Thailand – Gesundheitsbehörden haben in Fledermäusen ein Coronavirus entdeckt, das eng mit SARS-CoV-2 verwandt ist. Menschliche Infektionen wurden bislang nicht gemeldet, das Risiko für die Bevölkerung bleibt nach Angaben des Department of Disease Control gering.
Fund in einer Höhle in Chachoengsao
Forscher stießen bei Routinekontrollen von Wildtieren in einer Höhle in Chachoengsao auf das Virus. Untersucht wurden Hufeisennasen.
Nach Angaben des DDC hilft der Fund dabei, Viren in Wildtieren besser zu verstehen und die Vorbereitung auf mögliche künftige Ausbrüche zu stärken.
DDC verweist auf schnelle Überwachung
DDC-Generaldirektor Dr. Montien Kanasawat sagte heute, der Fund zeige, dass Thailand neu auftretende Krankheiten durch seine Überwachungssysteme schnell erkennen könne. Die Entdeckung sei Teil der regelmäßigen Krankheitsüberwachung nach dem One-Health-Ansatz.
Dieser Ansatz verbindet die Überwachung und Vorbeugung zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt. Thailand arbeitet dabei mit internationalen Partnern zusammen und setzt hohe Standards bei der Laborüberwachung ein.
Keine Fälle beim Menschen
Die aktuelle Überwachung habe keine menschlichen Infektionen im Zusammenhang mit dem Virus festgestellt, hieß es weiter. Studien zeigten zudem, dass sich das Virus weniger leicht verbreitet und seltener schwere Krankheiten verursacht als Covid-19.
Auch bestehende Covid-19-Impfstoffe bleiben demnach wirksam, wenn es darum geht, schwere Verläufe zu verringern. Das Gesamtrisiko eines Ausbruchs bleibt nach Einschätzung der Behörden gering.
So sollen sich Menschen schützen
Der stellvertretende Generaldirektor Dr. Direk Khampaen rief die Öffentlichkeit auf, den Kontakt mit Wildtieren, besonders mit Fledermäusen, zu vermeiden. Ebenfalls gemieden werden sollen Tierkot und feuchte Bereiche, in denen Tiersekrete sein können.
Empfohlen werden außerdem regelmäßiges Händewaschen mit Seife oder Alkoholgel, gut gekochte Speisen sowie Schutzkleidung wie Masken oder Handschuhe für Menschen, die in Gebieten mit vielen Fledermäusen leben oder arbeiten. Wer nach Tierkontakt oder einer Reise in Risikogebiete Fieber, Husten oder Atembeschwerden bekommt, soll sofort ärztliche Hilfe suchen.
Mpox weiter im Blick
Parallel beobachtet Thailand Mpox nach der Songkran-Reisezeit genau. In diesem Jahr wurden bis zum 3. Mai 48 bestätigte Fälle gemeldet. Gesundheitsbeamte warnen, dass während der Inkubationszeit weitere Fälle auftreten könnten. Die Menschen sollen nicht in Panik geraten und die Aktualisierungen der Gesundheitsbehörden aufmerksam verfolgen.
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