Koh Samui, Thailand – Eine Singapurerin namens Janis ist am 4. Mai am internationalen Flughafen Koh Samui festgenommen worden. Der Vorwurf wiegt schwer: Sie soll in Surat Thani Strohmann-Geschäfte betrieben und dabei thailändische Staatsangehörige als Strohmänner eingesetzt haben. Im Fokus steht ein größerer Schlag der Behörden gegen ausländisch gesteuerte Firmenkonstruktionen.
Festnahme vor dem Abflug
Beamte der Abteilung für Sonderermittlungen und der Einwanderungsbehörde von Surat Thani griffen vor ihrer geplanten Abreise zu. Janis wurde am Flughafen gestoppt und anschließend in ein Büro der Sonderermittlungen gebracht.
Dort sollte sie weiter befragt werden. Die Festnahme erfolgte am Koh Samui International Airport.
Vorwurf: Firmen über Strohmänner
Janis wird vorgeworfen, Direktorin mehrerer in Surat Thani registrierter Unternehmen gewesen zu sein. Nach den Angaben der Behörden soll sie thailändische Staatsangehörige als Strohmänner genutzt haben, um diese Firmen zu gründen.
Einige dieser Unternehmen wurden als nicht registriert eingestuft und sollen damit gegen das Gesetz über ausländische Unternehmen verstoßen haben.
Haft und Geldstrafe möglich
Falls Janis verurteilt wird, drohen ihr bis zu drei Jahre Haft. Außerdem steht eine Geldstrafe zwischen 100.000 und 1 Million Baht im Raum, auch beides zusammen ist möglich.
Die Behörden gehen damit hart gegen Strukturen vor, bei denen ausländische Staatsangehörige über thailändische Mittelsmänner Firmen aufbauen lassen.
Weitere Razzien in Krabi und Phuket
Die Festnahme von Janis ist Teil eines umfassenderen Vorgehens der thailändischen Regierung. Im April wurden in Krabi eine israelische Frau und zwei thailändische Staatsangehörige festgenommen. Diese Verhaftung zielte auf über 500 illegale Unternehmen ab.
Auch in Phuket kam es in diesem Monat zu einer weiteren Festnahme eines israelischen Staatsangehörigen aus der Reisebranche. Die thailändischen Behörden wollen gegen solche Konstruktionen weiter streng durchgreifen.
Klare Warnung an ausländische Betreiber
Experten stellen fest, dass diese Fälle die zunehmende Wachsamkeit der thailändischen Behörden gegenüber illegalen Geschäftspraktiken unterstreichen. Für ausländische und thailändische Beteiligte betonen Experten die schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen.
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Thailand will mit wenigen Ausnahmen keine Investitionen welche von Ausländern kontrolliert werden. Das ist geübte Praxis und dieser Protektionismus gehört seit Jahrzehnten zu den Staatsdoktrinen und unter der Anutin-Regierung erst recht. Das mit windigen Rechtskonstrukten von irgendwelchen Winkeladvokaten zu unterlaufen ist naiv und zunehmend erfolglos. Ob man das für gut oder schlecht, richtig oder falsch hält spielt dabei überhaupt keine Rolle.