Nakhon Si Thammarat – Auf seiner 48. Sitzung in Busan hat das Welterbekomitee einstimmig Wat Phra Mahathat Woramahawihan in Nakhon Si Thammarat zur neuen Weltkulturerbestätte erklärt. Es ist die neunte Welterbestätte Thailands – und die erste im Süden des Landes.
Erste Weltkulturerbestätte im Süden
Suchart Chomklin, Leiter der thailändischen Delegation, betonte die historische Dimension: „Diese neue Welterbestätte ist die 9. Welterbestätte Thailands und, was wichtig ist, die erste kulturelle Welterbestätte, die sich im Süden Thailands befindet.“
Der Tempel glänzte im Prüfverfahren als architektonisches Meisterwerk, das den jahrhundertealten kulturellen Austausch in Südostasien sichtbar macht. Gekrönt wird sein Status durch die lebendige Tradition der Tuchprozession zum Stupa.
Jahrzehntelanges Ringen zahlt sich aus
„Wir haben uns seit mehr als zehn Jahren intensiv eingesetzt“, so Suchart. Die Nominierung sei eine gemeinsame Kraftanstrengung vieler Behörden und der örtlichen Gemeinden gewesen.
Zur entscheidenden Sitzung in Busan reiste eine hochrangige Delegation an – darunter Kulturministerin Sabida Thaiseth und Vertreter des Fine Arts Department, des Außenministeriums und der Provinz Nakhon Si Thammarat.
Buddhistisches Zentrum mit Ausstrahlung
Den Ausschlag gab der außergewöhnliche universelle Wert des Tempels. Schon im 8. Jahrhundert war er ein regionales Zentrum des Buddhismus – ein Erbe, das bis heute lebendig ist.
Die alljährliche „Hae Pha Khuen That“-Prozession, bei der Gläubige ein Tuch zum Stupa tragen, unterstrich für das Komitee den Charakter als lebendiges Kulturerbe.
Einnahmen und Tourismus im Blick
Für die thailändische Regierung war die Kandidatur auch ein Wirtschaftsfaktor. Suchart erklärte, der neue Status werde Einkommen schaffen, den Inlandstourismus ankurbeln und Geld in die Gemeinden bringen.
Gouverneur Somchai Leelanon sieht die Eintragung als kraftvollen Motor für die langfristige Entwicklung der gesamten Provinz – und als internationales Gütesiegel.
Ordination, Archiv und siegreicher Gong
In Nakhon Si Thammarat steigen bereits die Feierlichkeiten. Chatchai Shukakarn vom Kulturrat organisierte drei Akzente: eine buddhistische Ordinationszeremonie mit neun Teilnehmern, die Dokumentation der Sitzung für das historische Archiv und eine Gong-Zeremonie im Tempel.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Unter den Ordinanden ist der frühere Gouverneur Phanu Uthairat, der 2009 die Arbeitsgruppe zur Bewerbung ins Leben rief. Die Feiern verbinden Dankbarkeit mit einem königlichen Verdienst zum Geburtstag des Königs.
Strategieplan für die Zukunft
Das Kulturministerium will jetzt einen langfristigen Managementplan aufsetzen. Schutz der antiken Substanz und sanfter Kulturtourismus sollen Hand in Hand gehen.
Suchart betonte, das Vorhaben stehe im Einklang mit dem Geist des UNESCO-Übereinkommens und werde die lokale Entwicklung nachhaltig stärken.
Stolz und nächste Verpflichtungen
Für Suchart ist die Entscheidung ein Erfolg der Regierung und ein Meilenstein für die Bewahrung des kulturellen Erbes. Gouverneur Somchai sprach von einem Stolz, den das ganze Land teile.
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: