BANGKOK, Thailand – Das Handelsministerium hat in diesem Jahr 2.085.705 beschlagnahmte Fälschungen vernichten lassen. Der Schadenswert liegt bei mehr als 2,14 Milliarden Baht und damit deutlich über dem Vorjahresstand. Die Maßnahme soll verhindern, dass die Produkte wieder auf den Markt gelangen.Piyanuch Wutthison erklärte, dass Regierung und Handelsministerium den Schutz geistigen Eigentums priorisieren und Verstöße online wie offline ernsthaft bekämpfen.
Mehr als zwei Millionen Fälschungen vernichtet
Bei den Fällen handelte es sich um Verfahren, die bereits rechtskräftig abgeschlossen sind. Die Zahl der vernichteten Gegenstände stieg gegenüber 2025 um 36,45 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 1.528.524 Stück.
Der Schaden erreichte 2.145.916.400 Baht. Das entspricht einem Anstieg von 138,19 Prozent gegenüber den 900.912.800 Baht aus dem Jahr 2025.


Beschlagnahmte Waren stammen aus Online- und Offline-Handel
Die Behörden stellten die Produkte sowohl über das Internet als auch über Offline-Kanäle sicher. Darunter waren Kleidung, Uhren, Taschen, elektronische Geräte und Autoteile.
Auch Medikamente, Kosmetik, Lebensmittel, Getränke sowie weitere Waren des täglichen Bedarfs wurden vernichtet. Nach Angaben des Handelsministeriums soll damit verhindert werden, dass nicht standardgemäße Produkte erneut verkauft werden.
Vernichtung in Anlagen mit Umweltstandard
Die beschlagnahmten Waren werden in Fabriken in den Provinzen Samut Prakan und Ayutthaya zerstört. Die Anlagen verfügen über ein Umweltmanagement nach ISO 14001:2015.
Das Ministerium erklärte, die Vernichtung solle ordnungsgemäß ablaufen und keine Belastung für Umwelt oder Gemeinden verursachen. An der Durchsetzung der Maßnahmen waren auch die nationale Polizei, die Zollbehörde und die Abteilung für Sonderermittlungen beteiligt.


Thailand bleibt auf US-Watchlist
Thailand muss den Schutz geistigen Eigentums weiter an internationale Standards anpassen. Dazu zählen eine fortlaufende Durchsetzung der entsprechenden Gesetze sowie eine proaktive Zusammenarbeit mit Handelspartnern, insbesondere den USA.
Im Bericht zur Einstufung des Schutzes geistigen Eigentums nach dem US-Handelsgesetz, Abschnitt 301, steht Thailand für 2026 weiterhin auf der Beobachtungsliste. Der Bericht spiegelt zugleich Fortschritte bei der Bekämpfung von Produktfälschungen und bei der Aufklärung von Verbrauchern und Unternehmen wider.
Gemeinsamer Aktionsplan mit den USA
Die zuständigen Stellen wollen den IP Work Plan mit dem Büro des US-Handelsbeauftragten weiter umsetzen. Der Plan sieht eine stärkere Kontrolle in Risikogebieten und Regionen mit besonders vielen Verstößen vor.
Damit sollen der Verkauf gefälschter Waren eingedämmt, Verbraucher geschützt und ein transparenteres Umfeld für Handel und Investitionen geschaffen werden. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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