Tempel-Skandal: 700 Millionen Baht beschlagnahmt

Nach Millionen-Veruntreuung in Ayutthaya sitzt ein Ex-Abt in U-Haft. Die Ermittler prüfen nun weitere Geldflüsse und Verdächtige.

Tempel-Skandal: 700 Millionen Baht beschlagnahmt
ThaiEnquirer

AYUTTHAYA, THAILAND – Die Polizei hat Vermögenswerte im Wert von mehr als 700 Millionen Baht beschlagnahmt oder eingefroren. Sie stehen mit dem früheren Abt des königlichen Klosters Wat Phutthaisawan und seiner weiblichen Begleiterin Punyawi „Ae“ Rungrueang in Verbindung. Den Ermittlern zufolge soll der Mönch rund 92 Millionen Baht an Tempelgeldern abgezweigt haben.

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Mehr als 700 Millionen Baht im Visier

Die Vermögenswerte des früheren Abts Phra Wachirayan, auch bekannt als Luang Pho Atichot Dhammavaro, wurden mit mehr als 498 Millionen Baht bewertet. Darin enthalten sind 290 Millionen Baht auf Bankkonten, 138,3 Millionen Baht in bar und mehr als 1.000 Baht-Gewicht Gold.

Die mit Punyawi verbundenen Vermögenswerte wurden mit rund 215 Millionen Baht bewertet. Dazu gehören Bargeld, Gold, Landdokumente, Bankkonten und Sparzertifikate.

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92 Millionen Baht sollen dem Tempel entzogen worden sein

Nach Angaben der Ermittler stammen rund 2,8 Millionen Baht aus 22 Geschäften mit Amuletten. Weitere 89 Millionen Baht sollen als Spenden für die Instandhaltung des Tempels eingegangen sein.

Das Geld soll über die nicht genehmigte Wan Chot Foundation auf private Konten geleitet worden sein. Obwohl die Spendenquittungen im Namen des Tempels ausgestellt wurden, sei kein Geld auf dessen Konten eingegangen.

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Häuser, Fahrzeuge und weitere Vermögenswerte bei Punyawi

Die Polizei erklärte, Punyawi habe trotz offenbar fehlender regelmäßiger Beschäftigung Häuser, Fahrzeuge und weitere Vermögenswerte angesammelt. Einige Immobilien sollen auf den Namen ihrer Tochter eingetragen worden sein.

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Sex schließt erneute Ordination dauerhaft aus

Aufnahmen sollen den früheren Abt und Punyawi mehrfach bei einer sexuellen Beziehung in seinen Räumen zeigen. Ein Teil der Aufnahmen entstand laut Berichten nahe einem Bereich, den Gläubige für Gebete nutzten.

Den Berichten zufolge überwachte der Abt die Überwachungskameras über sein Mobiltelefon und unterbrach die Treffen, wenn sich Gläubige näherten. Die Beziehung gilt als schwerstes Vergehen innerhalb der Mönchsregeln und schließt eine spätere erneute Ordination dauerhaft aus.

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Beide Beschuldigten weisen Vorwürfe zurück

Der frühere Abt und Punyawi bestreiten die Vorwürfe der Veruntreuung, des Fehlverhaltens im Amt und der Geldwäsche.

Das Strafgericht der Region 1 für Korruptions- und Amtsmissbrauchsfälle ordnete am Freitag Untersuchungshaft an. Die Polizei lehnte eine Freilassung gegen Kaution ab, weil sie eine Flucht oder eine Beeinflussung von Beweismitteln befürchtet.

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Ermittlungen könnten weitere Personen erreichen

Nach Angaben der Ermittler könnte sich der Fall auf zwei oder drei weitere Personen ausweiten. Die Prüfung der Geldflüsse und Vermögenswerte läuft weiter.

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Auch die Preise des mit dem früheren Abt verbundenen Amuletts „Nuea Duang“ sind gefallen. Seltene Varianten sollen von mehreren Millionen Baht auf einige zehntausend Baht gesunken sein. Premierminister Anutin Charnvirakul, der das Amulett trägt, sagte, es habe „funktioniert“. Er verwies darauf, dass es von mehreren verehrten Mönchen geweiht worden sei und nicht nur vom früheren Abt.

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Quelle: Thaienquirer

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