Festnahme nach Missbrauchsfällen über Roblox

Die Ermittler prüfen mehr als 50 ähnliche Fälle mit Mädchen unter zehn Jahren. Ermittlungen nach einem Facebook-Warnhinweis betrafen ein siebenjähriges Opfer und geforderten obszönen Bildern.

Festnahme nach Missbrauchsfällen über Roblox
Matichon

NONTHABURI, Thailand – Die thailändische Cyberpolizei hat in einem alten Tempel einen 25-jährigen Mann festgenommen. Ermittler werfen ihm vor, in zwei Jahren mehr als 50 ähnliche Taten an Mädchen unter zehn Jahren begangen zu haben. Der Mann soll dafür virtuelle Spielwährung angeboten und Kinder unter Druck gesetzt haben.

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Mehr als 50 ähnliche Fälle untersucht

Nach Angaben der Ermittler soll der Verdächtige in den vergangenen zwei Jahren mehr als 50 Mal auf ähnliche Weise gegen Mädchen unter zehn Jahren vorgegangen sein. Dabei habe er Profilbilder von Mädchen genutzt, um seine Identität zu verbergen.

Als Lockmittel soll er Robux angeboten haben. Diese virtuelle Währung wird im Spiel Roblox zum Kauf von Gegenständen verwendet. In dem nun aufgegriffenen Fall ging es um Robux im Wert von 2.000.

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Festnahme in einem Tempel bei Nonthaburi

Die Beamten nahmen den 25-jährigen Mann am 10. September in einer Unterkunft eines bekannten alten Tempels im Bezirk Bang Kruai in der Provinz Nonthaburi fest. Grundlage waren ein Haftbefehl des Strafgerichts und ein Durchsuchungsbeschluss des Provinzgerichts Nonthaburi.

Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Ermittler zwei Mobiltelefone. Dem Mann wird sexuelle Belästigung vorgeworfen, darunter wiederholte Handlungen sowie Taten über öffentlich zugängliche Computersysteme und gegen Kinder unter 15 Jahren.

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Warnhinweis führte zu einem siebenjährigen Opfer

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Warnhinweis auf Facebook Ende August. Darin wurden Eltern aufgefordert, auf Kontakte zu achten, bei denen Kindern über Roblox Nachrichten geschickt und zu Videoanrufen aufgefordert werden.

Die Ermittler stellten fest, dass ein siebenjähriges Mädchen betroffen war.Das Mädchen sollte dafür ins Badezimmer gehen. Ein TikTok-Konto mit dem Namen „ฟ้า“ soll das Kind zu einem Videoanruf aufgefordert und anschließend die Übersendung obszöner Bilder verlangt haben. Für den Fall, dass das Kind kein weiteres Material sende, soll der Absender mit einer Veröffentlichung in sozialen Netzwerken gedroht haben.

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Eltern veröffentlichten den Fall

Die Eltern erfuhren von den Vorgängen und veröffentlichten die Vorgehensweise des Verdächtigen, um andere Familien zu warnen. Nach Darstellung der Ermittler nutzte der Absender dabei stets ähnliche Versprechen mit virtueller Spielwährung.

Die Cyberpolizei wertete die Hinweise aus und kam dabei auf die Identität des 25-Jährigen. Er wohnte nach den Ermittlungen in dem Tempel im Bezirk Bang Kruai.

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Verdächtiger war bereits im April festgenommen worden

Der Mann war laut Polizei bereits im April in demselben Tempel festgenommen worden. Damals trug er eine Mönchsrobe, und auch bei diesem Verfahren ging es um einen ähnlichen Vorwurf.

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Bei der jetzigen Festnahme soll der Verdächtige die Vorwürfe zunächst eingeräumt haben. Die Beamten brachten ihn zur Vernehmung zur zuständigen Ermittlungsgruppe der Cyberpolizei. Dort soll das Verfahren nach den gesetzlichen Vorgaben fortgesetzt werden.

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Quelle: Matichon

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