Betrunken im Taxi: Thailändischer Schwarzarbeiter droht Abschiebung

Nach einer Suff-Fahrt im Taxi wacht ein illegaler Arbeiter in Südkorea direkt in der Ausländerbehörde auf. Während das Netz spottet, droht nun die sofortige Ausweisung. Kann seine Freundin das Drama noch stoppen?

Betrunken im Taxi: Thailändischer Schwarzarbeiter droht Abschiebung
Facebook account of the illegal Thai worker's friend

Ein thailändischer Mann, der illegal in Südkorea arbeitete, ist nach einer durchzechten Nacht in einem Einwanderungsbüro aufgewacht – und steht nun vor der Abschiebung. Der kuriose Fall wurde öffentlich, weil eine thailändische Freundin verzweifelt in sozialen Medien um Hilfe rief, den Post nach heftigem Spott aber wieder löschte.

Betrunken im Taxi eingeschlafen

Der Mann hatte getrunken und verlor in einem Taxi das Bewusstsein. Der Fahrer konnte ihn nicht wecken und brachte ihn kurzerhand zur nächsten Polizeistation.

Dort wachte der Mann allerdings nicht auf. Stattdessen fand er sich später in einem Einwanderungsbüro in Gwangju wieder – offenbar war seine illegale Beschäftigung schnell aufgeflogen.

Verzweifelte Rettungsaktion scheitert

Eine thailändische Frau, die in Südkorea lebt, versuchte noch, eine Kaution zu stellen. Sie postete sogar Fotos des vorbereiteten Bargelds, erreichte die Polizeistation aber nicht rechtzeitig.

Ihren Schmerz teilte sie mit den Worten: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Lasst das nicht noch einmal passieren. Er war betrunken und wurde in ein Taxi gesetzt. Der Fahrer konnte ihn nicht wecken, also brachte er ihn zur Polizeistation. Später wachte er in einem Einwanderungsbüro auf. Es tut mir so leid, dass ich dir nicht rechtzeitig helfen konnte. Wir sehen uns dann in Thailand.“ Kurz darauf löschte sie den Beitrag komplett und veröffentlichte später eine weitere Nachricht, in der sie die Spötter scharf kritisierte.

Spott und Häme im Netz

Thailändische Internetnutzer reagierten gespalten. Viele fanden die Geschichte urkomisch und überschütteten den Post mit spöttischen Kommentaren.

Andere forderten klare Konsequenzen für die illegale Arbeit. Die Frau kritisierte später die Spötter scharf und nannte die Situation eine ernste Angelegenheit.

Südkorea verschärft Kontrollen gegen illegale Arbeiter

Der Fall fällt mitten in eine Zeit massiv verschärfter Kontrollen für thailändische Einreisende. Südkorea hat gerade Arbeitsbeschränkungen für Menschen aus vier Provinzen verhängt.

Betroffen sind Udon Thani, Khon Kaen, Chaiyaphum und Maha Sarakham. In Landwirtschaft und Fischerei wird nun genau hingesehen, weil viele Arbeiter ihre Arbeitgeber wegen höherer Löhne im Stich gelassen haben sollen.

Thailands Premierminister appelliert an Vernunft

Anutin Charnvirakul, thailändischer Premierminister, erklärte, solche Probleme entstünden durch individuelles Fehlverhalten. Er forderte thailändische Arbeiter im Ausland auf, lokale Gesetze strikt einzuhalten.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Nur so ließen sich weitere Einschränkungen verhindern. Dem Mann im Einwanderungsbüro helfen diese Worte jetzt allerdings wenig – ihm droht die baldige Abschiebung.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thaiger

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.