PATTAYA, THAILAND – Junge russische Männer arbeiten im Nachtleben von Pattaya, unter anderem aus Angst davor, zum Kampf in der Ukraine einberufen zu werden. Zwei Männer sagten der britischen Zeitung The Sun, sie würden die Arbeit in Thailand einem möglichen Militärdienst in Russland vorziehen. Ihre Aussagen werfen auch ein Licht auf die Risiken rund um die Barszene in Pattaya.
Russische Männer fürchten den Militärdienst
Sam, 23, aus Moskau, und Ilya, 25, aus Sankt Petersburg, sprachen in einem Club an der Walking Street mit The Sun. Beide erklärten, sie würden die Arbeit in Pattaya einem möglichen Militärdienst in Russland vorziehen.
Sam war drei Wochen zuvor nach Pattaya gekommen, nachdem er zunächst nach Bangkok gereist war. Er arbeitet in dem Club als Pole-Tänzer und sagte, er habe während des Krieges Freunde und Verwandte beerdigt. Sam sagte zudem, er glaube, der Konflikt werde erst 2034 enden, ohne zu erklären, warum.
„Keine Arbeit und keine Hoffnung“ in Russland
Ilya erklärte, Russland habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Nach seiner Darstellung gebe es dort inzwischen kein Geld, keine Arbeit und keine Hoffnung.
Bei einer Rückkehr müsse er sich nach eigener Einschätzung „definitiv“ der Armee anschließen. In Pattaya schätze er dagegen die Freiheit, er selbst sein zu können.
Arbeit bis 3.30 Uhr und Hotelbesuche
Der Club Big Tool liegt an der Walking Street im Zentrum von Pattayas Rotlichtviertel. Nach Angaben der Zeitung beschäftigt das Lokal Männer und Frauen und zieht männliche wie weibliche Kunden an.
Sam sagte, Getränke würden dort für bis zu 1.390 Baht angeboten. Ilya arbeitet nach eigenen Angaben sechs Tage pro Woche. Der Club bleibt bis 3.30 Uhr geöffnet und bietet Hotelbesuche für 10.000 Baht an.
Sexarbeit bleibt in Thailand illegal
Kommerzielle Sexarbeit ist in Thailand weiterhin verboten. Nachtleben- und Unterhaltungslokale sind in Pattaya und anderen Touristenorten dennoch sichtbar und weit verbreitet.
Für Besucher und ausländische Einwohner können Vereinbarungen über Bars rechtliche, finanzielle und persönliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Die gesetzlichen Bestimmungen können durchgesetzt werden.
Russische Gemeinde in Thailand wächst
Yana, 26, eine Tänzerin aus Wladiwostok, sagte der Zeitung, viele Männer in dem Club kämen aus Russland oder der Türkei. Russische Männer seien ihrer Darstellung nach lieber in Thailand, als in die Armee und anschließend an die Front zu gelangen.
Russland hatte zuletzt im September 2022 eine große Mobilmachung angeordnet und 300.000 Reservisten einberufen. The Sun berichtete, Moskau setze seither auf Anreize für neue Rekruten, vor allem in ärmeren Regionen, und weise Gerüchte über eine unmittelbar bevorstehende neue Einberufung zurück.
Viele Russen kamen nach Kriegsbeginn nach Phuket
The Sun verwies auf ukrainische Angaben, wonach Russland rund 1.000 Verluste pro Tag erleide und dringend Ersatz für die Verluste benötige. Die Zeitung nannte außerdem Zahlen des örtlichen Flughafens, nach denen in den vier Monaten kurz nach Beginn des Krieges 233.000 Russen nach Phuket kamen.
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Sam begründete seine Entscheidung gegenüber der Zeitung mit einer einfachen Frage: Warum sollte er der Armee beitreten, kämpfen und sterben, wenn er stattdessen in Pattaya Spaß haben könne?
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fällt dadurch auch nur ein ukrainischer Soldat weniger ist da eine gute Idee wie ich finde!
wäre doch gut, Hannes, wenn alle wehrfähigen russischen Männer nach Phuket kommen würden!? Der russische Diktator hätte dann keine Leute mehr für seinen Krieg, den dieser Verbrecher er vom Zaun gebrochen hat.
Sollen die dann alle im Puff arbeiten, es ist doch nicht erlaubt, den Thais die Arbeitsplätze wegzunehmen
Da kennt sich jemand im Rotlichtdistrikt aus, eine wahre Fachkraft mit Durchblick unter uns.
Soll man nicht auch froh darüber sein, wenn ein russischer Soldat weniger stirbt? Oder grundsätzlich jeder Soldat? Aber Landesverteidigung muß schon sein. Selbstverteidigung auch.
„Aber Landesverteidigung muß schon sein.“
???
Wann, wo und gegen wen hat Russland sich nach 1945 nochmal verteidigen müssen?
Ich weiß nur von russischen Angriffskriegen.
Landes- und Selbstverteidigung: Beides war allgemein gemeint. Wer hilflos ist, der wird angegriffen. Es gibt immer 1 bis 2% Böse.
Hat Thailand eigentlich keine Angst davor das Russen Thailand “ übernehmen werden “ ? Spätestens bei der nächsten großen Generalmobilmachung in Russland wird doch -die nächste große Absetzbewegung- ausgelöst. Wohin dann “ die Reise geht “ – natürlich da wo bereits Russen in großer Zahl – unbehelligt leben, dazu gehört dann – auch Thailand, mit Phuket + Pattaya.
Dumm nur wenn dann “ die für Thailänder geschützten Berufe “ einer legalen Arbeitsaufnahme im Wege stehen. Ich verstehe auch nur zu gut wenn junge Russen einer Einberufung zum Wehrdienst an der Waffe ablehnen + einen Einsatz in der Ukraine erst Recht. Ich würde es ebenso machen, soll doch Putin selber kämpfen. Ist ja auch SEIN Krieg = Spezial Operation wie ER es verharmlosend nennt.
Wie kommen den diese Fahnenflüchtigen an ein Langzeitvisum?
Zumindest einen Fall kenne ich persönlich: Englischlehrer an einer öffentlichen Schule: Man heiratet ein thailändisches Mädchen.
In meiner Nachbarschaft haben wir schon seit Jahren ein jüngeres Paar aus Russland. Er ist Programmierer und seit 2024 sind beide mit einem DTV hier. Ab zu kommen dessen Eltern zu Besuch, die leben auf Phuket mit Non-O. Warum sollte das bei Russen nicht gehen?
Zu Kommentar von Montong:
… genau diese Frage stelle ich mir auch, vor allem jedoch nach der aktuellen Änderung? Da rollt der Rubel, aber wohin genau?