PATHUM THANI – Die Grenzschutzpolizei hat einen 40-jährigen Drogenkurier nach einer Verfolgungsjagd gestoppt. Im Wagen fanden die Beamten 500 Kilogramm Crystal Meth. Der Mann gestand, für einen laotischen Boss bereits mehrfach erfolgreich Eis ins Land geschmuggelt zu haben.
Verfolgungsjagd endet mit Crash und Handschellen
Die Fahnder der Grenzschutzpolizei Region 2 hatten den weißen Chevrolet Captiva mit Bangkok-Kennzeichen schon länger im Visier. Am 8. Juni, um 4 Uhr morgens, wurde das Auto auf einer Nebenstraße im Bezirk Tha Khantho in der Provinz Kalasin gesichtet.
Als der Fahrer die Beamten bemerkte, gab er Gas und versuchte zu fliehen. Die Polizei setzte einen sogenannten Stop Stick ein. Das Fahrzeug geriet daraufhin auf der Strecke Tha Khantho-Nong Kung Si von der Straße ab und kam zum Stehen.
Zehn Säcke voller tödlicher Fracht
Am Steuer nahmen die Beamten den 40-jährigen Herrn Awut aus der Provinz Songkhla fest. Im Wageninneren stapelten sich mehrere schwarze Säcke. Bei der Überprüfung kam die ganze Ladung ans Licht: 500 quadratische Pakete, prall gefüllt mit insgesamt einer halben Tonne Methamphetamin.
Das Rauschgift war in zehn Säcken verpackt und für den Markt im Bezirk Khlong Luang in der Provinz Pathum Thani bestimmt. Die Route führte geschickt über die Provinzen Bueng Kan, Nong Khai und Udon Thani, um die Kontrollen zu umgehen.
50.000 Baht pro Sack für den Transport
In der Vernehmung packte Awut aus. Er gab an, direkt für einen laotischen Auftraggeber zu arbeiten, der ihn über die App Line unter dem Namen „CK“ kontaktierte. Pro Sack kassierte er 50.000 Baht.
Den Job vermittelte ein thailändischer Bekannter, der wegen eigener Strafverfahren nach Laos geflohen war. Awut selbst war arbeitslos und griff zu. Er gestand, bereits drei erfolgreiche Transporte für den Boss durchgeführt zu haben.
Das Auto: Eine billige Pfandleiche für 90.000 Baht
Für den letzten Coup ließ der Boss ein verfallenes Pfandfahrzeug kaufen. Der Chevrolet Captiva kostete das Netzwerk gerade einmal 90.000 Baht. Das mit Drogen beladene Auto wurde in der Nähe des neuen Regierungszentrums von Bueng Kan abgestellt.
Awut holte es dort ab und lenkte es über die Nebenstraßen Richtung Ziel. Die Bezahlung lief altmodisch, aber sicher: Keine Überweisung, sondern Bargeld von Händlern direkt an der thailändisch-laotischen Grenze.
Polizei kennt den Vermittler bereits
Polizeigeneralmajor Wuttipong Yenjit, Kommandeur der Grenzschutzpolizei, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die meisten Festgenommenen sich als einfache Kuriere darstellten. Viele seien vorbestraft und stiegen nach der Haft wieder ins Geschäft ein.
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Die Beamten sind jedoch schon weiter. Sie kennen nach eigenen Angaben die Identität und den Aufenthaltsort des thailändischen Koordinators, der zwischen dem laotischen Boss und den Kurieren vermittelt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Anklage und keine Chance auf Kaution
Der 40-jährige Awut wurde der Polizeistation Tha Khantho übergeben. Ihm droht eine lange Haftstrafe wegen Handels mit Betäubungsmitteln der Kategorie 1 in gewerbsmäßigem Umfang.
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