Thailand – Spannungen im Nahen Osten treiben die Kerosinpreise hoch und setzen die Flugbranche unter Druck. Thailands Zivilluftfahrtbehörde warnt vor Folgen für Flugpläne, Ticketpreise und die Nachfrage im Reiseverkehr. Besonders betroffen ist Thailand, weil Fluggesellschaften bereits Flüge streichen und Routen umlegen müssen.
Kerosin wird zum Kostenschock
Thailands Zivilluftfahrtbehörde CAAT sagt, dass die Spannungen im Nahen Osten und die Störung der Straße von Hormus die Kerosinpreise stark nach oben getrieben haben. Für die Airlines bedeutet das: Flugpläne kürzen, Routen neu ordnen, Betrieb zurückfahren.
Die Behörde nennt mindestens 1.900 beantragte Flugstreichungen seit der Eskalation im Februar und März 2026. Die Flugpläne laufen inzwischen nur noch bei etwas über 60 Prozent der Zeit vor der Krise.
Hormus als Nadelöhr für die Energiesicherheit
CAAT verweist auf die Straße von Hormus als wichtige Route für den Transport von Rohöl. Durch die Störung werde die globale Energiestabilität untergraben, sagt die Behörde.
Die Meerenge steht für rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs. Besonders Ostasien und Südostasien sind stark von Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängig, weshalb jede Unterbrechung dort sofort Spuren hinterlässt.
Thailand spürt die Folgen im Reiseverkehr
CAAT sagt, die Lage belaste das Wirtschaftsklima und den internationalen Reiseverkehr. Das könne auch die Reisebereitschaft ausländischer Touristen drücken und damit die Nachfrage nach Flugreisen in Thailand schwächen.
Auch die Airlines Association of Thailand meldet starken Kostendruck. Fluggesellschaften hätten die Belastungen durch höhere Kerosinpreise bereits weitgehend aufgefangen, könnten nun aber kaum noch anders, als Flüge zu reduzieren.
Preisdruck trifft Passagiere direkt
Kerosin macht typischerweise 25 bis 40 Prozent der gesamten Betriebskosten einer Fluggesellschaft aus. Die International Air Transport Association hatte für 2026 eigentlich durchschnittliche Kerosinpreise von rund 88 US-Dollar pro Barrel erwartet.
Im März 2026 lag der weltweite Durchschnitt laut CAAT bei 181,57 US-Dollar pro Barrel. Wenn die Ölpreise hoch bleiben, könnten Airlines die Tarife anheben oder zusätzliche Treibstoffzuschläge verlangen.
Rückerstattungen für betroffene Reisende gefordert
TTAA fordert CAAT auf, Rückerstattungen für Touristen zu sichern, die von Flugstreichungen betroffen sind. Die Branche bleibt damit nicht nur beim Kostenproblem, sondern auch beim Passagierschutz unter Zugzwang. Gleichzeitig bleibt die Lage laut CAAT wegen geopolitischer Risiken, schwankender Angebote und Nachfrage sowie der Produktions- und Exportpolitik großer Ölproduzenten sehr unsicher.
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