Patong, Phuket – Die jüdische Gemeinde Chabad Patong will das Neujahrsfest Rosch ha-Schana am 11. September 2026 trotz des Widerstands lokaler Aktivisten veranstalten. Nach Gesprächen mit den Provinzbehörden wird das Fest jedoch kürzer und in kleinerem Umfang stattfinden. Gleichzeitig plant die Gruppe Protect Phuket Land einen Protest direkt vor dem Veranstaltungsort.
Chabad Patong hält am Fest fest
Die Gemeinde bestätigte ihre Pläne für die Feier des jüdischen Neujahrs Rosch ha-Schana. Die Organisatoren einigten sich nach angespannten Gesprächen mit den Provinzbehörden darauf, Umfang und Dauer der Veranstaltung zu verringern.
Die Behörden hatten die Organisatoren aufgefordert, das Fest wegen Bedenken zur öffentlichen Sicherheit, zur Gemeinschaft und zum Tourismus erneut zu prüfen.Protect Phuket Land hatte die Provinzbehörden formell aufgefordert, das bevorstehende Fest erneut zu prüfen. Die Feier soll trotzdem am 11. September stattfinden.
Protest soll direkt am Veranstaltungsort vorbeiziehen
Protect Phuket Land will an der ursprünglich angekündigten Route festhalten. Der Marsch soll im Dolphin Park in Patong beginnen und direkt am Chabad Patong vorbeiführen.
Am Veranstaltungsort plant die nationalistische Gruppe außerdem eine etwa einstündige Versammlung im „Hyde-Park“-Stil. Die Polizei hatte zuvor darum gebeten, dass der Marsch nicht direkt am Chabad Patong vorbeiführt.
Polizei muss religiöse Feier und Protest trennen
Der Polizeichef von Patong übermittelte den Organisatoren den Appell der Provinz. Die Gruppe bestand jedoch darauf, den Protest wie angekündigt durchzuführen.
Damit könnten die religiöse Feier und die politische Kundgebung am selben Ort aufeinandertreffen. Die Polizei steht vor der Aufgabe, beide Veranstaltungen zu begleiten und zugleich die Sicherheit der Gemeinschaft zu gewährleisten.
Besucher treffen am Nachmittag ein
Am Nachmittag wurde es vor Chabad Patong zunehmend lebhafter. Jüdische und israelische Besucher trafen für eine religiöse Zeremonie ein, die um 16 Uhr beginnen sollte.
Die Polizei stellte auf der gegenüberliegenden Straßenseite Leitkegel auf, damit dort keine Fahrzeuge parken. Eine sichtbare Sicherheitspräsenz rund um den Veranstaltungsort war zunächst nicht zu beobachten.
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