THAILAND – Ein niederländischer Staatsbürger ist in Thailand gestorben, weniger als 24 Stunden nachdem er aus einem Krankenhaus entlassen worden war. Er hatte sich dort einer Herzbehandlung unterzogen. Nun erhebt seine thailändische Ehefrau schwere Vorwürfe wegen medizinischer Fahrlässigkeit und mangelnder Aufklärung.
Gesundheitscheck endet mit der Diagnose einer gefährlichen Herzerkrankung
Richard reiste aus den Niederlanden nach Thailand, um einen routinemäßigen Gesundheitscheck durchführen zu lassen. Ein Elektrokardiogramm zeigte einen abnormalen Herzschlag, woraufhin die Ärzte einen Belastungstest auf dem Fahrrad empfahlen.
Schon während des Tests wurde Richard müde. Die Mediziner hegten den Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit und veranlassten umgehend eine Kontrastmitteluntersuchung auf der Intensivstation.
Drei verengte Gefäße und eine drängende Empfehlung
Die Untersuchung brachte Gewissheit: Drei Herzkranzgefäße waren verengt. Der Zustand sei sehr gefährlich, erklärten die Ärzte und rieten zu einem sofortigen Eingriff.
Noch im Krankenhaus wurde bei Richard eine Ballonangioplastie an zwei der drei betroffenen Arterien durchgeführt. Der gesamte Eingriff kostete rund 800.000 Baht.
„Der Eingriff lief ohne unsere Zustimmung“
Richards Ehefrau Jiranuch erfuhr erst von der Behandlung, als sie bereits abgeschlossen war. Die Ärzte hätten weder sie noch Richards Kinder vor dem Eingriff kontaktiert.
Kein Angehöriger habe die Durchführung durch eine Unterschrift bestätigt. Jiranuch sagte, sie sei zunächst erleichtert gewesen, dass die Ursache gefunden und behandelt wurde.
Nur eine Nacht im Krankenhaus, dann die Entlassung
Richard blieb nach der Ballonangioplastie eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Am nächsten Tag durfte er nach Hause zurückkehren.
Für die Behandlung des dritten, noch nicht behandelten Gefäßes nannte der Arzt laut Jiranuch eine Wartezeit von drei Tagen, bis das Kontrastmittel abgebaut sei. Auf Nachfrage zum Risiko gab der Mediziner eine Komplikationsrate von nur 0,05 Prozent an.
Weniger als 24 Stunden später ist Richard tot
Richard starb in seinem Zuhause, keine 24 Stunden nach der Entlassung. Die genaue Todesursache ist bislang nicht öffentlich spezifiziert.
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Jiranuch glaubte zunächst an ein gerechtes Verfahren. Sie schwieg in der Hoffnung, die Ärzte würden den Fall aufklären. Doch diese wiesen den Vorwurf einer Fehldiagnose laut Jiranuch zurück.
Blockiert auf allen Kanälen
Die Witwe gibt an, den behandelnden Arzt danach nie wieder getroffen zu haben. Auf sämtlichen sozialen Medien sei sie von den Medizinern blockiert worden.
Jiranuch kritisiert das thailändische Krankenhauswesen scharf. Sie spricht von einem profitorientierten Geschäft und will andere Familien nun warnen.
Familie leidet, Witwe bricht ihr Schweigen
Der plötzliche Tod von Richard hat das Leben der Familie tief erschüttert. Jiranuch beschrieb ihren Mann als Oberhaupt der Familie und spricht von schweren emotionalen Folgen.
Am 8. Juni ging sie mit dem Fall auf Facebook an die Öffentlichkeit. Rechtliche Schritte sind daraus bislang nicht bekannt.

Sie schreiben nicht, in welchem Krankenhaus das war.
Welches hospital
Ihr habt Null Ahnung von Thailand!!! Also besser keinen Kommentar schreiben.Erspart mir Zeit.
Wer bist du den, dass du hier solche Aussagen von dir gibst die völlig am Thema vorbei gehen.
Wer hier lebt ,der sollte Wissen,dass man keine Namen nennt-zwecks KH.Anscheind hast du nichts kapiert,wie es hier läuft.Mehr kann ich nicht schreiben über dich,sonst wird es gelöscht .
Klaus, wer hier wie viel Ahnung hat, zeigt sich meist am Tonfall. Wenn du zur eigentlichen Frage (‚Welches Hospital?‘) nichts beizutragen hast außer schlechter Laune, schreib am besten gar nichts. Das erspart uns allen Zeit.
Typisch Schweizer.Hier nicht Leben,aber Sprüche klopfen.
Keine Namen nennen hier in TH, ansonsten werden sie der Verleumdung angeklagt. Ich wurde, obwohl mündlich und schriftlich bestätigt, an den falschen Rückenwirbeln operiert und leide seither fast 2 Jahre täglich an starken Schmerzen. Erst ein „echter“ Wirbelsäulen-Spezialist hat das bemerkt. Alle 5 anderen Ärzte vorher haben das nicht gesehen. Das sind nur [entfernt] Zuerst mal alles selber zahlen und weiter abklären. Teurer Anwalt oder was, ich bin als Farang hier ohnehin einer der 2. Klasse. Ich muss mich mal beraten lassen.
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Willkommen in Thailand.
Wenn ich diesen Bericht lese, denke ich nicht als erstes daran, dass im Krankenhaus ein Fehler gemacht wurde.
Die Behandlung liest sich völlig normal (Goldstandard); so wird in den allermeisten Ländern verfahren.
Nach einer sogenannten PCI (Ballonangioplastie/Stent) kann sich als sehr seltene Komplikation eine Thrombose im Stent entwickeln. Dann hat man einen Herzinfarkt.
Alle Patientinnen und Patienten müssen nach einem solchen Eingriff zwei blutverdünnende Medikamente einnehmen: Aspirin und üblicherweise Clopidogrel. Es gibt einen sehr kleinen Anteil von Menschen, bei denen Clopidogrel nicht wirkt. Das wäre Möglichkeit eins. Möglichkeit zwei ist, dass die Patientinnen oder Patienten die Tabletten nicht einnehmen – dann ist eine sogenannte Stentthrombose praktisch vorprogrammiert (->akuter Herzinfarkt).
Warum bei einem erwachsenen Menschen die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner oder die Kinder mit unterschreiben sollten, erschließt sich mir nicht.
Auf den ersten Blick liest sich der Fall – so dramatisch er auch ist – wie ein schicksalhafter Verlauf, der zwar passieren kann, zum Glück aber sehr selten vorkommt.