Katzensalon als Tarnung: Polizei zerschlägt Menschenhändlerring

Minderjährige wurden sieben Jahre lang zur Prostitution gezwungen und bei Widerstand misshandelt. 20 Millionen Baht flossen durch das Sex-Imperium. Doch das wahre Ausmaß der Qualen kommt erst jetzt ans Licht.

Katzensalon als Tarnung: Polizei zerschlägt Menschenhändlerring
KhaoSod, ThaiExaminer

PATHUM THANI, THAILAND – Eine großangelegte Razzia hat ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das Minderjährige zur Prostitution zwang. Die Täter tarnten ihr illegales Geschäft sieben Jahre lang als harmlosen Katzensalon.

Polizei stürmt getarnten Katzensalon

Beamte der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels unter der Leitung von Einsatzleiter Witthaya Sriprasertphap und mit Unterstützung von Division 5, der Internationalen Schutzallianz und der Our Rescue Foundation Thailand schlugen am Samstag, den 2. Mai 2026, in Pathum Thani zu. Sie verhafteten drei Verdächtige, die ein illegales Sex‑Geschäft hinter der Fassade eines Katzensalons betrieben haben sollen.

Die Ermittler retteten bei dem Einsatz ein 16‑jähriges Mädchen aus den Fängen der Gruppe und ein weiteres Opfer, das ebenfalls dort festgehalten wurde; beide wurden unter Schutz gestellt.

Drei Verdächtige in Haft

Unter den Festgenommenen befinden sich der 33‑jährige Waykyaphat und der 32‑jährige Thawatchai, die während der Vernehmung gestanden haben, Eigentümer des Betriebs zu sein, sowie die 38‑jährige Managerin Yuwadee. Die Beschuldigten wurden an Division 5 übergeben.

Alle drei Personen müssen sich nun wegen Verschwörung zum Menschenhandel vor Gericht verantworten. Die Polizei übergab die Beschuldigten zur weiteren Vernehmung an die zuständige Fachabteilung.

Strenge Kontrolle und Ausbeutung

Insgesamt beschäftigte das Unternehmen 22 Arbeiter, von denen etwa acht noch minderjährig waren. Die Angestellten mussten täglich mehrere Kunden bedienen und erhielten ihren Lohn erst nach 30 Tagen Arbeit.

Die Ermittler dokumentierten zwanghafte Bedingungen und berichteten von verbalen Beschimpfungen sowie körperlichen Übergriffen. Das Geschäft diente laut Polizei fast ausschließlich als Deckmantel für die sexuelle Ausbeutung.

Millionengewinne durch illegale Geschäfte

Finanzermittlungen deckten auf, dass das Netzwerk über zehn verschiedene Bankkonten operierte. In den vergangenen Jahren wurden so Transaktionen von mehr als 20 Millionen Baht abgewickelt.

Bei Durchsuchungen in einem Wohnhaus und dem Geschäft stellten Beamte über 500 Kondome sicher. Zudem beschlagnahmte die Polizei zahlreiche Mobiltelefone und elektronische Geräte als Beweismittel für den Prozess.

Managerin gesteht hohe Einnahmen

Die Managerin Yuwadee gab an, fünf Jahre in der Einrichtung gearbeitet zu haben, zunächst als Masseurin und später zur Managerin befördert worden zu sein. Sie erhielt ein festes Monatsgehalt von 35 000 Baht, während die täglichen Einnahmen des Betriebs nach Abzug der Kosten zwischen 7 000 und 20 000 Baht lagen. Ein weiteres Opfer, das im Alter von 17 Jahren dort begann, erhielt ein monatliches Einkommen von 20 000 Baht und wurde ebenfalls unter Schutz gestellt.

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Quelle: Thai Examiner

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