Schock in Uthai Thani: Mörder in Pfadfinder-Uniform auf der Flucht

Schülerin auf dem Schulweg angegriffen: Ein Unbekannter in Pfadfinder-Uniform lauerte der 17-Jährigen auf und versteckte ihr Motorrad im Wald. Die Polizei fahndet unter Hochdruck. Wem gehört das am Tatort sichergestellte Handy?

Schock in Uthai Thani: Mörder in Pfadfinder-Uniform auf der Flucht
ThaiRath

UTHAI THANI – Ein Schulweg endete für eine 17-jährige Schülerin am frühen Morgen des 12. Juni folgenschwer. Ein korpulenter Täter in pfadfinderähnlicher Uniform hielt das Mädchen auf und versteckte kurz darauf ihr Motorrad im Wald. Die Schülerin verstarb infolge des Vorfalls.

Vater sah Täter fliehen

Es war kurz nach halb sieben, als die Schülerin der 12. Klasse mit ihrem Honda-Motorrad zur Schule fuhr. An einer Waldstrecke im Bezirk Sawang Arom schlug der Angreifer zu.

Der Vater, der die Tat aus der Ferne beobachtete, rannte sofort los. Er sah einen kräftig gebauten Mann im khakifarbenen Kurzarmhemd, kurzer Hose und roter Baskenmütze aus dem Unterholz sprinten – dann folgte seine schwer verletzte Tochter.

Motorrad im Dickicht versteckt

Die Ermittler entdeckten das Motorrad mit dem Kennzeichen 1 ก ฉ 1230 Uthai Thani nicht auf der Straße. Der Täter hatte es etwa 500 Meter vom Haus des Vaters entfernt in das Gestrüpp am Straßenrand gezerrt und dort abgestellt.

Am Tatort fanden die Beamten Blutspuren auf dem Asphalt, eine Brille, Sandalen und ein Mobiltelefon. Alles wurde sofort als Beweismittel sichergestellt.

DNA-Spuren am Handy

Das gefundene Telefon liegt jetzt bei der Spurensicherung. Polizeioberstleutnant Songjak Praphatsorn, stellvertretender Leiter der Polizeistation Sawang Arom, bestätigte die Untersuchung auf Fingerabdrücke und DNA.

Noch ist unklar, wem das Gerät gehört. Freunde der getöteten Schülerin sagten aus, sie habe selbst zwei bis drei Mobiltelefone besessen.

Fahndung läuft über LINE-Gruppen

Die ungewöhnliche Täterbeschreibung verbreitet die Polizei nun gezielt. In den LINE-Gruppen der Verwaltung wurden alle Dorfvorsteher alarmiert.

„Die Einheimischen kennen die Wege am Tatort genau“, erklärte Songjak. Sie sollen gezielt nach einem Verdächtigen Ausschau halten, der wie ein Pfadfinder gekleidet ist.

Verzweifelter Kampf ums Überleben

Nach dem Angriff brachte der Vater seine Tochter ins Gesundheitszentrum Bo Yang. Haushälterin Mali erinnert sich genau: Das Mädchen war bei Bewusstsein und bat immer wieder um Wasser.

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ZUM ANGEBOT

Die Station alarmierte den Rettungsdienst für die Verlegung ins Krankenhaus Sawang Arom. Auf der Fahrt verstarb die 17-Jährige, noch bevor sie die Klinik erreichte.

Polizei rekonstruiert den Überfall

Polizeigeneralmajor Worawat Mali, amtierender Kommandeur der Provinzpolizei Uthai Thani, rief noch am Nachmittag eine Sitzung des Ermittlungsteams ein. Danach schritt er mit den Beamten den gesamten Tatort ab.

Er prüfte die Straße vor dem Elternhaus, von wo aus Hilferufe zu hören waren, und ließ sich die Fluchtrichtung des Täters rekonstruieren. Das gesamte Waldstück wird nun systematisch durchkämmt.

Trauerfeier und Unterstützung

Am Abend besuchte der Polizeigeneral den Tempel Nong Si Liam, wo die Angehörigen Abschied nehmen. Der Leichnam wurde jedoch zuvor in die Rechtsmedizin des Krankenhauses Sawan Pracharak in Nakhon Sawan überführt.

Dort soll die Obduktion die genauen Todesumstände klären. Gleichzeitig trafen Beamte des Ministeriums für soziale Entwicklung am Tempel ein, um der Familie Hilfe anzubieten. Die Polizei bittet Anwohner, verdächtige Beobachtungen rund um die Uhr an die Station Sawang Arom zu melden.

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Quelle: Thairath

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