Tödliche Herz-OP in Thailand: Ehefrau erhebt schwere Vorwürfe gegen Klinik

Nach der Herz-OP starb Richard nur Stunden später zu Hause. Seine Witwe erhebt nun schwere Anschuldigungen: Wurde der Niederländer Opfer medizinischer Fahrlässigkeit oder gar profitgieriger Abzocke in einem thailändischen Krankenhaus?

Tödliche Herz-OP in Thailand: Ehefrau erhebt schwere Vorwürfe gegen Klinik
Facebook: จีรนุช กิ๊ฟช๊อป

THAILAND – Ein niederländischer Staatsbürger ist in Thailand gestorben, weniger als 24 Stunden nachdem er aus einem Krankenhaus entlassen worden war. Er hatte sich dort einer Herzbehandlung unterzogen. Nun erhebt seine thailändische Ehefrau schwere Vorwürfe wegen medizinischer Fahrlässigkeit und mangelnder Aufklärung.

Gesundheitscheck endet mit der Diagnose einer gefährlichen Herzerkrankung

Richard reiste aus den Niederlanden nach Thailand, um einen routinemäßigen Gesundheitscheck durchführen zu lassen. Ein Elektrokardiogramm zeigte einen abnormalen Herzschlag, woraufhin die Ärzte einen Belastungstest auf dem Fahrrad empfahlen.

Schon während des Tests wurde Richard müde. Die Mediziner hegten den Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit und veranlassten umgehend eine Kontrastmitteluntersuchung auf der Intensivstation.

Drei verengte Gefäße und eine drängende Empfehlung

Die Untersuchung brachte Gewissheit: Drei Herzkranzgefäße waren verengt. Der Zustand sei sehr gefährlich, erklärten die Ärzte und rieten zu einem sofortigen Eingriff.

Noch im Krankenhaus wurde bei Richard eine Ballonangioplastie an zwei der drei betroffenen Arterien durchgeführt. Der gesamte Eingriff kostete rund 800.000 Baht.

„Der Eingriff lief ohne unsere Zustimmung“

Richards Ehefrau Jiranuch erfuhr erst von der Behandlung, als sie bereits abgeschlossen war. Die Ärzte hätten weder sie noch Richards Kinder vor dem Eingriff kontaktiert.

Kein Angehöriger habe die Durchführung durch eine Unterschrift bestätigt. Jiranuch sagte, sie sei zunächst erleichtert gewesen, dass die Ursache gefunden und behandelt wurde.

Nur eine Nacht im Krankenhaus, dann die Entlassung

Richard blieb nach der Ballonangioplastie eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Am nächsten Tag durfte er nach Hause zurückkehren.

Für die Behandlung des dritten, noch nicht behandelten Gefäßes nannte der Arzt laut Jiranuch eine Wartezeit von drei Tagen, bis das Kontrastmittel abgebaut sei. Auf Nachfrage zum Risiko gab der Mediziner eine Komplikationsrate von nur 0,05 Prozent an.

Weniger als 24 Stunden später ist Richard tot

Richard starb in seinem Zuhause, keine 24 Stunden nach der Entlassung. Die genaue Todesursache ist bislang nicht öffentlich spezifiziert.

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Jiranuch glaubte zunächst an ein gerechtes Verfahren. Sie schwieg in der Hoffnung, die Ärzte würden den Fall aufklären. Doch diese wiesen den Vorwurf einer Fehldiagnose laut Jiranuch zurück.

Blockiert auf allen Kanälen

Die Witwe gibt an, den behandelnden Arzt danach nie wieder getroffen zu haben. Auf sämtlichen sozialen Medien sei sie von den Medizinern blockiert worden.

Jiranuch kritisiert das thailändische Krankenhauswesen scharf. Sie spricht von einem profitorientierten Geschäft und will andere Familien nun warnen.

Familie leidet, Witwe bricht ihr Schweigen

Der plötzliche Tod von Richard hat das Leben der Familie tief erschüttert. Jiranuch beschrieb ihren Mann als Oberhaupt der Familie und spricht von schweren emotionalen Folgen.

Am 8. Juni ging sie mit dem Fall auf Facebook an die Öffentlichkeit. Rechtliche Schritte sind daraus bislang nicht bekannt.

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Quelle: Thaiger

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