Britische Beamte danken der thailändischen Polizei für Cannabis-Blacklist

Cannabis-Schmuggel vor dem Aus: Britische Behörden danken Thailand für die harte Hand gegen Drogen-Touristen. Werden nun auch alle Wiederholungstäter an der Grenze gestoppt? Der neue Datenaustausch sorgt schon jetzt für Panik.

Britische Beamte danken der thailändischen Polizei für Cannabis-Blacklist
Matichon

BANGKOK – Britische Diplomaten und Beamte des Innenministeriums haben der thailändischen Polizei offiziell für die harte Linie gegen Cannabis-Schmuggler gedankt. Im Mittelpunkt steht eine neue schwarze Liste, die Wiederholungstätern das Handwerk legt.

Lob von der Insel für hartes Durchgreifen

Polizeigeneral Kitrat Phanphet, Chef der Royal Thai Police, ließ es sich nicht nehmen, den Dank aus London persönlich entgegenzunehmen. Er beauftragte seinen Stellvertreter Niran Leumsri, die britische Delegation um David Thomas von der Botschaft und Sam Bullimore vom Home Office zu Gesprächen im Polizeihauptquartier zu empfangen.

Die britischen Vertreter zeigten sich erleichtert über die thailändische Gangart. Besonders die Aufnahme von 35 britischen Staatsbürgern auf die Sperrliste, die versucht hatten, Cannabis-Blüten ins Vereinigte Königreich zu schmuggeln, stieß auf Anerkennung.

Das Schlupfloch mit dem Bußgeld

Der entscheidende Hebel lag in der Arbeit des Ausschusses zur Beilegung von Zollvergehen. Polizeigeneral Niran deckte auf, dass Zollfälle durch simple Geldstrafen erledigt waren – ohne formelle Ermittlungen und ohne zentrale Datenspeicherung.

Die fatale Folge: Die Täterakten verschwanden in den Schubladen der Zollbehörde. Polizei und Einwanderungsbüro blieben ahnungslos, und verurteilte Schmuggler konnten unbehelligt mehr als 50 Mal nach Thailand ein- und ausreisen, um ihre Geschäfte fortzusetzen.

Daten verknüpft, 86 Namen auf der schwarzen Liste

Das hat nun ein Ende. Die thailändische Polizei hat ihre Datenbanken mit dem Zoll und der Einwanderungsbehörde zusammengeschaltet. Jeder Verstoß gegen das Zollgesetz von 2017 landet jetzt dort, wo er hingehört: in einem System, das bei der Wiedereinreise sofort Alarm schlägt.

Die harte Auslese zeigt Wirkung: 86 ausländische Staatsangehörige wurden auf die schwarze Liste gesetzt. Neben den Cannabisfällen identifizierten die Ermittler auch illegale Machenschaften mit Gold und Fremdwährungen.

135 gescheiterte Koffer voller Cannabis

Parallel zu den neuen Datenbank-Regeln haben die Beamten die Kontrollen an den Abflughäfen massiv verschärft. Zwischen Januar und Mai 2026 gingen ihnen 135 Passagiere ins Netz, die Cannabis außer Landes bringen wollten.

In 68 Fällen war das Ziel Großbritannien, und 51 Mal griffen die Beamten britische Staatsangehörige ab. Die Botschaft aus London ist angekommen: Der Schmuggelweg nach Europa soll dichtgemacht werden.

Die Cannabis-Falle ist zugeschnappt

Die Behörden zeigen sich siegessicher. Die Löcher im System seien gestopft, und die neuen Kontrollmechanismen würden vor allem die Lieferkette nach Großbritannien empfindlich stören, hieß es.

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Die verstärkten Kontrollen und die Verknüpfung der Datenbanken von Polizei, Zoll und Einwanderungsbehörde beenden die Möglichkeit für Wiederholungstäter, aufgrund fehlender Datensätze erneut einzureisen.

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Quelle: Matichon

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