Ausländer beherrschen Immobilienmarkt auf Phuket

Resort-Villen und Resort-Apartments machen 52 Prozent des Angebots aus, nach Wert sogar rund 80 Prozent. Wohn-Apartments verkaufen sich mit 8,1 Prozent monatlich am schnellsten.

Ausländer beherrschen Immobilienmarkt auf Phuket
Photo by Musaddek Sayek on Pexels

PHUKET, THAILAND – Resort-Villen und Resort-Apartments stellen 52 Prozent des Immobilienangebots auf Phuket. Nach ihrem Wert machen diese beiden Kategorien sogar rund 80 Prozent der angebotenen Wohnimmobilien aus. Das zeigt, wie stark der Markt von internationaler Kaufkraft und Resort-Immobilien geprägt ist, während der heimische Markt kleiner bleibt.

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Resort-Immobilien prägen den Markt

Resort-Apartments haben einen Gesamtwert von 339,227 Milliarden Baht, Resort-Villen kommen auf 221,672 Milliarden Baht. Zusammen erreichen sie damit rund 80 Prozent des Wertes aller Wohnimmobilien, die auf Phuket zum Verkauf stehen.

Der heimische Markt ist kleiner. Auf Thai-Käufer zielen vor allem 21.392 Wohn-Apartments, 9.729 Reihenhäuser, 5.924 Doppelhäuser und 5.126 freistehende Häuser.

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Wohn-Apartments verkaufen sich am schnellsten

Wohn-Apartments erzielten mit durchschnittlich rund 8,1 Prozent der Einheiten pro Monat die höchste Verkaufsrate.

Resort-Apartments und Resort-Villen kamen auf etwa 4,9 Prozent pro Monat. Freistehende Häuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser, Ladenhäuser und aufgeteilte Grundstücke erreichten im Schnitt rund 3 Prozent.

Sopon zufolge weisen die Zahlen auf eine gewisse Anfälligkeit des lokalen Marktes hin: Immobilien für Thai-Käufer verkaufen sich meist langsamer, während die Nachfrage ausländischer Wohn- und Anlagekäufer ein wichtiger Treiber bleibt.

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Thai-Käufer konzentrieren sich auf 2 bis 7 Millionen Baht

Bei freistehenden Häusern kosteten 1.875 Einheiten oder 37 Prozent zwischen 5 und 7 Millionen Baht. Bei Doppelhäusern lagen 2.821 Einheiten oder 48 Prozent im Bereich von 3 bis 5 Millionen Baht.

Bei Reihenhäusern waren 6.566 Einheiten oder 68 Prozent für 2 bis 3 Millionen Baht angeboten. Wohn-Apartments lagen mit 9.481 Einheiten oder 44 Prozent meist zwischen 3 und 5 Millionen Baht.

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Resort-Villen kosten oft 20 bis 40 Millionen Baht

Bei Resort-Apartments bildete die Preisklasse von 3 bis 5 Millionen Baht mit 11.849 Einheiten oder 29 Prozent die größte Gruppe. Weitere 8.072 Einheiten oder 25 Prozent kosteten zwischen 5 und 7 Millionen Baht.

Resort-Villen liegen deutlich höher. 2.930 Einheiten oder 43 Prozent wurden für 20 bis 40 Millionen Baht angeboten. Die Zahlen zeigen einen Markt, der zunehmend von wohlhabenden und ausländischen Käufern geprägt wird.

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Thalang wird zum Zentrum des Immobilienmarkts

Thalang ist mit 411 Projekten der am stärksten entwickelte Bezirk auf Phuket. Viele Vorhaben liegen rund um Cherng Talay, Bang Tao, Layan, Si Sunthon und Thep Krasattri.

Die Nähe zum internationalen Flughafen und größere verfügbare Grundstücke begünstigen flache Bauprojekte, Resort-Villen und gemischte Projekte. Hotels, internationale Schulen, Gesundheitsangebote, Einkaufszentren, Golfplätze und Immobilienverwaltungen stützen die Nachfrage in Cherng Talay und Bang Tao.

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Resort-Apartments stellen in Thalang mehr als die Hälfte

In Thalang gibt es 24.994 Resort-Apartments. Sie stellen 54 Prozent des gesamten Angebots im Bezirk und haben zusammen einen Wert von 236,807 Milliarden Baht, was 53 Prozent des Gesamtwerts in Thalang entspricht.

In Mueang Phuket bilden dagegen Wohn-Apartments mit 11.794 Einheiten das wichtigste Angebot. In Kathu gibt es 6.940 Wohn-Apartments, die 49 Prozent des dortigen Angebots ausmachen.

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Ausländische Käufer treiben den Langzeitmarkt

Nach Angaben von Sopon blieben Käufer aus Russland und den Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten 2025 und 2026 eine wichtige Nachfragegruppe. Sie interessierten sich vor allem für Resort-Villen in Thalang, Cherng Talay und Bang Tao sowie in Chalong und Rawai.

Die Nachfrage aus China, Hongkong, Singapur und Taiwan begann sich ebenfalls zu erholen. Käufe dienten der Streuung von Investments, als Wohnraum für nach Phuket umziehende oder dort studierende Familien sowie als Anlage für die Vermietung.

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Thai-Käufer stellen nur einen Teil des Premiumsegments

Westeuropäische und nahöstliche Käufer suchen laut der Untersuchung vor allem Altersruhesitze, Ferienhäuser und größere Familienvillen. Auch indische und nahöstliche Käufer gewinnen an Bedeutung.

Thai-Käufer machen schätzungsweise 15 bis 25 Prozent des Premiumsegments aus. Sie kaufen meist Zweitwohnsitze für Freizeit, zur Streuung von Investments oder für die Familie. Auch digitale Nomaden, Technologieunternehmer und gut verdienende Beschäftigte mit Fernarbeit zeigen zunehmend Interesse an Zweitwohnsitzen.

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Neue Projekte entstehen abseits der Westküste

Die 2025 und 2026 gestarteten Projekte kosteten im Durchschnitt rund 10 Millionen Baht pro Einheit. Etwa 60 Prozent der neuen Projekte waren Resort-Villen mit einem Durchschnittspreis von 32 Millionen Baht pro Einheit.

Die meisten neuen Projekte konzentrieren sich auf Thalang, wo das Wachstum am stärksten ist und höherpreisige Entwicklungen zunehmen.

Nach der Zahl der einzelnen neu gestarteten Einheiten stellten Resort-Apartments jedoch rund 60 Prozent des neuen Angebots. Weil die Grundstückspreise an den westlichen Stränden gestiegen und geeignete Flächen knapper geworden sind, weichen Entwickler in den Norden von Thalang, nach Si Sunthon, Mai Khao, Pa Klok und Chalong aus.

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Mieten in Cherng Talay und Bang Tao bringen 6 bis 8 Prozent

Für Resort-Apartments und Resort-Villen in Cherng Talay und Bang Tao wurden Mietrenditen von etwa 6 bis 8 Prozent pro Jahr geschätzt.

Der Markt profitiert weiter von ausländischer Kaufkraft und Projekten im mittleren und oberen Preissegment. Entwickler mit Angeboten für Thai-Käufer treffen jedoch auf einen kleineren Markt und langsamere Verkäufe als Anbieter von Resort-Immobilien. Das erschwert die Entscheidung, wo und welche Projekte als Nächstes gestartet werden sollen.

Lesen Sie auch: Mietpreise Thailand 2026: Der komplette Überblick nach Regionen

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Lesen Sie auch: 2000 Baht für Taxifahrt? Abzocke in Bangkok

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Quelle: Nation (Business) Thailand

8 Kommentare zu „Ausländer beherrschen Immobilienmarkt auf Phuket“

  1. Das man auf Phuket immer noch „ausweichen“ kann wundert mich schon ein wenig. Die Insel besteht doch schon seit längerem hauptsächlich aus Beton.

  2. Hab‘ ich da was verpasst? Ausländische Käufer von Häusern und Villen? Wie geht das? Stehen die Gebäude nicht auf thailändischem Boden?

      1. Antwort auf: Oskar Kusch

        Lieber O. Kusch, Sie wissen aber schon, um was es mir geht: Seit wann können ausländische Käufer Grund und Boden in Thailand privat erwerben? Die Tricks mit windigen Firmenkonstrukten sind mir natürlich bekannt, aber das geht aus dem obigen Artikel nicht hervor.

        1. Antwort auf: Arthur

          Sie hatten von „Häusern und Villen“ geschrieben. Die darf man auch als Ausländer erwerben. War schon fast immer so. Und den Grund dazu kann man ganz legal auf 30 Jahre pachten. War auch schon fast immer so. Ganz ohne windige, oder anders ausgedrückt illegale Firmenkonstrukte.
          Ich weiß, das ist für DACHler schwer nachzuvollziehen. In angelsächsisch geprägten Ländern aber oftmals gang und gäbe. Nur die Pachtlaufzeit variiert je nach Land gewaltig.

          1. Antwort auf: Oskar Kusch

            Danke O. Kusch. Das hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Als DACHler kann ich mich mit diesem Konstrukt (in Deutschland gibt es das als sogenanntes Erbbaurecht, vormals Erbpacht) nicht anfreunden. Eigentum im (Rechts-)Rahmen einer Pacht ist meines Erachtens schon per se ein Paradoxon!

          2. Antwort auf: Oskar Kusch

            Ja, da pachtet man Land für 30 Jahre und darf hoffen, daß der Eigentümer das nach 30 Jahren nochmals verlängert. Wenn nicht, steht das Haus auf fremdem Grund und darf nicht mehr genutzt werden. Ein Verkauf kurz vor Ende des Land-Pachtvertrages dürfte extrem schwierig sein, da der Käufer ja dann vielleicht nach 1 oder 2 Jahren ausziehen muß. Das heißt zusammengefaßt, falls man ein Haus auf diese Art und Weise baut, dann sollte man das Ganze von vornherein komplett abschreiben. Wohlstandsgewinne für die Nachfahren sind also nicht drin bzw. extrem schwer zu realisieren. Fazit: 30 Jahre sind einfach zu kurz für dauerhafte größere Kapitalanlage.

          3. Antwort auf: Oskar Kusch

            Ich war ja über Jahrzehnte in Thailand auch ein Befürworter von Miete und sich nur nicht nageln mit Wohneigentum. Beweglich bleiben! Halte ich nach wie vor nicht für völlig verkehrt. Nur es gibt ab und an dann doch wieder Konstellationen die andere Lösungsansätze bieten.
            Bei mir beispielsweise war es ein Bungalow der mir irgendwie sofort klar machte, dass er der meine wäre. Nach 5 Jahren Miete wurde er mir zum Kauf angeboten und es war gar keine Frage ob oder ob nicht. Bestimmt auch hilfreich, dass meine Partnerin das Grundstück kaufen konnte und ich das Haus. Pachtvertrag noch für das Grundstück gemacht und 30 Jahre stören mich überhaupt nicht. Ich war schon über 60 als ich kaufte. Und das letzte Hemd hat sowieso keine Taschen mehr und das was übrig bleibt bekommt sie ja sowieso.
            Hinzuzufügen wäre, dass ich jetzt schon an die 11 Jahre in diesem Haus lebe. Ich war meine ganzes Leben noch nie solange irgendwo ansässig. Und es ist ein „affengeiles“ Gefühl wenigstens zum Ende hin angekommen zu sein. Zuhause!

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