PATHUM THANI – Ein Tötungsdelikt an einer burmesischen Arbeitsvermittlerin ist aufgeklärt. Nur zwei Tage nach der Tat nahm die Polizei einen 50-Jährigen fest, der für den Tod der 43-jährigen Frau verantwortlich sein soll. Der Verdächtige gestand, das Motiv bleibt jedoch rätselhaft. Heute Vormittag will die Polizeispitze Einzelheiten bekannt geben.
Opfer half burmesischen Arbeitern
Thinnuay Mawin, von allen nur „A“ genannt, stammte aus Myanmar und war als Vermittlerin für Landsleute tätig. Die 43-Jährige wohnte in einem Haus hinter der Stiftung zur Förderung islamischer Bildung im Tambon Na Mai, Bezirk Lat Lum Kaeo.
Für die Ermittler stand schnell fest: Der Täter kam wohl aus ihrem unmittelbaren Umfeld. Das Umfeld der Arbeitsvermittlerin geriet sofort ins Visier der Beamten.
Tathergang
Am späten Abend des 6. Juni, gegen 23:40 Uhr, entdeckten Zeugen den leblosen Körper. Die Frau lag in ihrem Schlafzimmer.
Rechtsmediziner stellten später fest: Die Frau wies massive körperliche Einwirkungen auf – ein Vorfall, der selbst erfahrene Beamte erschütterte.
Überwachungskamera brachte die Fahnder auf Spur
Ermittler werteten Aufnahmen einer Überwachungskamera aus der Nähe aus. Darauf war ein verdächtiger Mann zu erkennen, den die Beamten schließlich in der benachbarten Provinz Suphan Buri ausfindig machten.
Am Abend des 8. Juni griffen Einsatzkräfte der Regionspolizei, der Provinzpolizei Pathum Thani und der örtlichen Wache gemeinsam zu. Sie nahmen den 50-jährigen Nai Leng fest und brachten ihn umgehend zur Polizeistation Lat Lum Kaeo.
Geständnis ohne Motiv
Noch in derselben Nacht legte der Festgenommene ein umfassendes Geständnis ab. Ein burmesischer Dolmetscher übersetzte bei der Vernehmung. Leng räumte ein, die Arbeitsvermittlerin getötet zu haben – doch ein Grund für die extreme Gewalt blieb vorerst im Dunkeln.
Polizeioberst Dutsadee Hiranrat, Leiter der Wache, bestätigte das Geständnis. Mit Hinweis auf die anstehende Pressekonferenz wollte er zunächst keine weiteren Angaben machen.
Polizeigeneräle kündigen Details an
Für heute, den 9. Juni, um 10:00 Uhr haben Polizeigeneralleutnant Wattana Yeejeen, Kommandeur der Polizeiregion 1, und Polizeigeneralmajor Peerapol Chotikastien, Chef der Provinzpolizei Pathum Thani, zu einer Pressekonferenz geladen.
Dort sollen die Ermittlungsergebnisse und mögliche Hintergründe der Tat öffentlich gemacht werden. Der Beschuldigte bleibt vorerst in Gewahrsam der Polizei.



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