Thailand auf Spitzenplatz für Auswanderer

Im Index mit 192 Ländern liegt Thailand bei digitalen Nomaden auf Rang 3 und bei Ruheständlern auf Rang 4. Die Regierung setzt auf längere Aufenthalte und höhere Ausgaben pro Gast.

Thailand auf Spitzenplatz für Auswanderer
Photo by Tony Wu on Pexels

BANGKOK – Thailand steht im weltweiten Vergleich bei digitalen Nomaden auf Rang 3 und bei Ruheständlern auf Rang 4. Der Rumavi Global Relocation Index 2026 bescheinigt dem Land damit gute Voraussetzungen für Menschen, die länger bleiben, arbeiten oder ihren Ruhestand verbringen wollen. Die Regierung will daraus ganzjährig mehr Einnahmen für Thailand machen.

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Thailand erreicht zwei Spitzenplätze

Der Index bewertete 192 Länder und Territorien. Thailand kam bei den digitalen Nomaden mit 75,4 Punkten auf Rang 3 hinter Malaysia und Portugal.

Bei den Ruheständlern erreichte Thailand mit 74,3 Punkten Rang 4 hinter Malaysia, Panama und Portugal. In beiden Kategorien liegt das Land auf Platz 2 innerhalb der ASEAN-Region.

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Niedrige Lebenshaltungskosten und gute digitale Infrastruktur

Zu den Stärken Thailands zählen die vergleichsweise erschwinglichen Lebenshaltungskosten mit 96,9 Punkten. Das Währungs- und Bankensystem erhielt 91,8 Punkte, die digitale Infrastruktur 89,4 Punkte.

Für die Gesundheitsversorgung wurden sowohl die Qualität als auch die Kosten des Zugangs mit jeweils 78 Punkten bewertet. Diese Faktoren sprechen laut der Regierung sowohl digitale Nomaden als auch Menschen an, die länger im Land leben.

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Mehr Ausgaben durch längere Aufenthalte

Die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Periswiwatana bezeichnete die Platzierungen als wirtschaftliche Chance. Digitale Nomaden und ausländische Ruheständler könnten länger im Land bleiben und dabei Geld für Unterkunft, Essen, Reisen, Gesundheit und weitere Dienstleistungen ausgeben.

Die Regierung will den Schwerpunkt deshalb von der Zahl der Besucher auf höhere Ausgaben pro Person und längere Aufenthalte verlagern. Davon sollen Unternehmen und Gemeinden das ganze Jahr über profitieren.

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Regierung setzt auf ein Thailand für 365 Tage

Unter Ministerpräsident Anutin Charnvirakul will die Regierung die digitale Wirtschaft, den Dienstleistungssektor und das Gesundheitssystem ausbauen. Thailand soll als hochwertiges Reiseziel für alle 365 Tage des Jahres positioniert werden.

Für digitale Nomaden sind bessere digitale Strukturen und ein Umfeld für Arbeit und längere Aufenthalte vorgesehen. Bei Ruheständlern geht es um Gesundheitsangebote, Betreuung älterer Menschen sowie die Gesundheits- und Seniorenwirtschaft.

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Vom Urlaubsziel zum längeren Lebensort

Nach Darstellung der Regierung soll Thailand nicht mehr nur als Urlaubsziel wahrgenommen werden. Das Land soll auch für Menschen attraktiv sein, die dort arbeiten, länger leben oder ihren Ruhestand verbringen möchten.

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Die Regierung will diese Stärken unter dem Konzept „Destination Thailand“ nutzen, um zusätzliche Kaufkraft ins Land zu holen, neue Einnahmen zu schaffen und thailändischen Unternehmen weitere Chancen zu geben.

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Englisch, Geschäftschancen und Rechtsstaat bleiben offene Punkte

Der Index nennt auch Bereiche, in denen Thailand schneller vorankommen muss. Dazu gehören der Zugang zur englischen Sprache, bessere Geschäftschancen und die Rechtsstaatlichkeit.

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Die Regierung will diese Punkte bei der weiteren Entwicklung des Landes berücksichtigen. Thailand soll dadurch langfristig attraktiver zum Reisen, Leben, Arbeiten und Investieren werden.

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Quelle: Thairath

11 Kommentare zu „Thailand auf Spitzenplatz für Auswanderer“

  1. Gestern absolute Tiefstimmung und Abschiebungen, heute tolle Pläne und High Stimmung. Früher sagte man, rein in die Kartoffeln und raus aus den Kartoffeln.

    1. Antwort auf: Bruno

      Servus Bruno, du hast das Prinzip offenbar immer noch nicht kapiert. Das hat nix mit Kartoffeln zu tun, sondern mit ganz einfacher Logik: Wer sich an die Regeln hält, ist willkommen – wer meint, auf Gesetze pfeifen zu können, fliegt eben hochkant raus. So sollte das überall auf der Welt funktionieren, und eigentlich ist das auch nicht so schwer zu verstehen.

      1. Antwort auf: ThaiTom

        Mit Kartoffeln hat das nichts zu tun, richtig. Den Menschen bzw. Urlauber sollen längere Aufenthalte attraktiver gemacht werden, so steht es oben im Bericht. Deswegen wohl auch die neuen/alten Einreisebestimmungen, die ja für alle gelten, nicht nur für „Gesetzesbrecher“. Da fehlt es mir ein wenig an der Sinngebung des Prinzips.

        1. Antwort auf: toet

          Schau dir die Überschrift noch mal ganz genau an: Es geht um digitale Nomaden und Ruheständler. Das sind Menschen mit legalen Langzeitvisa (wie DTV, LTR oder Retirement), die hier wohnen und ordentlich Kaufkraft ins Land bringen. Was bitte hat das mit Touristen zu tun, die versuchen, das System mit dauerhaften Visa-Runs zu umgehen? Die Logik ist absolut simpel: Echtes Auswandern und Arbeiten mit offiziellem Status fördern – illegalen Dauerurlaub beenden.

      2. Antwort auf: ThaiTom

        Na ja, so klar ist es nicht. Erfindet Dein Nachbar eine Story, kann es passieren Du wirst ausgewiesen. Denke einmal an den Schweizer, der unbewiesen und auch vom Gericht freigesprochen, enteignet wurde und ausgewiesen.

        1. Antwort auf: Bruno

          Bruno, das stimmt so nicht. Die Ausweisung erfolgte administrativ durch die Immigration wegen seines Gesamtverhaltens und Störung des öffentlichen Friedens (inkl. anderer Vorfälle) – völlig unabhängig vom Freispruch im Körperverletzungsprozess. Ein Visum kann bei Fehlverhalten jederzeit entzogen werden. Das ist Hausrecht, keine Willkür.

  2. Wenn ich eine nicht gefällige Rezession schreibe, kann ich auf Schadensersatz verklagt werden. Unter Umständen auf eine sehr hohe Summe die ich nicht zahlen will oder kann. Werde ich verurteilt, dann kann es außerdem als Cyber Kriminalität ausgelegt werden und wird mit Haft bestraft. Danach erfolgt die Ausweisung. Ist das ok für Dich?

  3. Der Willkür ist schon zu einem erheblichen Masse Tür und Tor geöffnet worden. Es kann jedem passieren, daß er durch Zufall in eine Situation gerät, in der ich nicht mehr sicher sein kann, was herauskommt. Konkretes Beispiel: Autofahrt auf Samui, plötzlich klopft ein dubios aussehender Mopedfahrer an einer Ampel ans Fenster, zeigt uns sein Messer unter seinem Hemd, behauptet, wir hätten ihn touchiert und will Geld. OK, 100 Baht gezahlt, kleines Geld, alles gut. Aber es zeigt, wie schnell man in Situationen kommen kann, die man nicht kontrolliert. Der Typ war betrunken oder auf Drogen. Und von denen gibt es genug.

  4. Ich hatte es an anderer Stelle schon erwähnt. Langjährigen Residenten, die hier Häuser gebaut, Fahrzeuge gekauft haben, Familien unterstützen, Steuern zahlen und jeden Tag ihre Rente hier ausgeben, sollte Thailand Wertschätzung und Respekt entgegenbringen, in Form von günstigen und einfachen Aufenthaltsverlängerungen.

Kommentare sind geschlossen.

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