PATONG, THAILAND – Ein ausländisches Paar sorgt in Patong Beach für massive Empörung, nachdem es die Zeche an einem Imbissstand geprellt hat. Die Touristen provozierten den thailändischen Verkäufer anschließend mit extrem respektlosen Gesten und beleidigten Augenzeugen.
Touristen prellen Zeche am Imbiss
Ein Video in den sozialen Medien zeigt ein ausländisches Paar an einem Straßenimbiss in der beliebten Touristengegend von Patong. Die beiden Touristen konsumierten dort ihre Mahlzeit, weigerten sich jedoch im Anschluss, den fälligen Betrag an den Verkäufer zu zahlen.
Als der thailändische Verkäufer das Paar mit der fehlenden Zahlung konfrontierte, eskalierte die Situation vor den Augen der Passanten. Anstatt die Rechnung zu begleichen, kehrte der männliche Tourist zum Stand zurück und belästigte den hart arbeitenden Mann massiv.
Ekelhafte Gesten gegen thailändischen Verkäufer
Der Mann machte grobe Gesten in Richtung des Verkäufers, die Augenzeugen als Schnäuzen oder Spucken von Speichel interpretierten. Die thailändischen Internetnutzer bezeichneten dieses Verhalten in den sozialen Netzwerken als extrem unhöflich und völlig inakzeptabel.
Die weibliche Begleiterin zeigte zudem den Zuschauern und der Kamera den Mittelfinger, während das Paar schließlich nonchalant vom Tatort verschwand. Dieses respektlose Auftreten löste eine Welle der Entrüstung unter den Einheimischen und anderen Urlaubern aus.
Netzgemeinde fordert harte Konsequenzen
In den thailändischen sozialen Medien verbreitete sich das Filmmaterial rasend schnell und zog eine breite Verurteilung nach sich. Viele Nutzer bezeichneten die Touristen als „นทท. กากๆ“ (trashy) und forderten, dass die beiden eine Lektion lernen müssen.
Ein weit verbreiteter Beitrag ging sogar so weit, dazu aufzufordern, das Paar im Namen der Betroffenen ein paar Mal zu ohrfeigen („slap them a couple times“). Die Frustration über den mangelnden Respekt gegenüber lokalen Kleinunternehmern sitzt bei vielen Bürgern in Phuket sichtlich tief.
Sorge um das Image Thailands
Viele Thailänder verknüpfen den Vorfall mit der aktuellen visafreien Politik des Landes und fürchten um den Ruf der thailändischen Gastfreundschaft. Sie fordern ein schnelles Eingreifen der Polizei, um solche Ausnahmen von der ansonsten friedlichen Tourismusbranche zu stoppen.
Die Behörden in Phuket haben die Identitäten oder die Nationalität der Beteiligten bisher noch nicht öffentlich bestätigt. In der Vergangenheit haben Beamte in stark frequentierten Gebieten wie Patong die Überwachung nach ähnlichen Vorfällen von Zechprellerei bereits verstärkt.
Respektvoller Umgang bleibt oberstes Gebot
Dieser Vorfall zeigt deutlich die Spannungen zwischen der notwendigen Tourismusförderung und der Wahrung von grundlegenden Verhaltensstandards in Urlaubsgebieten. Während die meisten Besucher das Land schätzen, beschädigen solche respektlosen Taten das Miteinander von Einheimischen und Gästen schwer.
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Da werden nun aber alle möglichen Stereotypen ausgegraben um Stimmung zu machen. Keiner weiß ob was das für Typen waren, ob Kurz-, Langzeittouristen oder vielleicht sogar Residenten. Aber alle glauben zu wissen die visafreie Einreisepolitik wäre schuld. Keine Frage, dieses Pärchen gehört zur Rechenschaft gezogen und nach Recht und Gesetz bestraft. Wie mir scheint, so langsam geht die Saat auf welche die Anutin-Regierung gesät hat. Aber diesbezüglich hat Thailand bekanntlich kein Alleinstellungsmerkmal.