THAILAND – Das thailändische Kabinett hat das 60-Tage-Visumfreiheitsprogramm aufgehoben und ersetzt es für die meisten Länder durch eine 30-tägige Visumbefreiung; zugleich wird das System für Visa bei der Ankunft stark reduziert. Die Regierung nennt Sicherheitsbedenken, Gegenseitigkeit und Durchsetzungsprobleme als Gründe – Reisende müssen sich auf kürzere Aufenthalte und neue Einreise-Regeln einstellen.
Änderung der Visaregeln
Die Kabinettsentscheidung beendet das 60-Tage-Visumfreiheitsprogramm, das zuletzt 93 Länder und Gebiete umfasste. Künftig qualifizieren sich 54 Länder für eine standardmäßige 30-tägige Visumbefreiung; eine separate Kategorie mit 15 Tagen bleibt für ausgewählte Staaten bestehen.
Das Kabinett fasste den Beschluss am Dienstag; Tourism and Sports Minister Surasak Phancharoenworakul bestätigte die Rückkehr zu den Einreisebestimmungen, die vor Juli 2024 galten. Die Behörden sagten, überschneidende Programme sollen eliminiert und Einwanderungskontrollen vereinfacht werden.
Betroffene Länder und Ausnahmen
Indien verliert die visumfreie Einreise und fällt wieder unter die Regeln für Visa bei der Ankunft – damit zählt Indien zu den größten Verlierern der Neuregelung. Viele europäische Staaten behalten eine 30-tägige Befreiung, darunter Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.
Australien, Japan, Malaysia und Singapur bleiben unter der 30-Tage-Regel; China sowie mehrere bilaterale Abkommen mit Ländern wie Russland, Vietnam und den südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Chile und Peru bleiben unberührt. Kambodscha und Myanmar behalten separate 14-tägige Abkommen, wobei Myanmars Regel nur bei Flugankünften gilt.
Frist für das Inkrafttreten
Die Änderungen treten nicht sofort in Kraft: Eine formelle Ankündigung soll folgen, und die neuen Regeln werden 15 Tage nach Veröffentlichung in der Royal Gazette wirksam. Ein genaues Inkrafttretensdatum nannte die Regierung bislang nicht.
Reisende, die sich bereits in Thailand aufhalten oder vor der Umsetzung ankommen, behalten ihre bisherigen Einreisebedingungen bis zum regulären Ablauf ihrer Aufenthaltsdauer.
Verfahren und Verantwortlichkeiten
Der Generaldirektor der Abteilung für konsularische Angelegenheiten, Mungkorn Pratoomkaew, erklärte, jedes Land werde künftig nur noch einer Visumskategorie zugeordnet, um Überschneidungen zu vermeiden. Das Visa Policy Committee unter dem Außenministerium soll künftige Überarbeitungen überwachen.
Außenminister Sihasak Phuangketkaeow kündigte eine breitere Prüfung des thailändischen Visumsystems an, die über reine Touristenvisa hinausgeht und mögliche Zusammenlegungen von Kategorien prüft.
Visa-on-Arrival: starke Einschränkung
Das Programm für Visa bei der Ankunft wird deutlich geschrumpft: Von zuvor 31 berechtigten Ländern bleiben nur noch vier übrig – Aserbaidschan, Belarus, Serbien und Indien. Damit fällt Indien wieder in die alte Praxis mit bezahltem Visum bei Ankunft.
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Beamte bestätigten, dass die Zahl der Länder mit 30-Tage-Befreiung reduziert wurde und dass drei Staaten aus einer zuvor genannten Liste gestrichen wurden, nannten diese Staaten aber nicht. Operative Details, insbesondere zu Indien, sind noch offen.
Offene Punkte
Wesentliche Fragen sind noch ungeklärt: Das genaue Datum des Inkrafttretens steht aus, die Identität der drei gestrichenen Länder wurde nicht genannt, und die operativen Abläufe für Indiens Rückstufung sind noch unklar. Das Visa Policy Committee soll die nächsten Schritte und weitere Anpassungen prüfen.
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Na toll, eine Freundin hat für Januar 2027 einen Aufenthalt von 35 Tagen erstmalig in Thailand schon gebucht.
Wenn das nun Probleme macht wird es ganz sicher heißen ein Mal Thailand und dann nie wieder.