Razzia in Pattaya: Polizei sprengt illegales Casino von Chinesen

Razzia in Pattaya: Chinesische High-Roller betrieben illegales Luxus-Casino in einer Pool-Villa. Als die Polizei zuschlug, sprangen drei Verdächtige aus dem Fenster. Doch war das der einzige Fluchtversuch der Hintermänner?

Razzia in Pattaya: Polizei sprengt illegales Casino von Chinesen
SiamChon

Pattaya, Thailand – Thailändische Einwanderungs- und Lokalbehörden stürmten in der Nacht eine Pool‑Villa in Pattaya und nahmen 16 chinesische Staatsangehörige fest; in dem zweistöckigen Haus wurden ein illegal betriebenes Poker‑Casino, Bargeld und Spielgeräte sichergestellt. Die Aktion folgte auf Anweisung des nationalen Polizeichefs Kittirat Phanphet im Rahmen einer landesweiten Razzia gegen grenzüberschreitende Kriminalität, die auch Visa‑Widerrufe und Abschiebungen zur Folge haben soll.

Razzia am späten Abend

Die Durchsuchung fand gegen 23:00 Uhr in einer Villa in 243/15 Soi Khao Noi, Nong Prue, Bezirk Bang Lamung, Chon Buri statt. Beteiligt waren die Thai Immigration Police, Chon Buri Immigration, Tourist Police Pattaya, die Polizeistation Nong Prue und lokale Verwaltungsbehörden.

Beamte fanden im Obergeschoss mehrere Menschen an Pokertischen, als sie das Anwesen umstellten und durchsuchten. Insgesamt wurden 16 chinesische Staatsangehörige festgenommen, darunter 13 Männer und drei Frauen.

Fluchtversuch endet mit Sprung

Als eine Polizistin verkleidet als Essenslieferantin das Tor öffnen ließ, soll ein chinesischer Mann alarmiert haben, woraufhin mehrere Anwesende zu fliehen versuchten. Drei Männer sprangen aus einem Fenster im zweiten Stock und verletzten sich dabei.

Rettungskräfte der Sawang Boriboon Pattaya Foundation versorgten die Verletzten vor Ort und brachten sie ins Krankenhaus. Die Polizei nahm trotz des Fluchtversuchs alle Verdächtigen fest.

Casino im Obergeschoss entdeckt

Die Ermittler erklärten, das Obergeschoss der Villa sei in ein Casino umgewandelt worden, in dem Poker gespielt wurde. Die Einwanderungsbehörde Chon Buri hatte das Anwesen zuvor überwacht, nachdem Hinweise auf VIP‑Glücksspielkunden eingegangen waren.

Die Villa sei offenbar gezielt für private Spielrunden ausgestattet gewesen, weshalb die Beamten eine verdeckte Aktion planten, um Zugang zu erhalten. Die getarnte Lieferantin spielte dabei eine zentrale Rolle beim Eindringen in das Haus.

Beweismittel sichergestellt

Die Polizei beschlagnahmte Pokertische, Spielkarten, Stühle, Glücksspielchips, eine Banknotenzählmaschine sowie 93.000 Baht in bar und mehr als 20 Mobiltelefone. In der Villa fanden die Beamten außerdem vorbereitete Speisen und Getränke für die Spieler.

Alle sichergestellten Gegenstände wurden als Beweismittel katalogisiert. Die Behörden übergaben die Verdächtigen und Beweismittel an die Ermittler der Einwanderungsbehörde Chon Buri.

Teil einer größeren Kampagne

Die Razzia war Teil einer dreimonatigen Intensivaktion gegen grenzüberschreitende Kriminalität nach Anordnung von Polizeichef Kittirat Phanphet. Die Operationen laufen unter den Bezeichnungen „Röntgen, Mobilisieren und Durchsuchen“ sowie „Die Wurzeln ausgraben“.

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ZUM ANGEBOT

Die Behörden kündigten an, Verfahren wegen illegalen Glücksspiels einzuleiten und die Visa der Festgenommenen zu widerrufen, mit dem Ziel einer Abschiebung. Die Angelegenheiten wurden den zuständigen Einwanderungsbehörden zur rechtlichen Prüfung übergeben.

Stand jetzt und wie es weitergeht

Alle 16 Verdächtigen sind in Gewahrsam, Verletzte wurden medizinisch versorgt, Beweismittel wurden sichergestellt und an Chon Buri Immigration überstellt, damit straf- und aufenthaltsrechtliche Schritte eingeleitet werden. Die Polizei setzt die Razzien im Rahmen der landesweiten Kampagne fort.

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Quelle: AseanNow Thailand

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