CHIANG MAI – Die thailändischen Einwanderungsbehörden setzen auf strengere Kontrollen: Einer russischen Frau wurde am 20. Juli die Einreise verweigert, weil sie weder ihre finanziellen Mittel belegen noch ihren Reiseverlauf klar darlegen konnte. Der Fall zeigt, dass selbst ein gültiger Reisepass oder ein Visum keine automatische Einreise garantiert.
Abgewiesen in Chiang Mai
Am 20. Juli landete die Russin am internationalen Flughafen Chiang Mai. Bei der Kontrolle verlangten die Beamten Belege über ihre Finanzen und ihren Reiseplan. Die Frau konnte weder genügend Geld für den Aufenthaltszweck nachweisen noch erklären, wo sie übernachten und wie sie weiterreisen würde.
Die Einwanderungsbeamten verweigerten daraufhin die Einreise. Noch am selben Tag wurde die Frau in ihr Abflugland zurückgeschickt. Die Einwanderungsbehörde Chiang Mai bestätigte den Fall am 27. Juli und nannte ihn als Beispiel für die verschärften Prüfungen.
Entscheidung liegt beim Beamten
Wer mit gültigem Reisepass, Visum oder Visumbefreiung anreist, hat keine Einreisegarantie. Die endgültige Entscheidung trifft der Einwanderungsbeamte am Schalter. Die Behörden betonen, dass sie ausländische Ankömmlinge jetzt genauer unter die Lupe nehmen.
Grund sind die Einreisebedingungen: Besucher müssen ihre Unterkunft, die Reisedauer und die Finanzierung ihres Aufenthalts klar benennen können. Wer hier lückenhaft antwortet, riskiert die Zurückweisung direkt am Flughafen.
Diese Dokumente sind jetzt wichtig
Die Einwanderungsbehörde rät Reisenden, Nachweise über finanzielle Mittel griffbereit zu haben. Kontoauszüge, Bargeld, Hotelbuchungen und Flugtickets für die Ausreise zeigen, dass der Aufenthalt gesichert und durchdacht ist.
Solche Unterlagen sind keine Einreisegarantie, helfen aber, Routinefragen zu beantworten. Wer unvorbereitet ankommt, muss mit strengeren Prüfungen und einer möglichen Einreiseverweigerung rechnen.
Weniger Abweisungen als Ziel
Die strengeren Kontrollen klingen paradox – sie sollen letztlich dafür sorgen, dass weniger Menschen an der Grenze abgewiesen werden. Wer gut vorbereitet einreist, hat in aller Regel keine Probleme und erfüllt die Einreisebedingungen.
Gleichzeitig schützt Thailand seine eigenen Interessen. Kein Besucher soll ohne ausreichende Mittel stranden oder illegal arbeiten. Die Regelung gilt für alle Nationalitäten gleichermaßen.
Thailands Appell an Besucher
Thailand bleibt eines der beliebtesten Reiseziele der Region. Trotz der verschärften Prüfungen gilt: Wer seine Reise sorgfältig plant und die nötigen Unterlagen mitführt, kann problemlos einreisen. Die Einwanderungsbehörde bekräftigte am 27. Juli, dass die Kontrollen fortgeführt werden, um allen Besuchern einen geregelten Aufenthalt zu ermöglichen.
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Vielleicht sollte man die zahlreichen Vorschriften zur Einreise sehr viel deutlicher in den Medien der Herkunftsländer publizieren. Dann würde es keinen mehr überraschen und/oder willkürlich erscheinen lassen. Wir hier wissen das, dass im Zweifelsfall ein ganzer Ordner mit Dokumenten und gut gefülltem Geldbeutel notwendig sind um ins Reich des Lächelns eintreten zu dürfen. Aber woher soll das der 08/15 Tourist wissen, der nur den Kenntnisstand hat, dass Reisepass, Visabefreiung, Ticket (+ TDAC) wie bei den meisten Ländern auf diesem Globus reichen würde?
Zugegeben, das könnte so manchen potentiellen Touri zusätzlich abschrecken. Nur die Immigration will ja angeblich weniger und nicht mehr Zurückweisungen durch irgendwelche mehr oder weniger gut gelaunte Schalterbeamte. Und die Regierung glaubt ja auch, dass weniger mehr wäre. Da wäre die TAT ja mal wirklich gefragt. Statt wunderschöne Werbeaktionen mal ein bisschen Aufklärung über die Realitäten. Zum Beispiel für die Einreise. Jetzt muss ich direkt lachen!
🤣🤣🤣
Nachdem die heutige Gesellschaft ununterbrochen am Handy ist, dürfte man auch erwarten, dass sie vorab z. B. in Google eine kleine Frage stellt, wie z.B. “ einreisebestimmungen thailand als tourist “ und voilà, alle Informationen werden auf Anhieb geliefert. Ältere und/oder mit der Technik unbedarfte Reisende buchen eh im Reisebüro, wo es selbstverständlich ist, die Einreisebestimmungen zu erläutern. Dem Rest ist nicht zu helfen.
Einfache Lösung: Eigenverantwortung übernehmen. Wer eine Reise antritt, muss sich schlicht selbst informieren. Man kann nicht erwarten, dass einem die Gesetze anderer Länder hinterhergetragen werden.
Ein paar Minuten Recherche im Netz vor Abflug reichen völlig aus, um die Bestimmungen zu kennen. Wer sich vorab null informiert, darf sich am Ende nicht wundern, wenn am Schalter nach Vorschrift gehandelt wird. Die Infos stehen alle frei zugänglich im Netz, man muss sie nur lesen. 😉
Naja, (so fange ich gerne an), man hätte sie ja auch erst einmal 2-3 Wochen ihre von ihr vorgesehene Tätigkeit ausüben lassen können, dann hätte sie sicherlich genug finanzielle Mittel nachweisen können, ggf. auch ein Rückflugticker.
Nein, sorry geht ja nicht, diese Tätigkeit ist ja, obwohl nicht legal, nur Thais vorbehalten.
Die meisten Kommentaren vermuten hier, die Russin habe sich nicht informiert und wäre deshalb abgewiesen worden.
Meine Vermutung: Sie wusste schon wie die Regeln sind und hat damit geplant, dass bei ihr nicht genauer geprüft wird. Auch ich würde ohne große Bargeldmengen einreisen, aber natürlich mit Hotelbuchung. In der Praxis wird kaum jemand kontrolliert und wenn doch, dann in der Regel ohne Beanstandungen. Solche Einzelfälle wie im Artikel sind dann der Aufreger des Tages.
Seit dem Ukrainekrieg gibt es in Thailland auffällig viele Russen, die hier auch dauerhaft bleiben und ihren Lebensunterhalt mit mehr oder wenigere legalen Geschäften finanzieren. Wenn man Kontakte hat, braucht man kein Hotel, sondern wohnt bei Bekannten und nicht jeder Russe ist so reich um die geforderten Bargeldmengen schnell am ATM zu holen.
Sie freut sich ja richtig das sie fotografiert wird.
zum verhängnis wurde ihr eine weibliche immi beamtin-beim männlichen beamten wäre das nicht passiert!
Falls es einigen noch nicht ganz klar ist; Es zählen sämtliche gängige Währungen, nicht nur Thai Baht!
Ich kann mir nicht helfen, aber für mich läuft das ganze nach wie vor unter „operative Hektik …“.
Der „Betrüger von Welt“ hat selbstverständlich die 20.000 THB in bar dabei, ebenso ein billiges Rückflugticket nach Kambodscha, Vietnam oder eines der anderen Nachbarländer, sowie eine Hotelbuchung für die erste Nacht. Kaum hat er BKK verlassen, könnte er alles außer die 20k THB, und den Reisepass entsorgen und dorthin abtauchen, wo ihm sein Auftraggeber schon vorab ein schönes Zimmer mit Meerblick reserviert hat. Was hat die Immi bei dem mit den ganzen Regeln gewonnen? Nichts, einfach nichts und der „Betrüger“ geht seinem Auftrag nach.
Den Normaltouristen trifft hingegen die volle Härte eines Gesetzes, das für ihn eigentlich gar nicht gedacht war, nur weil er zugegebener Weise leichtsinnig versäumt hat, sich auch über Einreisebedingungen zu informieren, für deren Erlass Thailand In der Welt wohl ziemlich einmalig dasteht.
PS: In Thailand legen doch auch Kreuzfahrtschiffe an, die dann um (z.B.) 7 Uhr in der Frühe 2000 Passagiere an Land gehen lassen. Wie ist das eigentlich geregelt? Weiß das jemand?
PS2: Es scheint ja inzwischen höchstoffiziell erlaubt sein, auch Kreditkarte als Bargeldersatz herzuzeigen. Stimmt das und kann sich der Tourist darauf berufen, wenn er auf einen nicht ausgeschlafenen schlecht gelaunten Beamten bei der Passkontrolle trifft, der ihm das nicht glaubt und nach wie vor nur Bares für Wahres hält?