EILMELDUNG: Thailand kippt 60-Tage-Visumfreiheit

Breaking News: Das Thai-Kabinett hat heute beschlossen, die 60-tägige visumfreie Einreise für 93 Länder zu beenden. Deutsche, Österreicher und Schweizer bekommen wieder nur 30 Tage. Was jetzt gilt — und welche Optionen bleiben.

EILMELDUNG: Thailand kippt 60-Tage-Visumfreiheit
KI generiertes Symbolbild.

Das Thai-Kabinett hat am 19. Mai 2026 offiziell beschlossen, die 60-tägige visumfreie Einreise für Bürger aus 93 Ländern zu beenden. Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul verkündete den Beschluss in Bangkok: Wer künftig ohne Visum einreist, bekommt in den meisten Fällen wieder nur 30 Tage. Für DACH-Bürger gilt das genauso.

Die 60-Tage-Regelung war erst im Juli 2024 eingeführt worden — als Signal an den Tourismus nach der Pandemie. Jetzt dreht die Regierung um. Was das konkret bedeutet, wann die Änderung in Kraft tritt und welche Optionen bleiben, steht hier.

Was das Kabinett am 19. Mai beschlossen hat

Der Beschluss ist eindeutig: Die 60-Tage-Visa-Exemption für 93 Länder wird abgeschafft. Alle betroffenen Länder kehren zu ihren früheren Einreisekonditionen zurück — für die meisten bedeutet das 30 Tage visumfrei. Gleichzeitig wurden Mehrfachprivilegien gestrichen, die unter dem bisherigen System möglich waren.

Minister Surasak kündigte an, alle zuständigen Behörden über den Kabinettsbeschluss zu informieren, bevor die Änderung in Kraft tritt. Einen konkreten Termin nannte er nicht. Wann genau die neue Regelung gilt, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen.

Warum die Regierung die 60-Tage-Regel kippt

Das Tourismusministerium nennt Sicherheit als ersten Hauptgrund. Laut Ministerium nutzten Ausländer die großzügige Visumfreiheit, um illegal Unternehmen zu betreiben, ohne Genehmigung zu arbeiten oder Thailand als Basis für grenzüberschreitende Kriminalität zu verwenden — darunter Call-Center-Banden, die nach Razzien in Myanmar und Kambodscha ausgewichen waren.

Zweites Argument der Regierung: Die meisten Touristen brauchen die 60 Tage schlicht nicht. Laut Ministeriumsstatistiken beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nur neun Tage. Die Halbierung auf 30 Tage trifft damit die Mehrheit der Besucher rechnerisch gar nicht.

Drittens steht hinter dem Schritt eine bewusste Neuausrichtung. Premierminister Anutin hat die Botschaft vorgegeben: Qualität statt Quantität. Weniger Ankünfte, dafür Gäste mit höherer Kaufkraft. Ob das aufgeht, ist eine andere Frage — die Wochenblitz-Einschätzung dazu fällt skeptisch aus, und die TAT hat ihre Jahresprognose bereits auf 30 bis 34 Millionen Besucher nach unten korrigiert.

Was das für DACH-Bürger konkret bedeutet

Deutsche, Österreicher und Schweizer zählen zu den 93 betroffenen Ländern. Sie erhalten nach der Änderung bei der Einreise voraussichtlich wieder 30 statt 60 Tage. Eine einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage beim Immigration Office bleibt nach aktuellem Stand weiterhin möglich — für 1.900 Baht. Damit wären maximal 60 Tage ohne Visum drin, statt bisher 90 Tage (60 + 30).

Wer regelmäßig für zwei oder drei Monate nach Thailand kommt und bisher ohne Visum auskam, steht jetzt vor einer Entscheidung. Die vollständigen Einreisevoraussetzungen — TDAC, Bargeldnachweis, Rückflugticket — bleiben unverändert gültig, wie in unserem Einreise-Ratgeber 2026 beschrieben.

Länderspezifische Prüfung: Wer bekommt wie lange

Das Visa Policy Committee des Außenministeriums wird nun jedes betroffene Land einzeln unter die Lupe nehmen. Kriterien sind Sicherheitslage und wirtschaftliche Relevanz des Herkunftslandes. Für einige Länder ist eine Reduzierung auf nur 15 Tage denkbar — für andere bleibt es bei 30 Tagen. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist eine drastische Kürzung unwahrscheinlich, aber ausgeschlossen ist sie nicht.

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Bis die neue Länderliste offiziell veröffentlicht wird, bleibt unklar, welche Konditionen exakt für wen gelten. Wann genau das Komitee seine Ergebnisse vorlegt, hat der Minister ebenfalls offengelassen. Wer für die zweite Jahreshälfte 2026 einen längeren Thailand-Aufenthalt plant, sollte das im Blick behalten.

Die Alternativen zum Visum-Exemption-Stempel

Wer länger als 30 Tage in Thailand bleiben will, braucht künftig ein Visum. Die naheliegendste Option für Kurzurlauber ist das Touristenvisum (TR): Es gewährt 60 Tage plus einmal verlängerbar um 30 Tage, muss aber vorab über thaievisa.go.th beantragt werden. Für Langzeitaufenthalte und Nomaden kommt das Destination Thailand Visa (DTV) infrage — fünf Jahre gültig, 180 Tage pro Einreise, Gebühr 10.000 Baht, Finanznachweis 500.000 Baht. Rentner ab 50 Jahren setzen ohnehin auf das Non-O Retirement-Visum, das von dieser Änderung nicht betroffen ist.

Eine detaillierte Übersicht aller Alternativen — Touristenvisum, DTV, Retirement-Visum — liefert unser Artikel zur Visumsstrategie für Langzeitgäste.

Was jetzt zu tun ist

Wer in den nächsten Wochen einreist, kann noch mit den alten 60 Tagen rechnen — das Datum des Inkrafttretens ist noch nicht bekannt. Wer ab Herbst für mehr als einen Monat kommen will, sollte jetzt ein Touristenvisum einplanen oder das DTV prüfen, sofern die Voraussetzungen passen. Das DTV muss zwingend außerhalb Thailands beantragt werden.

Der Kabinettsbeschluss ist gefallen — aber die konkreten Bedingungen stehen noch aus. Das Visa Policy Committee arbeitet an der länderspezifischen Neueinstufung. Wochenblitz berichtet, sobald die neue Liste und ein Datum für das Inkrafttreten feststehen.

Redaktionelle Hinweise

Dieser Artikel gibt den Stand vom 19. Mai 2026 wieder. Der Kabinettsbeschluss ist gefallen, das Datum des Inkrafttretens ist noch nicht bekannt. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern — bitte vor jeder Reise die aktuellen Regeln bei der zuständigen Botschaft oder auf immigration.go.th prüfen.

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44 Kommentare zu „EILMELDUNG: Thailand kippt 60-Tage-Visumfreiheit

  1. Bei der Verschuldung privater Haushalte in Thailand von 87 Prozent des BIP und der demografischen Entwicklung in Thailand sollte man zahlende Langzeittouristen lieber im Land halten als Sie zu vergraulen.Die Gründe die Visumdauer zu verkürzen sind lediglich ein populistisches Argument.Wie viele von den 34 Millionen Touristen sind denn kriminell oder psychisch auffällig?Das bewegt sich doch im 0,00……Bereich.Die meisten bringen Geld ins Land und benehmen sich.So und 30 Tage sollen jetzt die Lösung sein.Na dann viel Glück.Ich bin da skeptisch.

  2. Die Thais wollen Qualitätstouristen? Wie wäre es wenn man den Touristen auch Qualität bieten würde und nicht nur in ihre Dollar Augen sehen darf. Siehe Dualpricing usw. Die Regierung sollte mal darüber nachdenken. Solche Sachen kommen zum Vorschein wenn man zuviel in die Glaskugel schaut. Aber in 3 Monaten kommt das grosse Gejammer über den Rückgang der Touristen. Es wiederholt sich immer wieder, man sagt dem lernresistent.

    1. So isses! Thais Denn Sie wissen nicht was sie tun! Ausländer werden in thailand regelmäßig diskriminiert und benachteiligt! Sowie abgezockt!
      Mittlerweile sollte mann dreimal nachdenken überhaupt nach thailand zu reisen! Gibt auch andere schöne Länder! Good morning Vietnam

  3. Amazing Thailand denn Sie wissen nicht was sie tun! Thailand ist es nicht mehr wert! Zeitvergeudung, Geldverschwendung und zu kompliziert mittlerweile! Und der Spaßfaktor hat auch sehr stark nachgelassen!

  4. Woher kamen den die Call Center Betrüger? Mehrheitlich aus China!
    China hat aber ein eigenes Abkommen mit Thailand, weiterhin 60 Tage! Weiter so, irgendwann kommt die Rechnung!

    1. Falsch! China und Thailand verbindet ein bilaterales Abkommen welches 30 Tage visafreie Einreisen beinhaltet. Keine 60 Tage.

      1. Völlig egal: Was hindert den die „Betrüger“ auf das Destination Thailand Visa (DTV) umzuschwenken?
        Wird das dann in Zukunft auch nicht mehr angeboten?

        Kann es sein, das die Einnahmen aus den Tourismus für Thailand jetzt nicht mehr wichtig sind?
        Wäre es nicht viel schlauer die Betrüger – egal über welchen Weg die Einreise erfolgt – noch besser zu verfolgen?

  5. Ich verstehe das Geheule nicht, es ist einfach ein Zurück auf das Prozedere das bis 2024 gegolten hat.

    1. Man hat leider das Gefühl, dass jede Woche an den Regeln für Touristen geschraubt wird ohne dass es dem genannten Ziel dienlich wäre.
      Man möchte Qualitätstouristen: Warum dann die Beschränkung auf 30 Tage für Langzeiturlauber aus Europa? Die machen eher wenig Stress und lassen über die Zeil viel Geld im Land. Und während des Urlaubs zur Immi laufen, macht doch keiner, der schon den Rückflug gebucht hat.
      Man möchte illegale Aktivitäten unterbinden: Warum schaut man nicht auf die entsprechenden Länder. Wenn man die Nachrichten hier beim Wochenblitz so verfolgt, scheint es sich doch eher um Nachbarländer und wenige weitere zu handeln.

    2. Du Schlaumeier, ich bin in der Rente und will über den Winter dorthin, wie letztes Jahr. Einfach easy ohne Bürokratie, zuerst 60 Tage Thailand, dann 6 Wochen Vietnam und wieder 4 Wochen zurück. Es geht doch nur um das Abkassieren, ich will mit der Immigration nichts zu tun haben. Werde mein Verhalten anpassen und halt dann nur kürzer in Thailand bleiben, Vietnam ist ohnehin bis auf die Beaches besser und günstiger.
      Generell sollte man ein wenig über den Tellerrand rausschauen und nicht nur seine eigenen Gewohnheiten als Maß für alle erklären.

      1. Du sprichst mir aus der Seele. Ich versteh sowieso nicht, wie andere (Privatleute?) überhaupt auf den Gedanken kommen, anderen Privatpersonen vorschreiben zu wollen, was denen zu gefallen hat und was nicht. Ist es Neid, weil sie selbst nicht genauso können? Oder Bevormundung, weil sie selbst bereits einen anderen (höherwertigeren) Status erreicht haben und diesen anderen Personen einfach nicht zugestehen wollen?

      2. Gerade Rentner, die nicht an Schul- oder Arbeitszeiten gebunden sind, haben Hotels, Gaststätten und anderen Dienstleistern in der Nebensaison geholfen, wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Wer diese wirtschaftlich wertvolle Gruppe durch eine unsinnige Verkürzung der Aufenthaltsdauer abschreckt, handelt zum Schaden der lokalen Wirtschaft.

  6. Rechtssicherheit geht anders. Sollte ich im Vertrauen auf Rechtssicherheit investieren, da stehen solche Regelungen mit einer lächerlichen Halbwertszeit dagegen. Im Zweifelsfall wird die Korruption ein übriges tun.

    1. Trotz dieser Rechtsunsicherheiten investieren viele Expats in Thailand in Immobilien, die ihnen gar nicht gehören. Ziemlich gaga… 🇹🇭🏡💃🏻💶🤪

  7. Das die Reduzierung auf 30 Tage kommt ist nicht abwendbar.
    Wer schon Tickets mit Rückflug nach 60 Tagen besitzt, sollte sich zusätzlich um Tickets für einen Weiterflug nach 30 Tagen umsehen. Sobald die neuen Visabestimmungen in Kraft treten. Die Nachbarländer freuen sich bestimmt auf zusätzliche Urlauber.
    Ich persönlich werde keinen weiteren Urlaubstag auf der Einwanderungsbehörde verbringen um eine Verlängerung zu erbetteln, einmal und nie wieder.

  8. Solang kein Datum feststeht gibt es noch zig mal eine Verzögerungen…. Bis jeder Verband seinen Senf dazu gegeben hat für pro und Kontra. Siehe Einreisegebühr….

  9. Gut so wenigstens ist die Katze aus dem Sack!! Habe wenigstens nicht umsonst spanisch gelernt, also diesen Winter auf nach Kolumbien, wo es Frauen gibt wie Shakira!!! 😋😍😋

  10. Immer geht es ums Geld, auch auf 30 Tage reduzierten freie Visas, werden nicht helfen Kriminellen ihre Unwesen im Land zu treiben. Was sie verlangen sollten wäre zum Beispiel zusätzlich einen Strafregisterauszug für alle, welcher Nationalität auch immer, weil wer im eigenen Land „abgestempelt“ ist hat eben wenige Chancen dort hin zu gelangen…

Kommentare sind geschlossen.

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