Schock-Fund bei thailändischem Musiker

Die Behörden beschlagnahmten 84 Gegenstände, darunter Waranreste und Instrumente aus Teilen von Wildtieren. Der Verkauf soll über soziale Medien erfolgt sein.

Schock-Fund bei thailändischem Musiker
Amarin

SURIN, THAILAND – Die Polizei hat in Surin einen Hersteller traditioneller Instrumente festgenommen, nachdem Beamte in seinem Haus 24 Pythonkadaver entdeckt hatten. Insgesamt beschlagnahmten die Behörden 84 Gegenstände, darunter weitere Wildtierkadaver und Instrumente aus Tierteilen.

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24 Pythonkadaver und Instrumente beschlagnahmt

Die Razzia fand in einem Haus im Tambon Kang Aen im Bezirk Prasat statt. Dort fertigte der Mann Kantrum-Geigen und Trommeln, traditionelle Instrumente aus dem südlichen Isan.

Neben den Pythonkadavern fanden die Beamten die Überreste eines Bengalenwarans und eines Wasserwarans. Beschlagnahmt wurden auch Geigen, Geigenkörper und Trommeln, die aus Teilen von Wildtieren hergestellt worden sein sollen.

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Hinweis führte zu Gerichtsbeschluss

Der Fall begann mit einem Hinweis bei der Hotline 1362 des Departements für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz. Ermittlungen führten anschließend zu einem Durchsuchungsbeschluss des Gerichts in Surin.

Der Instrumentenbauer konnte nach Angaben der Behörden nicht nachweisen, dass die Tierüberreste rechtmäßig erworben worden waren. Die Polizei übergab ihn den Ermittlern auf der Polizeiwache Prasat.

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Verkauf über soziale Medien im Blick

Nach Angaben von Matichon fanden die Beamten Hinweise darauf, dass der Mann die Produkte über soziale Medien zum Verkauf angeboten hatte. Dort soll er neben den Instrumenten auch Musikunterricht beworben haben.

Beim Datum des Einsatzes gibt es unterschiedliche Angaben. Matichon und Amarin TV nannten den 9. September, während eine von Amarin TV zitierte Mitteilung der Polizei den 8. September zwischen 13 und 15 Uhr angibt.

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Polizei erklärt Regeln für Wildtierprodukte

Die Polizei wies darauf hin, dass der Besitz oder Kauf von Produkten aus Wildtieren nicht immer verboten ist. Das Gesetz erlaubt die Zucht und den Verkauf bestimmter Arten.

Käufer, Verkäufer und Besitzer sollten deshalb Belege für die rechtmäßige Herkunft aufbewahren. Den Einsatz leiteten der Polizeichef von Surin, Polizeigeneralmajor Sukhon Sri-arun, und sein Stellvertreter Polize Oberst Yotsawat Ngamsanga.

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Musiker fordern Schutz der Kantrum-Tradition

Die Sängerin Nam Phueng Mueang Surin, die bürgerlich Samruam Deesom heißt, zeigte sich schockiert. Sie bat alle Seiten, herauszuarbeiten, was richtig ist, und zugleich die Wildtiere zu schützen.

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ZUM ANGEBOT

Der 33-jährige Kantrum-Musiker Khun Thong Boonthum, bekannt als Kantrum Chao Khun Thong, kritisierte die Festnahme. Er erklärte, die Absicht des Herstellers müsse berücksichtigt werden, da viele seiner Instrumente an Schulen gegangen seien. Käufer, Besitzer und Schüler müssten nach seiner Darstellung nicht mit rechtlichen Folgen rechnen, während nur der Hersteller angeklagt werde.

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Hersteller bisher ohne öffentliche Stellungnahme

Der Mann und seine Familie haben sich bisher nicht öffentlich geäußert. Amarin TV nannte den Instrumentenbauer nur unter einem Pseudonym.

Das Team des Departements leitete Narupon Thipmontha, der die Abteilung für Waldbrandkontrolle führt. Auch Pichai Watcharawongphaibul vom Regionalbüro für Schutzgebiete 9 in Ubon Ratchathani beteiligte sich an dem Einsatz.

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Quelle: Thaiger

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