CHIANG MAI, Thailand – Die vierjährige „Nong Sanna“ ist nach einem Unfall und der Diagnose Hirntod gestorben. Ihre beiden Nieren wurden an zwei Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation weitergegeben. Damit erfüllte ihre Familie auf besondere Weise den Wunsch des Mädchens, später Ärztin zu werden. Die Facebook-Seite der Medizinischen Fakultät der Universität Chiang Mai veröffentlichte den Bericht.
Sannas Nieren geben zwei Patienten neue Hoffnung
Die Nieren des Kindes wurden an zwei Patienten weitergeleitet, die auf eine Transplantation warteten. Beide erhielten damit die Möglichkeit auf eine Behandlung und ein Weiterleben.
Das Krankenhaus Maharaj Nakorn Chiang Mai nahm die Organspende gemeinsam mit dem Organspendenzentrum des Thailändischen Roten Kreuzes entgegen.
Familie entscheidet sich trotz großer Trauer für Organspende
Sanna war nach einem Unfall als hirntot diagnostiziert worden. Inmitten des schweren Verlusts stimmte ihre Familie der Organspende zu.
Nach Angaben der Medizinischen Fakultät der Universität Chiang Mai wurde Sanna als 53. Organspenderin des Krankenhauses Maharaj Nakorn Chiang Mai gewürdigt.
Der Wunsch, Ärztin zu werden
Sanna äußerte den Wunsch, später ärztlich tätig zu werden. Zwar konnte sie diesen Wunsch nicht selbst verwirklichen, doch ihre Organspende half zwei anderen Menschen.
Die Medizinische Fakultät der Universität Chiang Mai würdigte das Mädchen als Spenderin, die Hoffnung auf ein neues Leben weitergegeben habe.
Familien müssen Organspende bestätigen
Auch wenn ein Verstorbener zu Lebzeiten seine Bereitschaft zur Organspende erklärt hat, muss die Familie oder ein Angehöriger dem Verfahren zustimmen. Die Entscheidung der Familie kann damit den Willen zur Organspende fortsetzen.
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Das Krankenhaus dankte der Familie und der pädiatrischen Intensivstation für die Begleitung und Durchführung der Organspende. Der Familie sprach das Krankenhaus sein Beileid aus.
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Bei so was habe ich immer ein schlechtes Gefühl: Einem lebenden Menschen werden Organe entnommen. Die Sache mit dem Hirntod ist keine 100% eindeutige Entscheidung, so weit meine Informationen. Und Interessenkonflikte gibt es überall. Bekommt ein Arzt, der Hirntod feststellt, eine Prämie? Er sorgt ja für viel Umsatz des Hospitals. Na, das mit der Prämie wohl nicht.
Das fand alles im Rahmen von staatlichen Krankenhäusern statt, und da gibt es weder Prämien noch Umsatz den man nennenswert bezeichnen kann.
Ja, für Thailänder ist eine Nierentransplantation vollständig kostenlos. Aber das Krankenhaus bekommt dann ca. 450.000 THB aus dem Gesundheitssystem.
Für Ausländer belaufen sich die Kosten auf 700.000 bis 1.200.000 THB, die der Ausländer aufbringen muß.
Natürlich viel billiger, als im Privatkrankenhaus, wo dann 35.000 bis 60.000 USD gezahlt werden müssen, was 1.200.000 bis 2.000.000 THB entspricht.