Ein thailändischer Mann, der illegal in Südkorea arbeitete, ist nach einer durchzechten Nacht in einem Einwanderungsbüro aufgewacht – und steht nun vor der Abschiebung. Der kuriose Fall wurde öffentlich, weil eine thailändische Freundin verzweifelt in sozialen Medien um Hilfe rief, den Post nach heftigem Spott aber wieder löschte.
Betrunken im Taxi eingeschlafen
Der Mann hatte getrunken und verlor in einem Taxi das Bewusstsein. Der Fahrer konnte ihn nicht wecken und brachte ihn kurzerhand zur nächsten Polizeistation.
Dort wachte der Mann allerdings nicht auf. Stattdessen fand er sich später in einem Einwanderungsbüro in Gwangju wieder – offenbar war seine illegale Beschäftigung schnell aufgeflogen.
Verzweifelte Rettungsaktion scheitert
Eine thailändische Frau, die in Südkorea lebt, versuchte noch, eine Kaution zu stellen. Sie postete sogar Fotos des vorbereiteten Bargelds, erreichte die Polizeistation aber nicht rechtzeitig.
Ihren Schmerz teilte sie mit den Worten: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Lasst das nicht noch einmal passieren. Er war betrunken und wurde in ein Taxi gesetzt. Der Fahrer konnte ihn nicht wecken, also brachte er ihn zur Polizeistation. Später wachte er in einem Einwanderungsbüro auf. Es tut mir so leid, dass ich dir nicht rechtzeitig helfen konnte. Wir sehen uns dann in Thailand.“ Kurz darauf löschte sie den Beitrag komplett und veröffentlichte später eine weitere Nachricht, in der sie die Spötter scharf kritisierte.
Spott und Häme im Netz
Thailändische Internetnutzer reagierten gespalten. Viele fanden die Geschichte urkomisch und überschütteten den Post mit spöttischen Kommentaren.
Andere forderten klare Konsequenzen für die illegale Arbeit. Die Frau kritisierte später die Spötter scharf und nannte die Situation eine ernste Angelegenheit.
Südkorea verschärft Kontrollen gegen illegale Arbeiter
Der Fall fällt mitten in eine Zeit massiv verschärfter Kontrollen für thailändische Einreisende. Südkorea hat gerade Arbeitsbeschränkungen für Menschen aus vier Provinzen verhängt.
Betroffen sind Udon Thani, Khon Kaen, Chaiyaphum und Maha Sarakham. In Landwirtschaft und Fischerei wird nun genau hingesehen, weil viele Arbeiter ihre Arbeitgeber wegen höherer Löhne im Stich gelassen haben sollen.
Thailands Premierminister appelliert an Vernunft
Anutin Charnvirakul, thailändischer Premierminister, erklärte, solche Probleme entstünden durch individuelles Fehlverhalten. Er forderte thailändische Arbeiter im Ausland auf, lokale Gesetze strikt einzuhalten.
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Nur so ließen sich weitere Einschränkungen verhindern. Dem Mann im Einwanderungsbüro helfen diese Worte jetzt allerdings wenig – ihm droht die baldige Abschiebung.



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