine sofortige Untersuchung der umliegenden Uferbereiche an. Die Erosion am Bang Pakong Fluss stellt an vielen Stellen eine ernsthafte Gefahr für die Bewohner dar.
Ein Riss im verbliebenen Zement hat sich bereits um mehr als eine Spanne verbreitert. Experten wollen die beschädigten Platten nun schnellstmöglich entfernen, um weiteren Schaden an der restlichen Struktur zu verhindern.

Glück im Unglück bei Ebbe
Anwohner berichteten, dass die Katastrophe bei Flut weitaus schlimmere Folgen hätte haben können. Bei hohem Wasserstand suchen viele Dorfbewohner unterhalb des Damms nach Garnelen für die Herstellung von Pasten.
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Wäre der Damm zu diesem Zeitpunkt eingebrochen, hätte es vermutlich Todesopfer gegeben. Die Behörden haben das betroffene Gebiet nun weiträumig abgesperrt, da der Boden weiterhin absinken könnte.
Schutz für die betroffenen Familien
Die Verwaltung des Unterbezirks Ban Mai verteilt erste Hilfspakete an die Opfer des Einsturzes. Langfristig sollen Lösungen mit dem Bewässerungsamt und der Stadtplanung erarbeitet werden, um die Ufer dauerhaft zu sichern.
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