Thailand – Bei einer groß angelegten Razzia hat die Polizei ein mutmaßliches grenzüberschreitendes Schmuggelnetzwerk für Elfenbein und Wildtierreste zerschlagen. In sieben Provinzen wurden Beweise im Wert von fast 10 Millionen Baht sichergestellt, neun Verdächtige festgenommen und nach Angaben der Ermittler bereits gestanden.
Razzien in sieben Provinzen
Der Zugriff lief am 7. Mai unter Führung der Natural Resources and Environmental Crime Division (NED) des Central Investigation Bureau (CIB) zusammen mit dem Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation. Durchsucht wurden 11 Orte in Samut Sakhon, Uthai Thani, Kamphaeng Phet, Chumphon, Songkhla, Chonburi und Chanthaburi.
Die Ermittler sprechen von einem internationalen Netzwerk, das mit Überresten von Wildtieren gehandelt haben soll. Neun Verdächtige wurden festgenommen und sollen die Vorwürfe eingeräumt haben.
Fast 10 Millionen Baht sichergestellt
Die Beamten beschlagnahmten 13 Kategorien von Beweismitteln im Gesamtwert von rund 9,9 Millionen Baht. Darunter waren rund 250 Kilogramm Elefantenelfenbein in Stoßzahnstücken und Fragmenten im Wert von 7,5 Millionen Baht.
Außerdem stellten die Fahnder 160 Messer mit Elfenbeingriffen im Wert von rund 2,4 Millionen Baht sicher. Dazu kamen Gebetsketten, Amulett-Halsketten, Schmuck, Schneide- und Schleifmaschinen, Waagen sowie Überreste einer Echten Karettschildkröte und Teile von Stachelrochenschwänzen.
Facebook-Gruppe brachte die Ermittler auf die Spur
Die Ermittlungen liefen mehr als sieben Monate. Nach Angaben der Beamten begann alles mit Handelsaktivitäten in einer Facebook-Gruppe, die für den großangelegten Verkauf von Elfenbeinprodukten genutzt worden sein soll.
Forensische Untersuchungen ergaben, dass das Elfenbein von afrikanischen Elefanten stammte. Die Ermittler gehen davon aus, dass es nach Thailand geschmuggelt wurde, um an Sammler sowie Geschäfte für heilige Objekte und Amulette verkauft zu werden.
Umsatz in zehn Monaten
Nach Einschätzung der Ermittler brachte das Netzwerk in nur 10 Monaten einen Umsatz von etwa 10 Millionen Baht ein. Die Behörden wollen mit dem Schlag den Kreislauf des Wildtierhandels durchbrechen.
Thailand steht als Vertragspartei des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen unter Druck, den illegalen Handel konsequenter zu stoppen.
Harte Strafen drohen
Die Verdächtigen müssen sich nun nach dem Wildlife Conservation and Protection Act B.E. 2562 verantworten. Für den unbefugten Besitz von Überresten geschützter Wildtiere drohen bis zu fünf Jahre Haft, bis zu 500.000 Baht Geldstrafe oder beides.
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Für den Handel mit Überresten geschützter Wildtiere sieht das Gesetz sogar bis zu zehn Jahre Haft und bis zu 1 Million Baht Geldstrafe vor. Beamte warnten zugleich, dass wilde afrikanische Elefanten ohne ernsthafte Durchsetzung der Gesetze innerhalb der nächsten 30 Jahre vom Aussterben bedroht sein könnten.
Ausblick und Bedeutung
Die Zerschlagung des Netzwerks zeigt die Entschlossenheit der Behörden, den illegalen Wildtierhandel zu bekämpfen und die bedrohten afrikanischen Elefanten zu schützen. Die neun Verdächtigen sehen sich schweren Anklagen gegenüber, die zu hohen Haftstrafen und Geldbußen führen können.
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